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Studie zeigt: Betriebliche Weiterbildung verlagert sich stärker in den digitalen Bereich

Die Digitalisierung der Weiterbildungsbranche schreitet voran. Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen wie Reiseverbote, Veranstaltungsabsagen und Homeoffice wirken hierbei als Beschleuniger. So lautet eines der Ergebnisse der Trendstudie 2022 des Bundesverbands betriebliche Weiterbildung Wuppertaler Kreis.

Weiterbildungsdienstleister richten sich entsprechend darauf aus, zukünftig einen hohen Anteil ihres Umsatzes mit digitalen Angeboten zu erzielen. In den digitalen Arbeitswelten entwickelt sich für sie ein Umfeld mit hoher Veränderungsdynamik. Weiterbildungsprofis der Zukunft benötigen laut Studie neben ihrem Fachwissen ein umfangreiches digitales Methodenwissen, um Weiterbildungsinhalte auch online vermitteln zu können.

Die Weiterbildungsdienstleister sehen die Stärken von Online-Formaten vor allem bei Fachthemen und der Wissensvermittlung. Ein wichtiger Schwerpunkt für die Dienstleister wird performance support sein. Der Begriff bezeichnet die Bereitstellung digitaler Bildungsprodukte auf Weiterbildungsplattformen, um Beschäftigte unmittelbar im Prozess der Arbeit zu unterstützen. Die Vermittlung sozialer Kompetenzen wie beispielsweise Führung und Persönlichkeitsentwicklung wird hingegen auch in Zukunft bevorzugt in Präsenzformaten stattfinden.

Die aktuelle Trendstudie 2022 bietet der Wuppertaler Kreis auf seinen Internet-Seiten unter www.wkr-ev.de als kostenlosen Download an.

FQS-Forschungsprojekt AIDpro: Datenqualität durch Prozessdatenvalidierung

Machine Learning (ML) Algorithmen ermöglichen es, aus hochdimensionalen und großen Datenmengen Informationen zu gewinnen, um die menschliche Entscheidungsfindung zu unterstützen oder autonom Entscheidungen zu treffen. In rein virtuellen Anwendungen, wie im Online-Marketing, in Suchmaschinen oder in Chatbots, macht sich ML im alltäglichen Leben bereits seit einigen Jahren deutlich bemerkbar. In der Produktionstechnik bestehen dagegen weiterhin große Schwierigkeiten, das Nutzenpotenzial von ML flächendeckend zu erschließen. Der Grund für diese Diskrepanz liegt im Spannungsfeld begründet, in dem sich produktionstechnische ML-Anwendungen befinden. Dieses herausfordernde Umfeld ist charakterisiert durch:

  • die Eigenschaften realer Prozessdaten (geringe Datenqualität und hohe Datenkomplexität),
  • die ML-Modelleigenschaften (stochastisch, intransparent und anfällig gegenüber Datenfehlern) und
  • die hohen produktionstechnischen Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Produktionssystemen und die damit verbundenen hohen wirtschaftlichen Risiken.

Für die Produktionstechnik liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Datenqualität. Seit Beginn der vierten industriellen Revolution haben viele Unternehmen die Strategie verfolgt, Daten unstrukturiert in großen Mengen in der Hoffnung zu speichern, dass der Wert dieser Daten zukünftig erschlossen werden kann. Weil sich diese Datensätze heutzutage oft als nicht verwertbar herausstellen, haben sich mittlerweile alternative Datenstrategien etabliert. Sie sehen vor, dass bereits bei Datenaufnahme eine höchstmögliche Datenqualität sichergestellt werden muss.

Das Forschungs- & Entwicklungsvorhaben AIDpro

In der Produktion liegt die wesentliche Herausforderung in der Interaktion mit der realen Welt. Mithilfe von Sensorik wird versucht, den Zustand von Bauteilen, Fluiden, Prozessen oder Maschinen zu eindeutig zu bestimmen. Allerdings unterliegen die Daten Messrauschen, werden mit unterschiedlichen Frequenzen erzeugt, werden beeinflusst von Sensorfehlern, Umgebungseinflüssen und falschen Prozesseinstellungen. Sie stellen damit nur eine unsichere Abschätzung der realen Zustände dar.

Um für produzierende Unternehmen dieses Problem zu lösen, somit die Qualität von Prozessdaten sicherzustellen und dadurch das Fundament für produktionstechnische ML-Anwendungen zu legen, bündeln das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik IPT aus Aachen und das Fraunhofer Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC aus München ihre Kompetenzen im Entwicklungsvorhaben AIDpro (kurz für Anomaliedetektion in der Produktion). Gefördert wird das geplante Forschungsprojekt von der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V.

Lösungsansatz

Ziel von AIDpro ist die Entwicklung einer standardisierten Datenqualitätssicherung für Produktionsprozesse mithilfe von Datenvalidierungsansätzen und KI-basierter Erkennung von anomalen Daten in enger Zusammenarbeit mit produzierenden Unternehmen. Durch eine standardisierte Sicherheitsschicht werden Prozessrohdaten validiert, indem die Daten fortlaufend überwacht und auf ihre Integrität hin überprüft werden. Ausreißer werden ermittelt und abgefangen. Auch sich zeitlich ausbildende Datendrifts, die beispielsweise aufgrund von Verschleiß eine wesentliche Herausforderung in Produktionsprozessen darstellen, sollen sich detektieren lassen.

Welchen Nutzen besitzt eine solche Lösung für Unternehmen?

Die Datenvalidierung bildet neben der Sicherstellung einer hohen Datenqualität das Fundament für die Erschließung einer Vielzahl weiterer Nutzenpotenziale im industriellen Kontext:

  • Steigerung des wirtschaftlichen Werts der Daten
  • Überwachung des Maschinenzustands (Fehlerhafte Daten deuten auf Fehler im Prozess hin)
  • Zuverlässiger und sicherer Einsatz von ML-Modellen auf validierten Daten
  • Qualitätsüberwachung (Fehlerhafte Daten deuten auf Fehler im Produkt hin)
  • Präzisere Planung von Instandhaltungsmaßnahmen

Neben den technologischen Vorteilen können die Unternehmen durch einen aktiven Austausch im Konsortium ihre Kompetenzen in Digitalisierungsthemen ausbauen, eigene Themen, Fragestellungen und Anwendungsfälle mit einbringen und wichtige Kontakte zu Forschungsinstituten und Industrieunternehmen für strategische interdisziplinäre Kooperationen knüpfen.

Fazit und Ausblick

Wer das Potenzial von Prozessdaten und die damit verbundenen Effizienzvorteile voll ausschöpfen möchte, muss eine höchstmögliche Datenqualität sicherstellen. Neben mangelnder Digitalisierungskompetenzen stellt genau das eine große Herausforderung im produktionstechnischen Umfeld dar. AIDpro ist auf der Suche nach Unternehmen, die daran interessiert sind – ausgehend von der Umsetzung einer ML-Pilotanwendung auch weitere Herausforderungen der Prozessdigitalisierung gemeinsam mit dem Projektbeteiligten zu lösen. Detailliertere Informationen zum Vorhaben und Beteiligungsmöglichkeiten finden sich im Projektsteckbrief.

Über den Autor: Lars Leyendecker

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen erforscht Lars Leyendecker, wie mithilfe von datengetriebener Optimierung Effizienzpotentiale in produktions- und medizintechnischen Anwendungen erschlossen werden können. Dazu zählen insbesondere Themen wie Erklärbarkeit, Stabilität, Robustheit und Adaptionsfähigkeit von ML-Systemen.

Kontakt:

lars.leyendecker@ipt.fraunhofer.de

7. Norddeutscher Qualitätstag: Ein Polizist, ein Pilot und jede Menge fachlicher Austausch für die berufliche QM-Praxis

Frankfurt am Main, 17. Juni 2022 – Auch als virtueller Branchentreff ist es für Qualitätsbegeisterte der Region und darüber hinaus mittlerweile ein fester Termin im Kalender. Bereits zum siebten Mal führte die Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) am 14. Juni 2022 in Kooperation mit der ConSense GmbH, der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS GmbH) und der Zeitschrift „Qualität und Zuverlässigkeit“ den Norddeutschen Qualitätstag durch. Dass die Veranstaltung zum dritten Mal online stattfand, zeigt, dass sich dieses Praxisforum für Qualitätsinteressierte auch als virtuelles Format bewährt hat. Mehr als 100 Teilnehmer:innen hatten sich angemeldet, um sich zu aktuellen Themen rund um das Qualitätsmanagement zu informieren, zu vernetzen und auszutauschen.

„Die Veranstaltung wurde im hohen Norden organisiert, spricht aber durch ihr abwechslungsreiches Programm und ihr virtuelles, interaktives Format Teilnehmende aus ganz Deutschland an“, beobachtete Alexander Fuchs, Leitung Netzwerkmanagement bei der DGQ. „Diesen großen Vorteil sehen wir auch in unseren zahlreichen anderen Digital-Veranstaltungen des DGQ-Netzwerks.“

Qualitätsmanagement aus ungewohnter Perspektive

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten neben Alexander Fuchs auch Andreas Schachermeier, Geschäftsführer ConSense Management Systems GmbH, und Torsten Laub, Leiter der DGQ-Geschäftsstelle Hamburg, die Besucher:innen und stimmten sie auf das anstehende Programm ein. Im Anschluss warfen zwei Keynotes einen Blick über den Tellerrand des gewohnten Qualitätsmanagements hinaus. Zunächst berichtete Bent Herzog, Sachgebietsleiter Beschwerdemanagement bei der Polizei Hamburg, von der Einrichtung eines zentralen, digitalen Beschwerdemanagements. Ziel war es seinerzeit, die hohe Akzeptanz und das große Vertrauen der Hamburger:innen in die polizeiliche Arbeit zu erhalten und nach konfliktbeladenen Situationen wiederherzustellen.

Auf den Polizisten folgte der Pilot. Eckhard Jann, neben seiner Tätigkeit im Cockpit auch Autor und Berater, erläuterte in seiner Keynote zum Auftakt des Nachmittagsprogramms den „Umgang mit Fehlern – aus Sicht eines Flugkapitäns. Er legte dar, wie auch andere Unternehmen aus menschlichen Fehlern im Flugverkehr lernen können und welche Erkenntnisse sich daraus für die Führung von Mitarbeitenden ableiten lassen.

Individuelles Programm aus vielseitigem Workshop-Angebot

Der Norddeutsche Qualitätstag offerierte den Teilnehmer:innen auch in diesem Jahr ein vielseitiges Workshop-Angebot, aus dem sich ein individuelles Programm zusammenstellen ließ. Wie bei dieser Veranstaltung üblich, standen auch hier die praktische Umsetzung und der unmittelbare Austausch im Zentrum. Die Bandbreite der Workshop-Themen reichte dabei von Circular Economy über Betriebliches Gesundheitswesen bis hin zu Integrierten Managementsystemen sowie Projekt- und Wissensmanagement. Daneben blieb ausreichend Raum und Zeit zum Networking mit den Referenten und im Kreis der Teilnehmer:innen.

In der Schlussrunde am Ende des 7. Norddeutschen Qualitätstages zeigte eine Kurzumfrage, dass die Veranstaltung mit ihrem Programm wieder einen Kernbedarf der Teilnehmer:innen getroffen hat. Entsprechend positiv fiel auch das Resümee von ConSense-Geschäftsführer Andreas Schachermeier aus: „Der heutige Tag hat wieder gezeigt, dass Qualitätsmanagement auch ein Motor für Entwicklungen und Neuerungen im Unternehmen sein kann. Dies gilt beispielsweise für Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit oder die Organisationsentwicklung insgesamt. Der 7. Norddeutsche Qualitätstag hat mit seinem vielseitigen Programm viele spannende Impulse dazu gegeben.“

Über die DGQ

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) unterstützt Unternehmen dabei, mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen erfolgreich am Markt zu bestehen. Als zentrale, deutsche Qualitätsgesellschaft ist die DGQ erster Ansprechpartner für Qualität, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung. Das einzigartige Netzwerk der DGQ vereint über 6.000 Qualitätsexperten in mehr als 4.000 Unternehmen aller Größen und Branchen. Berufseinsteiger, Fachexperten und Manager nutzen den direkten Erfahrungsaustausch in deutschlandweit über 70 Regional- und Fachkreisen. Das DGQ-Netzwerk bietet die vielseitigste und umfassendste Plattform zum Austausch von Wissen, Praxiserfahrungen und Trends rund um qualitätsrelevante Themen. Die DGQ engagiert sich in nationalen und internationalen Initiativen, Partnerschaften, Gremien zur Gestaltung zentraler Normen sowie Innovations- und Forschungsprojekten. Mit rund 300 Trainern und 1.000 praxisbezogenen Trainings stellt die DGQ ein breites Weiterbildungsangebot zur Verfügung und erteilt im Markt anerkannte Personenzertifikate. Sie trägt wirkungsvoll dazu bei, „Qualität Made in Germany“ als Erfolgsprinzip in Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. Dabei sichert die DGQ bestehendes Know-how. In einer Welt der Transformation entwickelt sie zudem neue Qualitätsansätze für die Zukunft.

 

Ihre Ansprechpartner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit DGQ
Hinrich Stoldt
August-Schanz-Str. 21A
60433 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 95424-170
E-Mail: hinrich.stoldt@dgq.de

Exklusiv für DGQ-Firmenmitglieder: Stark erweitertes Angebot bei Stellenanzeigen

„Q-Karriere – nirgendwo kommen Sie Ihrer Zielgruppe so nah“ – unter diesem Motto unterstützt die DGQ ihre Firmenmitglieder ab sofort mit einem exklusiven Paket bei der Suche nach geeigneten Bewerber:innen inmitten der Q-Szene.

Mit „Q-Karriere“ bietet die DGQ die passende Lösung für die Herausforderungen in Zeiten des Fachkräftemangels. Die DGQ-Firmenmitglieder können Kandidat:innen ohne Zeit- und Streuverlust direkt ansprechen und dem Wettbewerb damit einen Schritt voraus sein.

Nach erfolgter Buchung wird die Stellenanzeige:

  • auf der DGQ-Homepage (3 Monate Laufzeit),
  • auf der Mitgliederplattform DGQplus (3 Monate Laufzeit),
  • im Online-Stellenportal der Fachzeitschrift „Qualität und Zuverlässigkeit“ (QZ) (2 Monate Laufzeit),
  • auf den Social Media Kanälen Xing und LinkedIn sowie
  • als Push-Nachricht über den Job-Alert veröffentlicht.

Dieses deutlich aufgestockte Angebot gilt ab dem 1. Juni 2022 und löst damit das bisherige Angebot ab.

Alle weiteren Informationen finden sich hier.

DGQ-Experten gesucht: Normungsroadmap Künstliche Intelligenz KI

Normen und Standards schaffen Vertrauen in KI und sind damit eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung der Zukunftstechnologie. Mit der Normungsroadmap Künstliche Intelligenz legte Deutschland als erstes Land weltweit eine umfassende Analyse des Bestands und des Bedarfs an internationalen Normen und Standards für diese Schlüsseltechnologie vor. Die Normungsroadmap KI beschreibt den strategischen Fahrplan für die Standardisierung im Bereich der Künstlichen Intelligenz und setzt damit eine wesentliche Maßnahme der KI-Strategie der Bundesregierung um.

Gemeinsam mit der Bundesregierung und Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft haben DIN und DKE die erste Ausgabe der Normungsroadmap zu Künstlicher Intelligenz erarbeitet und 2020 veröffentlicht . Diese berücksichtigt in einem breit angelegten interdisziplinären Ansatz nicht nur die technischen sondern gleichwertig auch die ethischen und gesellschaftlichen Aspekte von Normen in der KI.

Im Januar 2022 begannen die Arbeiten an der zweiten Ausgabe der Roadmap. Ziel ist die Fortschreibung und Weiterentwicklung der Ergebnisse der ersten Version. Dabei werden auch neue Schwerpunkte gesetzt und Handlungsempfehlungen für neue Themenfelder formuliert. Die Normungsroadmap KI leistet damit einen wesentlichen Beitrag dazu, die nationale Position in der Normung noch stärker auf der europäischen und internationalen Ebene einzubringen.

Möglichkeiten zur Mitarbeit 

Für die Fortschreibung und Weiterentwicklung der zweiten Ausgabe gibt es die Möglichkeit der Mitarbeit. Das DIN sucht Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft – somit sind auch DGQ Experten gefragt.  Die Erarbeitung erfolgt in virtuellen Arbeitsgruppen. Interessenten für eine Mitarbeit können sich hier anmelden.

Die Erarbeitung der Roadmap erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Detaillierte Informationen sind verfügbar unter  www.din.de/go/normungsroadmapki .

 

Westfälische Hochschule neuer Kooperationspartner im Lehre-Hochschul-Modell der DGQ

Bereits im Studium eine wichtige Zusatzqualifikation für den Berufsstart mitzubringen – dies ist die Idee hinter dem Lehre-Hochschul-Modell der DGQ. Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen kooperierender Hochschulen können im entsprechenden Zusatzfach das Zertifikat zum „DGQ Manager Qualität Junior“ erwerben.

Über ein Antragsverfahren überprüft die DGQ die notwendigen Zulassungsvoraussetzungen gemäß den Anforderungen der European Organization for Quality (EOQ). Das Curriculum der Hochschulen muss von Dauer und Inhalt diesen Vorgaben entsprechen.

Mit der Westfälischen Hochschule ist nun der 16 Kooperationspartner hinzugekommen.

V. l. n. r. Prof. Dr. Andreas Kneißler vom Fachbereich Maschinenbau, Umwelt- und Gebäudetechnik der Westfälischen Universität mit Karin Weltring, Leiterin der Personenzertifizierung und Michael Sturm, Produktmanager in der Personenzertifizierung (beide DGQ).

Vorsprung beim Berufsstart

Seit 1997 bietet die DGQ dieses Qualifizierungsmodell zum „DGQ Manager Qualität Junior“ an. Seit Beginn dieses Programms haben sich bundesweit rund 4000 Studierende für ein solches Zertifikat qualifiziert. Die Studierenden sichern sich somit einen Vorsprung für Ihren Berufseinstieg. Mit diesem Zertifikat haben sie darüber hinaus die Basis geschaffen, um bei uns Expertenwissen für die Zertifizierung zum DGQ-(Lead)-Auditor zu erlangen: Wenn die Absolventen die notwendige Berufserfahrung gesammelt und die entsprechenden Zertifikate DGQ-Qualitätsmanagementbeauftragter oder DGQ-Qualitätsmanager erhalten haben, steht der Zulassung zur Kompetenzprüfung nichts mehr im Wege. Sie berechtigt, die Auditorenausbildung zu beginnen.

Internationale Anerkennung:

Die Inhalte der Ausbildung zum DGQ-Quality Systems Manager Junior stimmen mit den Forderungen des harmonisierten Ausbildungsschemas der EOQ für die Zertifizierung von Qualitätsfachpersonal überein. Die EOQ ist ein anerkanntes QM-Netzwerk in Europa. Die DGQ ist als nationaler Partner und Zertifizierungsstelle der EOQ zugelassen und vergibt als einzige deutsche Organisation EOQ-Zertifikate. Unter definierten Voraussetzungen können Inhaber von DGQ-Zertifikaten im Anschluss an die Qualifizierung zum DGQ-Qualitätsmanager und DGQ-Auditor Qualität auch das entsprechende EOQ-Zertifikat über uns erhalten.

 

Kontakt:

Karin Weltring

Leitung Personenzertifizierung der DGQ

karin.weltring@dgq.de

 

 

 

DGQ-Fachkreis „Exzellenter Kundenservice“: Kostenloses Tool zur Reifegradbewertung des Customer Service 4.0

Ob vor Ort, digital oder hybrid – ein exzellenter Kundenservice ist ein ausschlaggebender Faktor für den Unternehmenserfolg. In Zeiten der Digitalisierung unterliegt Kundenservice gleichzeitig rasanten Veränderungen. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, immer schneller auf die sich ändernden Erwartungen und Anforderungen ihrer Kunden einzugehen.

Ist-Stand ermitteln, Handlungsschritte festlegen

Der DGQ-Fachkreis „Exzellenter Kundenservice“ hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dieser Thematik befasst. Dazu hat das Gremium mehrere Handlungsfelder des Customer Service 4.0 für Unternehmen abgeleitet und beschrieben.

Um den aktuellen Nachholbedarf in diesen Handlungsfeldern zu bestimmen, ist es notwendig festzustellen, wo die Organisation hinsichtlich des eigenen Kundenservice derzeit steht. Genau dies leistet das Tool „Reifegradbewertung Customer Service 4.0”. Die webbasierte Anwendung wurde vom DGQ-Fachkreis „Exzellenter Kundenservice“ gemeinsam mit der der ConSense GmbH entwickelt.

Der Reifegrad wird auf Basis einer Umfrage unter den Mitarbeitenden ermittelt und unterstützt die Unternehmen dabei, konkrete Handlungsschritte auf ihrem Weg zu exzellentem Service zu entwickeln.

Manifest als Basis des Tools

Die im Reifegrad-Tool untersuchten Handlungsfelder hat der DGQ-Fachkreis „Exzellenter Kundenservice“ bereits vor einigen Jahren in einem Manifest mit dem Titel „‘Customer Service 4.0‘ – Digitale Transformation im Kundenservice“ beschrieben. Das Dokument hat der Fachkreis in der Zwischenzeit kontinuierlich überarbeitet, so dass mittlerweile die fünfte Auflage erschienen ist.

Das Manifest soll als Leitfaden dienen, um das Unternehmen – insbesondere Dienstleistende – mit exzellentem Kundenservice wirtschaftlich erfolgreich zu halten oder zu machen. Es beschreibt vier Handlungsfelder für Unternehmen, die im Rahmen der digitalen Transformation Kundenerfahrungen verbessern, bestehende Services optimieren und neue Serviceleistungen anbieten möchten:

Strategisches: Markt-/Kundenerwartungen verstehen und das Unternehmen auf eine kontinuierliche bzw. disruptive Marktveränderungen ausrichten – eine ganzheitliche Service 4.0 Strategie umsetzen; Kunden- und Mitarbeiterorientierung vorleben; perspektivisch führen und kulturelle und psychosoziale Faktoren berücksichtigen

Kulturelles: Eine kunden-/mitarbeiterorientierte Servicekultur schaffen; geförderte Mitarbeiterbeteiligung; angemessene agile und selbstorganisierte Strukturen und innovativen Methoden etablieren; Räume für informellen und formellen Austausch in digital, hybrid oder Präsenz schaffen sowie aktive Mitarbeitergewinnung und -loyalisierung sicherstellen

Innovatives: Customer Feedback-/Experience Management und innovative Methoden nutzen um Kundenbedürfnisse/-erwartungen ganzheitlich zu managen und um Kundenservices mit hohem Nutzenpotenzial und/oder Erlebniswert – auch in Wertschöpfungsnetzwerken mit anderen Leistungserbringern/Unternehmen – zu schaffen

Operatives: Service Excellence – Kundenkanäle ganzheitlich managen; Kunden-kommunikation-/Feedback verbessern; bestehenden Kundenservice auch durch Integration/Kombination von innovativen Informations-/Dienstleistungstechniken

In der aktuellen Version wurden inhaltliche Ergänzungen im Wesentlichen in den Bereichen „Strategisches“ und „Kulturelles“ vorgenommen, weil deutlich wird, dass:

  • ein Hybrid aus Homeoffice und Arbeiten im Büro und dazu geeignete psychosoziale Rahmenbedingungen entstehen,
  • in dem Zusammenhang eine veränderte Führungskultur, auch über Distanz notwendig wird; reflektierend, lernbereit und offen für Feedback,
  • zunehmend offene, agile und vernetzte Strukturen entstehen werden, die Kreativität, Lernbereitschaft, kollektive Problemlösungen und vernetztes Denken fördern.

Das Reifegrad-Tool kann kostenlos genutzt werden unter: https://dgq.consense-gmbh.de/Home.

Der Fachkreis bietet die Möglichkeit, sich über die Bewertung und darüber, wie sich exzellenter Kundenservice weiter professionalisieren lässt, auszutauschen.

Autoren:
Fachkreis Exzellenter Kundenservice
Christian Ziebe, Helmut Kremer, Heiko Klemm

Kontakt: fk-dl@dgqaktiv.de

Intensivierung der Zusammenarbeit mit ISO TC 176 Quality Management

ISO TC 176 hat 2021 beschlossen, die Task Force 4 “emerging trends in quality” einzurichten. Die Arbeitsgruppe soll dauerhaft durch Sammlung relevanter Trends und Informationen bei der strategischen Ausrichtung der Normungsarbeit unterstützen. ISO TC 176 hat bereits in den vergangenen Jahren Positionspapiere unter Einbeziehung deutscher Experten erarbeitet und für die Meinungsbildung bei Revisionen der Normen aus der 9000er und 10000er Reihe bereitgestellt.

Thomas Votsmeier, Leitung Normung der DGQ und Vertreter von DIN und EOQ in dieser Arbeitsgruppe hat die Chance genutzt, die Zusammenarbeit mit den Qualitätsgesellschaften in Europa (EOQ) und Deutschland (DGQ) sowie mit ausgesuchten Hochschulen aus Europa zu verstärken.

Um Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit zu erkunden fand dazu am 5. April 2022 ein Meeting unter der Leitung von EOQ und TC 176 TG4 statt. Das Ergebnis: Die EOQ wurde als Liasion Organization in die strategische Beratungsgruppe aufgenommen. Die Beteiligten vereinbarteneinen regelmässigen Austausch zur Festlegung konkreter Maßnahmen.

Damit kann die DGQ als Qualitätsfachgesellschaft ihre Positionen und Erkenntnisse über die Weiterentwicklung im QM direkt in die Entscheidungsprozesse des zuständigen ISO-Normungsgremiums einbringen und zur Diskussion stellen. Sie kann darüber hinaus neben Experten aus den europäischen Qualitätsgesellschaften auch Universitäten in das Netzwerk aufnehmen und Kontakte herstellen. Interessierte DGQ-Mitgliedsorganisationen und DGQ-Experten erhalten weitere Informationen über Thomas Votsmeier, Leitung Normung der DGQ.

Kontakt:

Thomas Votsmeier

Leitung Normung der DGQ

thomas.votsmeier@dgq.de

Studie bestätigt: FQS Forschungsgemeinschaft Qualität arbeitet mit effektivem Förderinstrument

Nun ist es auch durch eine Evaluationsstudie des Bundeswirtschaftsministeriums belegt – die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) unterstützt als Innovationsförderprogramm deutsche Unternehmen nachweislich und wirksam. Sie schlägt die Brücke zwischen Grundlagenforschung und wirtschaftlicher Anwendung. Die IGF bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dadurch Zugang zu aktuellen praxisorientierten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die Erhebung befragte 474 KMU, 564 Forschungseinrichtungen und 82 Forschungsvereinigungen. Zielerreichung, Wirkung und Wirtschaftlichkeit des Programms wurden für den Zeitraum vom 1. September 2017 bis 31. Dezember 2020 überprüft. Über 30 Prozent der befragten Organisationen haben ein oder mehrere Forschungsergebnisse für die Weiterentwicklung und Optimierung ihrer eigenen Produkte (darunter 40 Prozent), Dienstleistungen (darunter 24 Prozent), Verfahren (darunter 24 Prozent) und auch für Patentanmeldungen (darunter 3 Prozent) direkt genutzt. Auch zum Netzwerkausbau trägt die IGF bei: Etwa zwei Drittel der KMU in projektbegleitenden Ausschüssen der Industriellen Gemeinschaftsforschung gaben in Befragungen an, im Jahr zu durchschnittlich drei Netzwerken oder Partnern Kontakte aufzubauen.

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte IGF wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) koordiniert. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen bildet die AiF das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Die FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e. V. (FQS) ist als Forschungsarm der DGQ Mitglied der AiF. In dieser Funktion sorgt sie für eine qualifizierte Auswahl von Forschungsthemen gemäß dem Bedarf von KMU, übernimmt das Projektmanagement im Falle einer erfolgreichen Antragstellung und erfüllt Aufgaben zur Verbreitung der Ergebnisse. Durch die Begleitung zahlreicher Forschungsprojekte in den Bereichen Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und benachbarten Themengebieten rund um das Thema Qualität trägt die FQS zu einem guten Ergebnis und der Wirksamkeit dieses Förderinstrumentes bei.

Weitere Ergebnisse zu der Studie finden sich hier.

Auch 2021: EFQM zeichnet DGQ als Partnerorganisation aus

Die DGQ freut sich über diese erneute Ehrung: Nach 2020 hat die European Foundation for Quality Management (EFQM) die DGQ auch für 2021 zur Outstanding Certified Training Organisation ernannt. Damit würdigt die EFQM das Engagement und die Leistung der DGQ als eine Organisation, die Weiterbildungen und Beratung in diesem Bereich anbietet.

Das EFQM Modell ist international anerkannt und dient der Analyse von Organisationen, zur Organisationsentwicklung sowie zur Organisationsbewertung. Kein anderes Modell seiner Art wird in so viele Sprachen übersetzt und weltweit eingesetzt.

Neues EFQM Modell 2020

2020 hat die EFQM eine grundlegend überarbeitete Version des EFQM Modell veröffentlicht, das Organisationen noch besser dabei unterstützt, sich an Krisensituationen anzupassen. Es trifft detaillierte Annahmen, wie Organisationen unter den aktuellen Bedingungen erfolgreich handeln können. Dazu berücksichtigt das Modell zwei Konzepte, die unverzichtbar sind: Die Auseinandersetzung mit dem Ecosystem einer Organisation und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Die DGQ verbindet eine langjährige Partnerschaft mit der EFQM. Sie bietet verschiedene Trainings und umfassende Beratung zur Organisationsentwicklung mit dem EFQM Modell an.

Sie erweitert ihr Spektrum in diesem Bereich kontinuierlich durch E-Trainings.

Mehr zum EFQM-Angebot der DGQ findet sich hier.

 

Neues Online-Format: DGQ-Leadership-Dialog „Digitalisierung QM“

Die DGQ hat gemeinsam mit ihrem Digitalisierungspartner, der corporate momentum GmbH, ein neues, spannendes Online-Angebot für Qualitätsmanager entwickelt.

Das Webinar richtet sich gezielt an QM-Führungskräfte und gibt Antworten auf zentrale Fragen zur Digitalisierung des Qualitätsmanagements. Es informiert Qualitätsverantwortliche über die drängendsten Handlungsfelder und die richtigen Schritte in die Zukunft. Dafür bietet es einen professionellen Austausch mit Experten zu Potenzialen, Lösungen und Fallstricken.

In thematisch zugeschnittenen Online-Modulen gehen die Teilnehmenden nach einem kurzen Impulsvortrag mit einem QM-Digitalisierungs-Experten in die Diskussion. Die Besonderheit des Webinars: Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, sich direkt und intensiv mit diesem hochkarätigen Fachexperten im Dialog auf Augenhöhe auszutauschen. Die fundierten und erprobten Best-Practice-Beispiele unterstützen sie bei der Entwicklung eigener Digitalisierungsideen.

Mittels eines Einstiegsvideos können sich Interessenten vorab über die konkreten Inhalte informieren. Dr. Thomas Endres, Digitalisierungsexperte mit langjähriger QM-Erfahrung, und Andreas Heinz, Leiter Produktmanagement bei der DGQ Weiterbildung, geben einen Einblick in den neuen Online-Leadership-Dialog der DGQ.

Das Einstiegsvideo gibt es hier.

 

 

 

Relaunch der QM-Lehrgänge erfolgreich gestartet

Pünktlich zum Nikolaustag startete am 6. Dezember 2021 die Ausbildung zu DGQ-Qualitätsbeauftragten mit einem neuen Lehrgangskonzept. In der DGQ-Geschäftsstelle in Frankfurt ging es vier Tage lang um das Thema „Qualitätsmanagement I-Grundlagen“. Mitte Februar wird das zweite Modul des grundlegend überarbeiteten Lehrgangs beginnen, bei dem sich einige der Teilnehmenden auf ein Wiedersehen in Frankfurt freuen.

Pilotveranstaltung des Grundlagen-lehrgangs Qualitätsmanagement I-Grundlagen am Nikolaustag

Schnell stiegen die 14 Teilnehmenden – größtenteils neu im Qualitätsmanagement – ins Thema ein und sorgten direkt für eine gute Stimmung der Gruppe. Die neue inhaltliche Struktur der Lehrgänge orientiert sich an den Grundsätzen des Qualitätsmanagements. Hiermit wird ein Mindset gestärkt, in dem das Qualitätsmanagement für sich und gegenüber anderen Bereichen deutlich macht, dass es als Treiber des Organisationserfolgs agiert. Neben dem grundsätzlichen Verständnis des Qualitätsbegriffs zählen auch die Themen Kundenanforderungen verstehen, Führung, Mitarbeiter und Schnittstellen einbeziehen, Prozessorientiert handeln, Verbesserungen umsetzen und Entscheidungsfindung mithilfe von Kennzahlen zum Schwerpunkt der Lehrgänge.

Nach intensiver Konzeptionsphase war die Pilotveranstaltung ein voller Erfolg. Trotz des anspruchsvollen Lernstoffs blieb genug Raum für tiefergehende Diskussion und Nachfragen oder kleinere Anekdoten des Trainers. Die Teilnehmenden lobten sowohl den guten Mix aus Gruppenarbeiten und Vortragsteilen als auch die sichere und sympathische Art des Trainers. Auch eine kurze Vorstellung der DGQ-Lernplattform mit den neuentwickelten E-Learnings, zahlreichen Lernfragen und Gamification-Elementen wie Quiz-Duellen nahm die Gruppe sehr positiv auf. Kleinere Anpassungen und Verbesserungen werden noch erfolgen, aber mit einer Weiterempfehlungsquote von 100 Prozent blickt die DGQ auf einen erfolgreichen Start des Einstiegslehrgangs zurück.

Weitere Informationen zu den überarbeiteten Grundlagenlehrgängen finden sich hier.

DGQ erweitert das E-Trainingsangebot in der Qualitätssicherung

Die DGQ erweiterte auch in diesem Jahr ihr Angebot an Online-Lehrgängen und -Seminaren im Portfolio der Qualitätssicherung.

Das aktuelle Highlight dazu, ist die erfolgreiche Pilotierung des dritten Moduls der QS-Lehrgangsreihe, „Verbesserungsmethoden im Produktionsumfeld wertschöpfend einsetzen“, als E-Training Anfang November. Damit umfasst das Angebot an E-Trainings der Lehrgangsreihe Qualitätssicherung folgende Module:

Modul 1: Qualitätssicherung im Produktionsumfeld – Grundlagen

Modul 2: Statistische Daten im Produktionsumfeld erheben, auswerten und vermitteln

Modul 3: Verbesserungsmethoden im Produktionsumfeld wertschöpfend einsetzen

Die dazugehörigen Prüfungen zu den Zertifikatsabschlüssen „DGQ-Fachkraft Qualitätssicherung“ und „DGQ-Spezialist Qualitätssicherung“ sind begleitend zur Transformation der Lehrgänge in ein E-Prüfungsformat überführt. Die Kundinnen und Kunden der DGQ stehen damit die ersten drei Module der Lehrgangsreihe Qualitätssicherung inklusive der Prüfungen in Präsenz oder auch Online zur Verfügung.

Die Teilnehmenden der Lehrgangsreihe haben die Möglichkeit während der Ausbildung zwischen dem Präsenz- und E-Format bei Training und Prüfung zu wechseln.

Digitalisierung und Präsenz schließen sich nicht aus. So werden die Prüfungen zu den beiden Zertifikatsabschlüssen in den kommenden Präsenzveranstaltungen von Papier auf das E-Prüfungsformat umgestellt.

Im Bereich der Seminare wurde das Training „Prüfmittelmanagement“ transformiert und bereits im Sommer als gelungenes E-Training pilotiert. Das als Präsenzveranstaltungen sehr beliebte Training wird auch als E-Training sehr gut angenommen. So waren der Pilot, wie auch der Herbsttermin des Trainings, fast ausgebucht.

Weitere Informationen zu den Trainings der Qualitätssicherung in Präsenz- und E-Format sowie alle Termine finden Sie hier.

Umfrage zur Integration von Frühwarnsystemen in Qualitätsaudits nach ISO 9001 sucht noch Teilnehmende

Im Rahmen einer Bachelor-Thesis an der Hochschule Esslingen wird die Expertise von Auditorinnen und Auditoren beim Thema „Integration von Frühwarnsystemen in Qualitätsaudits nach DIN EN ISO 9001“ benötigt. Frühwarnsysteme sind spezielle Arten von Informationssystemen, die frühzeitig für mögliche positive oder negative Entwicklungen sensibilisieren können. Zweck dieser Online-Umfrage ist es herauszufinden, welche Frühwarnindikatoren in Qualitätsaudits integriert werden können, um den Auditoren bei zukünftigen Audits weiterhelfen zu können. Die Ergebnisse werden zur Erstellung eines optionalen Fragenkatalogs für Auditorinnen und Auditoren dienen.

Die Umfrage ist noch bis zum 8. Dezember 2021, 18:30 Uhr geöffnet. Die Ausfüllzeit beträgt circa fünf Minuten.

Alle Antworten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und vollkommen anonym ausgewertet.

Zu Umfrage geht es hier.

FQS-Forschungsvorhaben zur Qualifizierung von KI-Systemen in der industriellen Qualitätsprüfung sucht Industriepartner für projektbegleitenden Ausschuss

KI-Technologien erhalten zunehmend Einzug in das industrielle Umfeld, auch im Rahmen von visuellen und bildbasierten Qualitätskontrollen. Bis Anfang der 2000er Jahre basierten KI-Systeme in der Industrie meist auf experten- oder regelbasierten Systemen. Datengetriebene Ansätze aus dem Bereich des Machine Learning (ML) fanden dagegen nur selten Anwendung. Mit der fortschreitenden Digitalisierung, die eine Fülle an Daten, Rechenleistung und verbesserten ML-Algorithmen liefert, rücken ML-Ansätze nun verstärkt in den Fokus. Auf ML basierende KI-Systeme werden häufig vollständig auf Daten trainiert, ohne dass explizite Regeln durch den Menschen vorgegeben werden müssen. Bedenken hinsichtlich Zuverlässigkeit oder Genauigkeit solcher Systeme verhindern jedoch bisher deren breiten industriellen Einsatz. Es fehlen geeignete Standards und Entwicklungsmethoden, um die Eignung/Qualifizierung eines ML-basierten KI-Systems nachzuweisen.

In dem geplanten FQS-Forschungsvorhaben AIQualify soll ein Vorgehensmodell mit Software-gestützten Methoden und Werkzeugen für ML-basierte KI-Systeme in der Qualitätsprüfung entwickelt werden. Es wird die Ermittlung und Formulierung von Prüf- und Bewertungskriterien erlauben. Ziel des Projekts ist es, eine Auditierung beziehungsweise Abnahme von KI-Systemen entlang dieser Kriterien möglich zu machen.

Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, sich als Mitglied des projektbegleitenden Ausschusses zu beteiligen. Hierbei bringen sie ihre Anforderungen aus der Praxis ein, gestalten das Forschungsvorhaben mit und profitieren frühzeitig von den Ergebnissen. Hierzu kann auch eine prototypische Umsetzung im Unternehmen durch die Forschungseinrichtung gehören. Für die Finanzierung des Projektmanagements erhält die FQS von den beteiligten Unternehmen einen Förderbeitrag von 2.000 Euro für KMU (Jahresumsatz nicht größer als 125 Mio. Euro) und 4.000 Euro für Nicht-KMU. Start-ups innerhalb drei Jahre nach Gründung bleiben kostenfrei.

Die Projektlaufzeit ist ab Mitte/Ende 2022 für zwei Jahre geplant. Für weitere Informationen steht Prof. Dr.-Ing. Marco Huber (marco.huber@ipa.fraunhofer.de) und die Geschäftsstelle der FQS zur Verfügung.

Zur Projektankündigung geht es hier.

Die Sustainability Heroes Awards 2021: Sechs Unternehmen für ihre Vorreiterrolle in Nachhaltigkeit ausgezeichnet

 

Um aktives Engagement in der Wirtschaft weiter anzuspornen, werden von der DQS und DGQ jährlich die Sustainability Heroes Awards ausgeschrieben. Im Rahmen der Sustainability Heroes Konferenz, die am 26., 27. und 28. Oktober 2021 stattgefunden hat, wurden die diesjährigen Preisträger ausgezeichnet.

Insgesamt wurden in den sechs Kategorien 212 Bewerbungen eingereicht. Entsprechend schwer fiel es der Jury, aus den vielen inspirierenden Initiativen sechs Gewinner zu küren.

Um eine objektive Beurteilung zu gewährleisten, wurden die Bewerbungen von unabhängigen Nachhaltigkeitsexpertinnen- und experten bewertet. Simone Busch (IHK Düsseldorf), Prof. Dr. Bettina Stoll (Hochschule Fulda), Franziska Honheiser (IHK Frankfurt), Patrick Bungard (M3TRIX-Institut) und Behzad Sadegh (DQS CFS GmbH) bildeten gemeinsam die Jury.

Folgende Preisträgerinnen 2021 haben in diesem Jahr gewonnen:

  • Nachhaltigkeitsstrategie: Gerresheimer AG
  • Sustainability Innovation: Epson Deutschland GmbH
  • Circular Economy: Spoontainable GmbH
  • Biodiversität: PERÚ PURO GmbH
  • Carbon Footprint: Port International GmbH
  • Soziales Engagement: Symrise AG

Weiter Informationen zur 7. Sustainabilty Heroes Konferenz sowie den Preisträgern finden sich hier.

British Standards Institution bietet kostenlose Webinare über die Zukunft des QM und von ISO 14001 an

Jetzt heißt es schnell anmelden – bereits am 14. Oktober 2021 führt die British Standards Institution (BSI) drei kostenlose Webinare über die Zukunft des Qualitätsmanagements durch. Internationale Experten des Technischen Komitees für Qualitätsmanagement ISO/TC 176 werden in drei separaten Webinaren über dieses Thema sowie das Normenportfolio des Komitees diskutieren. Die drei Webinare haben folgende Schwerpunkte:

  • The future of quality management standards
  • Emerging themes in quality management
  • Using ISO 9001-based standards to manage quality in key sectors

Die Veranstaltungen sind in englischer Sprache und werden ausschließlich von Mitgliedern von TC 176 durchgeführt – Diskussionen sind erwünscht.

Zur Anmeldung geht es hier:

Webinar über 25 Jahre ISO 14001

Am 1. November 2021 findet ein weiteres Webinar des BSI statt. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 wird die virtuelle Veranstaltung zunächst einen Blick auf die Wirkung der Norm seit 1996 werfen. Zudem greift das Webinar die Frage auf, wie IS0 14001 Organisationen künftig dabei unterstützen kann, die Herausforderungen für das Umweltmanagement zu bewältigen.

Zur Anmeldung für das ISO-14001-Webinar geht es hier.

Nutzer für Umfrage zur ISO 14001 und ISO 14004 gesucht

Alle fünf Jahre überprüft das Komitee ISO/TC 207/SC 1 „Environmental management systems“, ob eine Anpassung der ISO 14001 und der ISO 14004 für notwendig befunden wird. Um nun den Verbesserungsbedarf der weltweit gültigen Umweltmanagementnorm zu prüfen, wurde eine Nutzerumfrage entwickelt. Interessierte Stakeholder haben noch bis zum 13. November 2021 die Möglichkeit, durch eine Beteiligung ihre Sichtweise einzubringen. Dies unterstützt künftige Überarbeitungen von ISO 14001 und ISO 14004 sowie anderer verwandter ISO-Normen. Die Umfrage berücksichtigt Schlüsselthemen und wahrgenommene zukünftige Herausforderungen für das Umweltmanagement mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung.

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 20 Minuten. Alle Antworten werden vertraulich behandelt und die einzelnen Befragten nicht identifiziert.

Die Ergebnisse der Umfrage werden auf der Website des ISO/TC 207/SC 1 veröffentlicht und gehen auch in die Arbeiten der nationalen Gremien, hier dem DIN NAGUS NA 172-00-02 AA Umweltmanagement/Umweltaudit, ein.

Zur Umfrage geht es hier.

„Qualität beinhaltet für mich immer auch eine Dimension der Eigenverantwortung“

Ende April wurde Prof. Dr. Robert Schmitt zum neuen Präsidenten der DGQ gewählt. Im Interview erläutert er seine Sicht auf Qualität. Außerdem erklärt er, was ihn nach der langjährigen Vorstandstätigkeit bei der DGQ motiviert hat, auch dieses Amt zu übernehmen und welche Schwerpunkte er setzen möchte.

Wie sind Sie mit der DGQ in Berührung gekommen? Wie war Ihr Weg in den Vorstand der DGQ?

Nach meinem Studium der Elektrotechnik in Aachen kam ich bereits im Rahmen meiner Promotion, anschließend durch meine berufliche Tätigkeit bei MAN mit QM-relevanten Fragen in Kontakt. Als dort ein neues Fahrzeug auf die Straße gebracht werden sollte, ging es vor allem darum, wie sich viele Technologien verbraucherfreundlich und sicher zuverlässig verbinden lassen. Der Einsatz elektronischer und informationstechnischer Komponenten damals erhöhte die Komplexität deutlich. In meiner späteren Leitungsaufgabe in der Montage habe ich dann erfahren, wie wichtig es ist, verschwendungsarm zu produzieren. Qualität bedeutet hier nicht nur Zuverlässigkeit, sondern auch ressourcenschonend und mit möglichst wenig Ausschuss und null Fehlern zu fertigen. Sie sehen, von einer überwiegend technischen hat sich meine Perspektive zu einer systemischen gewandelt. Nach dem Ruf als Professor an das produktionstechnische WZL der RWTH Aachen bin ich über meinen Vorgänger Tilo Pfeiffer mit der DGQ in Kontakt gekommen. 2010 wurde ich in den Vorstand gewählt.

Was begeistert Sie an dem Thema „Qualität“?

Vor allem die Bandbreite. Es geht bei Qualität nicht nur um die technische Exzellenz, sondern die Organisation in den Unternehmen. So abstrakt sich die Methoden anhören mögen, so konkret ist Qualität in der Praxis erfahrbar. In einem sich kontinuierlich verschärfenden Wettbewerbsumfeld hilft das Qualitätsmanagement gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es gibt Orientierung, fördert die Kompetenzentwicklung und bringt Klarheit hinsichtlich der Frage, wie ich ein Unternehmen organisiere. Qualität hat für mich vor allem drei Komponenten: technisch, organisatorisch, menschlich. Technisch und organisatorisch gilt es, die Prozesse so zu gestalten, dass die Produkte den Kundenanforderungen entsprechen. Die menschliche Komponente umfasst die Frage, wie ich den Menschen dabei helfen kann, Qualität umzusetzen und Erfüllung im Handeln zu finden. Qualität manifestiert sich im Erleben des Endnutzers. Dies gilt vielleicht in unterschiedlichem Maße in verschiedenen Bereichen, besonders aber beispielsweise in der Medizintechnik, wenn Menschen eine Spritze erhalten, die nicht schmerzt – und den Wirkstoff dort platziert, wo er wirkt.

Digitalisierung, verkürzte Produktlebenszyklen, sich wandelnde Kundenanforderungen, agile Arbeitsformen – welche Relevanz hat das Thema „Qualität“ heutzutage noch?

Die Bedeutung von Qualität ist extrem hoch – sie vermittelt Werte und wird daher noch wichtiger. Der Qualitätsbegriff wird sich vielleicht nicht grundlegend ändern, aber er muss grundlegende Entwicklungen berücksichtigen. Das Ausbuchstabieren des Qualitätsbegriffs bedeutet für mich, einen Leitstern für mein Unternehmen zu haben – egal in welchem Bereich und in welcher Branche. Auch die Sicht des Qualitätsmanagements zielt auf neue Lösungen für die digitale Transformation. Es gilt neue Fragen zu stellen. Wie vermeide ich beispielsweise Überproduktion vor dem Hintergrund sich verkürzender Produktlebenszyklen? Wie reagiere ich auf geänderte Kundenanforderungen? Welchen Beitrag leiste ich zu den drängenden gesellschaftlichen Fragen? Es reicht nicht mehr nur, die Basisanforderungen zu erfüllen. Die Produktionsbedingungen spielen eine immer größere Rolle und Nachhaltigkeitsaspekte treten in den Vordergrund. Das ist die Verbindung des Begriffs der  Qualität zur Sinnstiftung. Das kann sehr motivierend wirken. Ich bin überzeugt, wer bei Qualität nur an die Produktbeschaffenheit und nicht an die Art der Produkterstellung denkt, der verschenkt große Potenziale.

Es geht nicht nur um Zuverlässigkeit, sondern auch um Vertrauenswürdigkeit. Im Englischen gibt es dafür das schöne Wort „Trustworthyness“. Man muss sich eines Vertrauens auch würdig erweisen.

Dazu gehört auch, dass Qualität für mich eine Dimension der Eigenverantwortung beinhaltet. Wir müssen also mehr auf die Menschen, mehr auf die Verantwortung und nicht so sehr auf abstrakte Systeme setzen. Für mich hieße das: Weg von der kleinteiligen Intervention von oben hin zu mehr Eigenverantwortung der Handelnden.

Sie gehören schon seit 2010 dem Vorstand an. Was hat Sie dazu motiviert, die Nachfolge von Herrn Hansen als Präsident anzutreten?

Die Befassung mit Qualität hat mich über meine gesamte berufliche Laufbahn hinweg begleitet und mir sehr viel gegeben. Auch stelle ich immer wieder fest, dass sich viele meiner Mitarbeitenden am WZL in Aachen, an vielen Lehrstühlen und in den Betrieben dafür begeistern. Wie gesagt – Qualität wirkt oft motivierend, weil sie immer auch zu einer Sinnstiftung beitragen kann. Es ist eben schon angeklungen, dass auch der Qualitätsbegriff sich an neue Entwicklungen anpassen muss. Es ist ein Begriff, um den wir alle gemeinsam ringen sollten. Wir müssen uns immer wieder fragen: Was ist Qualität und wie münzen wir diesen Wert in vielen Bereichen hier in einen Wettbewerbsvorteil um? Die Deutsche Gesellschaft für Qualität ist für mich mit ihren zahlreichen Mitgliedern, Delegierten, Regionalkreisen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genau die richtige Organisation, um eine Plattform für einer solche Diskussion zu bieten und den Qualitätsbegriff mit Leben zu füllen. Dieser Weiterentwicklung haben sich besonders auch die starken Kolleginnen und Kollegen im Vorstandsteam verschrieben.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen der DGQ in den kommenden Jahren?

Die DGQ sollte sich aus meiner Sicht neben den klassischen produzierenden Branchen auch in anderen Bereichen engagieren, um dort neue Mitglieder und Kooperationspartner zu gewinnen. Beim Thema „Pflege“ haben wir uns beispielsweise schon auf den Weg gemacht. Es gibt aber noch weitere spannende Branchen, wo wir den Qualitätsgedanken und die Diskussion darum weiter fördern können. Da müssen wir auch mal deutlicher in der Öffentlichkeit auftreten – und vielleicht auch mal plakativ, einfach „talkshow-tauglich“ argumentieren. Auf den groben Klotz der Geringschätzung der Qualität als Haltung des Wollens und des fakten- und qualifikationsbezogenen Handelns als Grundlage unseres Wohlstandes gehört der grobe Keil, dass interventionistisches Agieren eben das Gegenteil davon ist. Der Beschluss von noch so vielen Vorlagen hat geringen Effekt. Für eine Wirkung bedarf es schon des Bemühens und des Machens.

Was wollen Sie anders machen, was wollen Sie beibehalten?

Viele wichtige Strukturelemente sind in der DGQ in den letzten Jahren bereits geschärft worden. Auch strategisch wurden ebenfalls einige Weichen gestellt. Dazu gehört, dass wir unsere Kernthemen – wie beispielsweise QM und QS – gerade unter der Perspektive des Wandels weiterentwickeln. Gleichzeitig möchten wir Fokusthemen – zunächst sind dies Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Pflege – verstärkt besetzen, die aufgrund ihrer grundsätzlichen Gesellschaftsrelevanz neue Öffentlichkeiten und Zielgruppen erschließen. Hierbei bieten wir einerseits eine Plattform für den neutralen Austausch und schlagen dabei immer auch die Brücke zu dem, was Qualität prägt.

Diese Entwicklung durfte ich als Vorstand bereits aktiv mitbegleiten. Diesen Weg möchte ich grundsätzlich weiterbeschreiten. Gerne möchte ich das DGQ-Netzwerk insgesamt weiterentwickeln. Dazu gehört es auch, die Regionalkreise, die Fachkreise sowie die anderen Netzwerkgruppen zu unterstützen. Bei den virtuellen Veranstaltungen und auf der DGQplus-Plattform passiert das beispielsweise bereits. Denn ein starkes Netzwerk stärkt auch die Mitgliedschaft und vergrößert den Nutzen. Neben einer weiteren Aktivierung des Netzwerkes freue ich mich natürlich auch über eine Steigerung der Anzahl der persönlichen wie der Firmenmitglieder.

Was werden die Schwerpunkte Ihrer Arbeit als Präsident sein?

Ich möchte gerne weiter daran arbeiten, dass wir neben unseren klassischen auch neue Branchen mit wichtigen Impulsen erschließen. Ein wichtiges Thema wird die Digitalisierung bleiben. Es ist wichtig, dass wir neue „Peer-Gruppen“ erschließen, jüngere Menschen erreichen, sie für die DGQ gewinnen und die Vielfalt unserer Gesellschaft mit ihren Herausforderungen und Chancen abbilden. Dafür gilt es, die Vorteile einer Mitgliedschaft deutlicher hervorzuheben. Gerade die letzte Netzwerkbefragung hat ergeben, dass wir durch die Digitalisierung unseres Angebots schon die richtigen Dinge zur Verfügung stellen. Vor allem im letzten Jahr haben wir hier einiges sehr kurzfristig erreicht. Mein Dank gilt hierbei den hauptamtlichen Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Mitgliedern und allen weiteren Beteiligten. Die Befragung hat aber auch gezeigt, dass wir den Nutzen für Mitglieder noch deutlicher nach Außen darstellen müssen.

Darüber hinaus hat die letzte, lebhafte Delegiertenversammlung im April das große Interesse an der Weiterentwicklung der DGQ gezeigt. Es gab bei dieser Veranstaltung zahlreiche hilfreiche Hinweise der Delegierten. Gerne möchte ich den Dialog dazu fortsetzen, um die DGQ mit ihrem Netzwerk weiterzuentwickeln.

European Organization for Quality: Hohe Auszeichnung für früheren DGQ-Präsidenten Udo Hansen

Der ehemalige DGQ-Präsident Udo Hansen hat den EOQ Georges Borel Award der European Organization for Quality (EOQ) erhalten. Die EOQ ehrt mit dieser Auszeichnung Persönlichkeiten, die einen herausragenden Beitrag zur Umsetzung der EOQ-Mission und zur Entwicklung des Qualitätsgedankens auf europäischer Ebene geleitstet haben. Die Verleihung des Awards erfolgte online im Rahmen der EOQ-Sitzung am 15. September 2021.

In seiner Laudatio bezeichnete Torolf Paulshus, Präsident der EOQ, den Preisträger als eine visionäre Führungspersönlichkeit, die sich maßgeblich bei der Transformation der EOQ zu einer modernen und lebendigen Organisation mit klarem strategischen Fokus eingebracht habe. Bereits 2016 habe der frühere DGQ-Präsident betont, dass eine Erneuerung der EOQ erforderlich sei und dieses Ziel vorangetrieben. Durch seine Analysen, Argumente und Statements habe er die neue strategische Ausrichtung der EOQ nachhaltig mitgestaltet.

Neben dem EOQ Georges Borel Award wurde Hansen auch zum Ehrenmitglied der EOQ ernannt. Erst im April dieses Jahres hatte Hansen den Staffelstab als DGQ-Präsident an Prof. Dr. Robert Schmitt übergeben. Zuvor fungierte er seit 2004 als Vorstandsmitglied und führte die DGQ als Präsident seit 2014.