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FQS unterstützt Forschungsprojekt des WZL der RWTH Aachen und der Universität São Paulo

Viele Unternehmen verlagern heutzutage ihre Produktionsstandorte ins Ausland. Dies bringt Herausforderungen, wie beispielsweise länderspezifisch variierende Qualifikationsniveaus der Arbeitskräfte, mit sich. Wie können diese Unternehmen dennoch ein hohes Qualitätsniveau gewährleisten? Dieser Frage widmet sich das von der Forschungsgemeinschaft Qualität e. V. (FQS) geförderte internationale Forschungsprojekt „Augmented Intelligence based Quality Assurance of Assembly Tasks in Global Value Networks“ (AuQuA). An der Kooperation beteiligt sind das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen, die Mechatronik-Gruppe der Universität São Paulo sowie Prof. Sanderson Barbalho von der Universidade de Brasília. Entwickelt wird ein intelligentes Montageunterstützungssystem, das mithilfe von Augmented Reality automatisiert Montageanleitungen für Arbeiter anfertigt und verbessert.

Ziel des Projektes ist, „die Qualität einer Produktion standort- sowie mitarbeiterqualifikationsunabhängig auf ein gleichbleibend hohes Niveau zu elevieren und kontinuierlich mit Methoden der Künstlichen Intelligenz zu verbessern“, so Prof. Robert Schmitt, Direktor des WZL.

Die FQS wird in den zwei Jahren, auf die das Projekt ausgelegt ist, koordinativ und beratend agieren. Im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsordnung und der Collective Research Network (CORNET) Initiative wird das Projekt unter der Nummer 273 EN durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier».

FQS-Forschungsprojekt: „AM Analytics“ (Automatisierte in-situ Defekterkennung in der pulverbettbasierten additiven Fertigung)

Im Projekt AM Analytics soll eine automatisierte in-situ Defekterkennung in der pulverbettbasierten additiven Fertigung (PBF: Powder Bed Fusion) mit Hilfe von Methoden der statistischen Analytik von optischen in-situ Messdaten und nachgelagerten µCT-Messungen entwickelt werden. PBF-Verfahren für Metalle und Kunststoffe sind vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation die technologische Disruption in zentralen Branchen der industriellen Produktion, wie beispielsweise der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrttechnik oder des Automobilbaus. (mehr …)

FQS-Forschungsprojekt: Crowd-basierte Mechanismen für KMU

Crowdworking hat in den letzten Jahren, auch durch die wachsende Digitalisierung, stark an Bedeutung gewonnen. International tätige (Groß-) Unternehmen nutzen bereits heute intensiv Crowd-basierte-Ansätze, sowohl extern als auch innerhalb ihres Unternehmens. Für KMU bietet diese neue Form der Arbeitsorganisation allerdings noch erhebliches ungenutztes Potenzial: einen einfachen und schnellen Zugriff auf externe Experten, effizienterer Einsatz interner Ressourcen, Nutzung von Arbeitsleistungen „On Demand“ sowie großes Innovationspotenzial und Kostenvorteile. Allerdings sind die Handhabung derartiger Mechanismen und die damit einhergehenden Erfordernisse, insbesondere zur Sicherstellung der Qualität der gelieferten Arbeitsergebnisse und deren einfacher Integration in die internen Unternehmensprozesse, KMU bisher nur wenig bekannt und stellt diese zunächst vor Herausforderungen. Das Projekt zielt daher auf die Entwicklung eines Referenzprozessmodells inklusive konkreter Handlungsempfehlungen für ein umfassendes Qualitätsmanagement ab, mit denen die effiziente und effektive Nutzung Crowd-basierter Mechanismen durch KMU möglich wird. (mehr …)

FQS-Forschungsprojekt »reQenrol« sucht Industriepartner für Teilnahme

Eine qualitätsorientierte Personaleinsatzplanung auf Basis von Mitarbeiterqualifikationen und –kompetenzen stellt eine Grundvoraussetzung für die Schaffung hoher Produktqualität bei überwiegend manuellen Produktionsprozessen dar. Etablierte Softwaresysteme stellen bisher nur wenige unterstützende Funktionen für die überwiegend manuelle und zeitintensive Einsatzplanung bereit. Produktionsaufträge und papier- oder excel-basierte Qualifikationsmatrizen sind typischerweise die Planungsgrundlage. Die Aktualität der Daten hängt von einer manuellen, jedoch oft vernachlässigten Pflege ab. Dies erschwert eine systematische Qualifizierung und Kompetenzsteigerung der Mitarbeiter, die zur Einhaltung der Qualitätsstandards und den flexiblen Einsatz der Mitarbeiter anzustreben ist. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist zudem eine ausreichende Verfügbarkeit qualifizierter und kompetenter Mitarbeiter oft nicht gegeben.

Ziel des Forschungsvorhabens „reQenrol“ ist daher die Kompetenz- sowie qualitätsbasierte Personaleinsatzplanung und -schulung in der Produktion mithilfe von Smart Devices. Prozesserfahrene Mitarbeiter erstellen aus einem unternehmensspezifischen und app-basierten Prozessbaukasten modulare sowie multimediale Anleitungen für die Ausübung typischer Arbeitsschritte. Eine teil-automatische, qualitätsorientierte Einsatzplanung der verfügbaren Produktionsmitarbeiter erfolgt auf Grundlage von Qualifikations- und Kompetenzprofilen, die in einer geeigneten Datenbank vorgehalten werden. Basierend auf den Kompetenzprofilen werden Mitarbeitern mit nicht ausreichender Kompetenz individuelle Schulungsunterlagen zur Schließung der Kompetenzlücke während der Ausübung der Tätigkeiten über eine App bereitgestellt. Das Kompetenzprofil wird nach Erreichen von Zielwerten durch den Mitarbeiter (z.B. konstant hohe Qualität der gefertigten Produkte) aktualisiert.

Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit sich als Anwender oder Befähiger an »reQenrol« zu beteiligen. Anwender können im Rahmen von »reQenrol« Anforderungen und Anwendungsfälle für die zu entwickelnden Teillösungen (Prozessbaukasten, Einsatzplanung, individualisierte Bereitstellung der Schulungsunterlagen) einbringen. Als Befähiger werden Unternehmen gesucht, die Softwaresysteme für die Produktion (z.B. ERP, MES, CAQ) bzw. Assistenzsysteme für Mitarbeiter entwickeln. Diese Unternehmen können Knowhow und Anforderungen für die Anbindung und Ausgestaltung der einzelnen Softwaresysteme in das Projekt einbringen. Die Ergebnisse des Projektes, wie erarbeitete Konzepte sowie Prototypen der entwickelten Anwendungen, werden allen beteiligten Unternehmen zur Verfügung gestellt. Für weitere Informationen steht Ihnen Karl Lossie (Telefon: +49 241 8904-299, E-Mail: karl.lossie@ipt.fraunhofer.de) zur Verfügung. Die Projektlaufzeit ist von September 2020 bis August 2022 geplant.

FQS-Forschungsprojekt „GeoFit“: Qualitätsprognose geometrischer Merkmale durch virtuellen Zusammenbau mit realen Messdaten

Tolerierung geometrischer Abweichungen von Bauteilen wird mit zunehmenden Anforderungen an die Produkte immer wichtiger. Zu enge Toleranzen können hohe Kosten, zu große Abweichungen eine mangelhafte Funktionalität des Produkts verursachen. Toleranzen und Abweichungen betreffen immer den Verbund aller an einem Zusammenbau beteiligten Bauteile. Ziel des Forschungsprojekts GeoFit der Forschungsgemeinschaft Qualität ist daher die Verbesserung der vollständigen, durchgängigen Nutzung von geometrischen Messdaten.

Hierfür wird ein neuer Ansatz in GeoFit entwickelt, in welchem die geometrischen Eigenschaften im Zusammenbau interpretiert werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist außerdem die Entwicklung der Messtechnik-Algorithmen zum virtuellen Zusammenbau mit realen Messdaten. Geeignete Algorithmen werden künftig hochrelevant sein, da die Normung zur Bezugsbildung die Nachbildung des Kontakts zwischen Bauteilen zunehmend hervorhebt (z.B. Norm ISO 5459:2011).

Im Projekt entsteht ein Demonstrator, der durch eine an die DGQ-Methode „Mix Sigma“ angelehnte Auslesepaarung eine bestmögliche Kombination von Bauteilen erzeugt. Die durchgängige Nutzung der Geometriedaten wird dadurch auf den Produktionsprozess ausgedehnt.

Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, sich als Mitglied des Projektbegleitenden Ausschusses zu beteiligen. Hierbei bringen Sie Ihre Anforderungen aus der Praxis ein und gestalten so das Forschungsvorhaben mit. Für die Finanzierung des Projektmanagements erhält die FQS von den beteiligten Unternehmen einen Förderbeitrag von 2.000 Euro für KMU (Jahresumsatz nicht größer als 125 Mio. Euro) bzw. 4.000 Euro für Nicht-KMU. Start-ups innerhalb drei Jahre nach Gründung bleiben kostenfrei.

Die Projektlaufzeit ist ab Mitte 2020 für zwei Jahre geplant. Für weitere Informationen steht Manuel Kaufmann vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA (E-Mail: manuel.kaufmann@ipa.fraunhofer.de, Telefon +49 711 970-1833) zur Verfügung.

Hier geht es zu einer Kurzbeschreibung des FQS-Projekts „GeoFit“ »

Die FQS tritt AiF-Forschungsallianz Medizintechnik (FAM) bei

Seit Anfang April 2019 ist die FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. Mitglied der neu gegründeten AiF-Forschungsallianz Medizintechnik (FAM). Mit dem 1. Gemeinsamen Fachkolloquium Medizintechnik fand am 9. April 2019 die erste öffentliche Veranstaltung der FAM in Frankfurt am Main statt.

Als Forschungsinstitution der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) war die FQS bereits zuvor ordentliches Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF).

Die DGQ hat im Jahr 2018 drei Fokusthemen definiert, die sie künftig stärker besetzen wird: Digitalisierung, Gesundheit und Pflege sowie Sicherheit. Die FQS nimmt diese Themen auf und entwickelt ihr Forschungsportfolio hier schwerpunktmäßig weiter. Im Bereich Gesundheit sieht sie vor allem im Bereich der Medizintechnik aber auch bei Qualitätsfragen der Medizinprodukte und -dienstleistungen hierfür zentrale Ansatzpunkte. Die FQS plant, mit dem Fachkreis Gesundheit, den Qualitätsleiterkreisen und interessierten Regionalkreisen der DGQ intensiv zusammenzuarbeiten. Zudem sind Kooperationen mit Institutionen der Gesundheitswirtschaft aus dem Netzwerk der DGQ vorgesehen. Dazu gehören beispielsweise Krankenhäuser, ärztliche Versorgungszentren oder Branchenverbände. Insbesondere sollen Synergien zwischen technologischer und organisatorischer Innovation im Gesundheitsbereich vorangebracht werden.

Die AiF-Forschungsallianzen sind Kooperationen mehrerer AiF-Forschungsvereinigungen. Sie verfolgen das Ziel, ein bestimmtes Themenfeld durch intensiven inhaltlichen Austausch und Kooperationsprojekte fachlich voranzubringen und für eine stärkere Sichtbarkeit gegenüber der Öffentlichkeit zu sorgen.

Die FAM beabsichtigt, im Verbund mit den anderen Mitgliedern der Forschungsallianz wirtschaftlich relevante Forschungsfragen der Medizintechnik zu bearbeiten und sich dabei Qualitätsaspekte zu konzentrieren. Dies erfolgt durch die industrielle Gemeinschaftsforschung, ein lang bewährtes Förderinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf den Bedarfen kleinerer und mittelständischer Unternehmen.

Weitere Informationen sind auf der FAM-Webseite erhältlich.

FQS plant zwei weitere Forschungsprojekte

Erfassung und Handhabung von Kundenkompetenz im Anlagengeschäft

Kundenkompetenz ist im Anlagengeschäft häufig eine große und kritische Unbekannte. Denn in kaum einem anderen Bereich hängt der Projekterfolg so stark vom Wissen und Können des Abnehmers ab. Probleme beginnen schon bei der Schilderung von technischen Fakten, vergrößern sich, wenn Anforderungen präzise und umfassend benannt werden sollen und ziehen sich nicht selten bis in die Phase der Nutzung. Ändern soll dies ein neues FQS-Projekt, das das RIF Dortmund (RIF Institut für Forschung und Transfer) in Kürze mit der Universität Kassel startet. Es hat das Ziel, ein Software-Instrument zu entwickeln, das es erleichtert, unterschiedliche Kundenkompetenz-Profile in komplexen Anlagengeschäften zu erheben, zu bewerten und mit ihnen umzugehen.

Anlagenbauern drohen juristische Streitigkeiten und Vertragsstrafen. Sehr oft ist ihnen schlicht eine verlässliche Ressourcenplanung unmöglich, da es Angeboten wegen fehlender Informationen von Kundenseite an Genauigkeit und damit Verlässlichkeit mangelt. Bisher fehlt eine systematische Methode für den Umgang mit unterschiedlichen Profilen von Kundenkompetenz im Anlagengeschäft. Hier setzt das FQS-Forschungsprojekt an.

Interessierte Unternehmen können die Institute im projektbegleitenden Ausschuss beraten oder Informationen zur Verfügung stellen. Diese werden dann im Rahmen des Forschungsprojektes ausgewertet. Im Gegenzug profitieren sie von den Forschungsergebnissen. Gesucht werden vor allem kleine und mittelständische Unternehmen.

Ansprechpartner ist Prof. Dr.-Ing. Robert Refflinghaus (refflinghaus@uni-kassel.de), Tel.: 0561/804-4671

Produktionsnahe Fehlerabstellprozesse

Für den wirtschaftlichen Erfolg deutscher Unternehmen ist es entscheidend, Fehler wirksam abzustellen. Ein weiteres neues Forschungsprojekt der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. und des WZL (Werkzeugmaschinenlabor) Aachen soll hierzu einen Beitrag leisten. Es beschäftigt sich mit produktionsnahen Fehlerabstellprozessen.

Wie sinnvoll es ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, zeigt sich besonders deutlich bei Betrachtung der Gewährleistungs- und Kulanzkosten: Nach brancheninternen Erhebungen entsprechen diese Kosten dem gesamten Budget für Forschung und Entwicklung. Die Dimensionen zeigen, dass es für Unternehmen von großem finanziellem Interesse ist, Fehler und ihre Ursachen bereits in frühen Stadien der Produktentstehung zu erkennen und abzustellen.

Insbesondere im deutschen Werkzeugmaschinenbau sind die hierzu erforderlichen Fehlerabstellprozesse allerdings vielfach nur unzureichend ausgeprägt. Oft herrscht eine unzureichende Fehlerkultur, die den geförderten Umgang mit Fehlern, die organisatorische Verankerung der Fehleraktion sowie die Festlegung von Rollen mit entsprechenden Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten beschreibt. Weiterhin werden Fehlerabstellprozesse in dem beschriebenen Umfeld selten effektiv und effizient durchgeführt.

Das Software-Tool, das im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelt werden soll, versetzt Unternehmen in die Lage, ihre Prozesse und Strukturen im Fehlerabstellprozess schnell und einfach zu untersuchen, zu bewerten und gezielt zu verbessern. Berücksichtigt werden jeweils individuelle Anforderungen wie auch adäquate Lösungen aus den „Best-Practices“ und der aktuellen Forschung.

Weitere Informationen erhalten interessierte Unternehmen bei Robin Türtmann (r.tuertmann@wzl.rwth-aachen.de, Tel.: 0241/80-20716.

FQS plant neues Forschungsprojekt zur „Industrie 4.0-Readiness“

Industrie 4.0 ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen der Produktion und bietet enorme Wirtschafts- und Einsparpotenziale. Große Unternehmen wie Siemens und Infineon sind bereits heute auf dem Weg ins neue industrielle Zeitalter. Nun startet ein neues Forschungsprojekt zum Thema Industrie 4.0. Es trägt den Titel FuRi-Man – Future-proof, risk-based software selection for small and medium enterprises in industry 4.0 manufacturing. Es soll kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützten, entsprechende Softwaresysteme auszuwählen und zu integrieren. Initiator des Projekts ist das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen. Betreut wird es von der FQS- Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, Teil des Projekts zu werden und aus erster Hand von den Ergebnissen zu profitieren.

„Softwaresysteme für produzierende Unternehmen gibt es wie Sand am Meer“, sagt Projektmanagerin Verena Mennicken, die das Forschungsprojekt bei der FQS begleitet. „Sie unterstützen dabei, Betriebsressourcen zu verwalten, Aufträge zu planen und die erzeugte Qualität zu erfassen und auszuwerten. Darüber hinaus eignen sich solche Systeme, um Dokumente zu verwalten, Aufträge zu handlen und Fehler zu verarbeiten. Derart komplexe Produkte anzuschaffen, ist jedoch mit hohen Kosten und Risiken verbunden. Eine weitere Herausforderung stellt die Fülle an unterschiedlichen Systemen dar, die es erschwert, ein System auszusuchen, das zum jeweiligen Unternehmen passt. „An diesem Punkt setzt unser Forschungsprojekt an“, erklärt Mennicken. „Es zielt darauf ab, Antworten auf die Frage zu liefern, welche Softwaresysteme und -funktionalitäten KMU benötigen und wie diese sicher und risikofrei eingeführt werden können. Im Rahmen der Arbeiten erfolgt unter anderem die Bewertung der „Industrie 4.0-Readiness“ für Firmen aus der Industrie sowie die Ableitung konkreter Entwicklungsmöglichkeiten.

Fragen zum neuen Forschungsprojekt beantwortet Eike Permin vom IPT telefonisch unter 0241 8904-452 oder per E-Mail an eike.permin@ipt.fraunhofer.de.

 

Neuer FQS-Band zur Planung und Durchführung von Sourcingprojekten

Aufgrund der globalen Vernetzung der Wirtschaftsräume, versuchen viele Unternehmen durch Beschaffung in Niedriglohnländern Kosten zu senken. Die Herausforderung dabei ist, Lieferanten ohne Qualitätseinbußen zu entwickeln. Zudem gilt es, den erhöhten Koordinationsaufwand erfolgreich zu meistern. Wie dies gelingt, zeigt ein neuer Leitfaden der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V.

Mithilfe einer neuen umfassenden Methode unterstützt er Unternehmen bei sämtlichen projektrelevanten Schritten – von der IST-Analyse bis hin zur Entscheidung über Lieferantenentwicklungsmaßnahmen. Marktdynamiken und Risiken werden ebenfalls integriert, um dynamisch auf veränderte Umfeldeinflüsse reagieren zu können.

Durch die Anwendung des im Leitfaden beschriebenen Konzepts können Unternehmen den Aufwand einer Lieferantenentwicklung strukturieren und nach bestimmten Projektphasen über die Projektfortführung entscheiden. Dazu stehen zwei in MS Excel® umgesetzte Softwarefunktionsmuster zur Verfügung, die die Anwendung in die Praxis erleichtern.

Leitfaden bestellen >>>

Produzierendes kleines oder mittelständisches Unternehmen für DGQ-Forschungsprojekt „Lean und Green produzieren“ gesucht

Stark schwankende und deutlich steigende Energie- und Rohstoffkosten sind für produzierende Unternehmen eine zunehmende Herausforderung. Erklärtes Unternehmensziel sollte daher das gewinnbringende Wirtschaften innerhalb großer Preisspannen von Energieträgern und Ressourcen sein. Um Preiserhöhungen gegenüber Kunden zu vermeiden, muss hierfür die Effizienz der Produktion bezüglich Organisation (Lean) und Ressourceneinsatz (Green) verbessert werden.

Die DGQ-Forschung führt hierzu ab Januar 2014 gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Produktionstechnik ein Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung einer schlanken und nachhaltigen Produktion bei KMU durch. Ziel ist es, Ertragssteigerungen durch den Einsatz von Lean- und Green-Methoden bereits vor ihrer Einführung und der damit verbundenen Investition bewerten zu können. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist dies besonders wichtig, da sie im Vergleich zu Großkonzernen über geringere finanzielle Mittel verfügen.

Das Projekt wird vorrangig mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Branchen Maschinenbau und Elektronikkomponenten durchgeführt. Unternehmen, die an dem Forschungsprojekt teilnehmen möchten, erhalten weitere Informationen bei Steven Peters, T 0721 608-42444, steven.peters@kit.edu (Stichwort: Lean-/Green-Konzept)

Neuer FQS-Band zur voraussagenden Instandhaltung erschienen

Unternehmen mit kostenintensiven Produktionsmaschinen müssen eine hohe Maschinenauslastung erzielen. Der neue FQS-Bande 83-06 „Voraussagende Instandhaltung mit der Digitalen Maschinenakte“ unterstützt Betriebe dabei, die Instandhaltungsqualität ihrer Produktionsanlagen zu steigern.

Die zustandsorientierte Instandhaltung von Produktionsanlagen verspricht gegenüber anderen Instandhaltungsstrategien ein besseres Verhältnis von Verfügbarkeit zu Instandhaltungskosten. Maschinenspezifische Daten und Dokumente können digital erfasst, verwaltet und zwischen Herstellern, Betreibern und Dienstleistern ausgetauscht werden. Dabei ist die Qualität der Informationen das entscheidende Kriterium. Ausgewählte Maschinendaten können mit Hilfe Neuronaler Netze analysiert werden, um Vorhersagen zum Maschinenzustand abzuleiten und den optimalen Wartungszeitpunkt vorherzusagen.

Dieser neuartige Ansatz vereinfacht die Einführung der zustandsorientierten Instandhaltung durch maschinelle Lernverfahren und ist insbesondere für Anlagen mit einem bisher unbekannten Ausfallverfahren geeignet.

Weitere Informationen zu Band und Bestellmöglichkeit unter https://www.dgq.de/weiterbildung/literatur/lit-fqs83.htm

Prozesse unter Berücksichtigung der Unternehmenskultur systematisch verändern

Neuer FQS-Band zu Change Management

Unternehmen, die sich kontinuierlich mit der Restrukturierung ihrer Prozesse befassen, sind rentabler als solche, die nur in Krisenzeiten reagieren. Oft sind es weniger groß angelegte Initiativen auf Unternehmensebene, die versprechen, die Gesamtperformance zu steigern. Gerade die dezentral initiierten Veränderungsvorhaben auf Abteilungs- oder Bereichsebene können einen großen Beitrag zur Effizienz des operativen Tagesgeschäfts leisten. Doch häufig werden Veränderungsprozesse, vor allem aufgrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen bei KMU, unsystematisch vorangetrieben. Einzelne Methoden bieten zwar Anhaltspunkte, welche Maßnahmen und Werkzeuge eingesetzt werden können, um ein systematisches Vorgehen zu erreichen, jedoch liefern sie keine Auswahlhilfe für unterschiedliche Unternehmen oder kulturelle Rahmenbedingungen. Aber gerade diese dürfen nicht außer Acht gelassen werden, da Unternehmen offene, sozio-technische Systeme sind, die auf Änderungen reagieren und deren Mitglieder aufgrund ihrer Motivation handeln.

Im Rahmen des von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) und der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. geförderten Projekts wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie (IPT), Aachen, und dem Aachener Institut für Unternehmenskybernetik IFU e.V. eine praxisnahe Handlungsunterstützung entwickelt, um Change-Projekte kulturgerecht zu gestalten. Damit kann der für die meisten Unternehmen überlebenswichtige Erfolg von Veränderungsprojekten erhöht werden. Die Beteiligten haben die Relevanz einzelner Kulturmerkmale bezüglich verschiedener Typen von Change-Prozessen identifiziert und eine Unterstützung zur kulturgerechten Methodenauswahl entwickelt. Jetzt liegt das Ergebnis als FQS-DGQ-Band dokumentiert vor. Die darin enthaltene CD-ROM unterstützt bei der Analyse der Unternehmenskultur und ist mittels Schritt-für-Schritt-Vorgehen detailliert beschrieben.

„FQS-DGQ-Band 88-06: Change Management – Systematik zur unternehmenskulturgerechten Umsetzung organisatorischer Veränderungsprozesse“, 1. Auflage 2011, A4, 84 Seiten + CD-ROM, 79 Euro, ISBN 978-3-940991-07-2

Interessierte Unternehmen zur Mitarbeit an FQS-Forschungsprojekt gesucht:

Innovative Qualitätssicherungsstrategien für global verteilte Wertschöpfungsnetzwerke

Für Unternehmen mit global verteilten Wertschöpfungsketten ist es eine besondere Herausforderung, die Qualität Ihrer Produkte zu sichern. Sie dabei zu unterstützen ist Ziel eines neuen FQS-Forschungsprojekts, das sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen richtet. Ab sofort sucht die Forschungsgemeinschaft Qualität interessierte Unternehmen zur Mitarbeit.

Das Ergebnis des Projekts wird eine Methodik sein, die es Organisationen ermöglicht, eine individuelle Qualitätssicherungsstrategie zu entwickeln. Im Fokus steht dabei nicht nur Produktqualität. Das entwickelte Verfahren soll darüber hinaus durch die bestgeeignete Verteilung von QS-Maßnahmen an den Standorten und effiziente Informations- und Datenflüsse dazu beitragen, Kosten zu senken und die Effektivität und Effizienz zu steigern.

Interessenten erhalten weitere Informationen bei Benjamin Viering.

Kontakt:
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Produktionstechnik
Benjamin Viering
T 0721-608 42-444
viering@wbk.uka.de

Interessierte Unternehmen zur Mitarbeit an FQS-Forschungsprojekt gesucht

Qualitätsbewertung technischer Produkt-Service Systeme am Beispiel der Werkzeugmaschinenbranche Kunden von Werkzeugmaschinenherstellern fragen längst nicht mehr nur reine Sachprodukte nach. Sie erwarten maßgeschneiderte Problemlösungen, die aus einer Kombination von Sach- und Serviceprodukten bestehen, so genannte Produkt-Service Systeme (PSS). Die Qualität dieser Systeme mithilfe von Kennzahlen zu bewerten, ist Ziel eines neuen Forschungsprojekts der FQS.

Die Fähigkeit, kundenindividuelle Produkt-Service Systeme zu entwickeln und anzubieten, ist seit Jahren eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiche Werkzeugmaschinenhersteller. Vor diesem Hintergrund ist die Qualitätsführerschaft bei PSS eine erfolgsversprechende Wettbewerbsstrategie. Vorausgesetzt, die Qualität der Systeme lässt sich bewerten. Im Fokus stehen dabei nicht mehr allein die technischen und funktionellen Eigenschaften eines Sachprodukts. Die Qualität der gesamten Problemlösung im Laufe einer Hersteller-Kunde-Beziehung spielt eine ebenso große Rolle.

Das Konzept, das im Rahmen des geplanten FQS-Projekts entwickelt wird, soll als anwendungsfreundliches Hilfsmittel dienen, um Schwachstellen im PSS aufzudecken. Unternehmen hätten so die Möglichkeit, Verbesserungsmaßnahmen systematisch abzuleiten und die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen noch besser aufeinander abzustimmen. Für die Mitarbeit an diesem Projekt werden noch interessierte Unternehmen gesucht. Ansprechpartner:
Technische Universität Kaiserslautern
Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation – FBK –
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sebastian Waltemode
T 0631-205-3224
waltemode@cpk.uni-kl.de Dipl.-Ing. Carsten Mannweiler
T 0631/205-4210
mannweiler@cpk.uni-kl.de

Neues FQS-Forschungsprojekt steigert Energieeffizienz

Am 1. März 2011 ist das von der FQS betreute Forschungsprojekt „Energie-Managementsystem zur bedarfsgerechten Integration in bestehende Qualitätsmanagement-Strukturen“ gestartet. Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen wird in den nächsten zwei Jahren eine Methodik zur Einführung eines Energie-Managementsystems nach DIN EN 16001 entwickeln. Das Projekt richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die bereits über ein zertifiziertes Managementsystem verfügen, zum Beispiel nach DIN EN ISO 9001. Damit von den Ergebnissen auch Organisationen profitieren, die in Sachen Zertifizierung noch ganz am Anfang stehen, soll das zu entwickelnde Managementsystem auch ohne vorhandene Strukturen implementierbar sein. KMUs haben so erstmals die Gelegenheit, ihre Energieeffizienz ganzheitlich zu analysieren, zu verbessern und die Forderungen von DIN EN 16001 zu erfüllen. Auf diese Weise ermittelte Potenziale sollen Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern. Interessenten erhalten weitere Information bei Verena Mennicken, Projektmanagerin für nationale Forschungsprojekte bei der FQS. Kontakt: vme@dgq.de

Neues FQS-Forschungsprojekt soll ganzheitliches Risikomanagement ermöglichen

Systemisches Risikomanagement zur ganzheitlichen Betrachtung unternehmerischer Risiken am Beispiel der Medizintechnik: So lautet der Titel eines von der FQS (Forschungsgemeinschaft Qualität e.V.) betreuten Forschungsprojekts, das seit Anfang des Jahres läuft. Initiatoren sind das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und das Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik. „Ziel des Projekts ist es, die Sichtweise verschiedener Interessensgruppen – Kunden, Mitarbeiter und Geschäftsleitung – für ein ganzheitliches Risikomanagement zu nutzen“, erklärt Verena Mennicken, Projektmanagerin für nationale Forschungsprojekte bei der FQS. „Darüber hinaus soll eine lernende Risikomanagement-Organisation geschaffen werden, die verlässliche Aussagen über mögliche Risiken liefert und dabei gleichzeitig ressourcenschonend operiert.“ Die Methoden, die im Rahmen des Projekts entwickelt werden sollen, stellen den gesamten Risikomanagement-Prozess auf eine neue, innovative Grundlage. Denn mit ihrer Hilfe können Unternehmen aller Branchen die Risiken komplexer Produkte und Systeme über den gesamten Produktlebenszyklus abbilden und identifizieren. Interessenten erhalten weitere Informationen zum Forschungsprojekt bei Verena Mennicken, vme@dgq.de.

Neuer FQS-Band

Semantic Web-Technologie ermöglicht Diagnose per Servicehotline Im Werkzeugmaschinenbau nimmt der Service einen immer größeren Umsatzanteil an. Die Entscheidung des Kunden für den Kauf bei einem bestimmten Maschinenhersteller wird daher immer stärker durch den damit verbundenen Service beeinflusst. So beruhen mehr als 60 Prozent der Lieferantenwechsel nicht auf Problemen mit dem Produkt, sondern auf Unzufriedenheit mit dem Service. Um Servicemitarbeiter im Maschinenbau bei der Dokumentation von Servicefällen und der Diagnosestellung zu unterstützen, hat die FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. ein Forschungsprojekt initiiert. Sie hat es gemeinsam mit der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI), dem Institut für integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH) und dem Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover durchgeführt. Der neue FQS-Band „Unterstützung von Serviceabteilungen durch Semantic Web-Technologien“ fasst jetzt die Ergebnisse daraus zusammen. Danach können im Rahmen der Diagnoseunterstützung durch semantische Ähnlichkeitssuche thematisch und inhaltlich ähnliche Servicefälle, die bereits erfolgreich bearbeitet wurden, leicht aufgefunden werden. Das verringert den zeitlichen Aufwand, wodurch Servicetechnikereinsätze vor Ort reduziert und Kosten eingespart werden können. Denn durch das Nutzen von vorhandenem Erfahrungswissen können auch weniger erfahrene Mitarbeiter per Servicehotline eine Diagnose erstellen. Mit dieser Methode können Informationen zur Maschine, zum Kunden und zum Servicefall dokumentiert und in einem Software-Demonstrator umgesetzt werden. Als Ergänzung zur Diagnoseerstellung können die Servicefälle einer Maschine auch in Form eines Lebenslaufs dargestellt werden. Beim Aufbau einer Wissensbasis mit geringem Aufwand wurden insbesondere die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen berücksichtigt. FQS-DGQ-Band 83-05, Unterstützung von Serviceabteilungen durch Semantic Web-Technologien, FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V., 1. Auflage 2011, A4, 58 Seiten + CD-ROM, 59 Euro, ISBN 978-3-940991-09-6