In der Industrieproduktion sind Messungen vor allem im Rahmen der Qualitätssicherung, der Maßkontrolle im Fertigungsprozess sowie der Produktionsüberwachung wichtig. Geprüft werden Qualitätsmerkmale an Werkstücken, Fertigungseinrichtungen, Werkzeugen und Halbzeugen.
Der Bedarf an Messtechnikern im Produktionsumfeld wird in Zukunft weiter steigen, da die industrielle Produktion zunehmend automatisiert wird. Damit gewinnt auch die Qualitätskontrolle durch die Messtechnik weiter an Bedeutung.
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Messtechnik im Produktionsumfeld, auch als „Fertigungsmesstechnik“ bezeichnet, umfasst alle Mess- und Prüfverfahren sowie Geräte, die in der industriellen Produktion zur Qualitätskontrolle von Zwischen- und Endprodukten eingesetzt werden. Je nach Art der produzierten Güter werden dabei vor allem geometrische Maße, wie Länge, Breite, Höhe, Durchmesser oder Winkel, gemessen. Darüber hinaus werden im Rahmen der Qualitätssicherung auch Eigenschaften und Merkmale von Werkstoffen gemessen, etwa Oberfläche, Härte und Gewicht. Das Hauptziel besteht darin, durch zuverlässige Messprozesse Messungen mit möglichst hoher Genauigkeit zu erhalten, damit auftretende Maßabweichungen sicher erfasst werden können.
Messtechniker in der produzierenden Industrie übernehmen eine zentrale Rolle in der Qualitätssicherung und Fertigungsüberwachung. Die Hauptaufgaben eines Messtechnikers bestehen darin, sicherzustellen, dass Bauteile, Baugruppen und Produkte die geforderten Maße, Toleranzen, Oberflächenbeschaffenheiten, Materialeigenschaften und Qualitätsanforderungen zuverlässig erfüllen.
Dazu wählen sie geeignete Messstrategien, Messverfahren und Messmittel aus und stimmen diese auf die zu fertigenden Produkte ab.
Messtechniker sind für die Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Aussagekraft der erzeugten Messdaten verantwortlich.
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In Deutschland gibt es für den Beruf des Messtechnikers derzeit keine Ausbildung. Damit ist ein Einstieg als Messtechniker in Deutschland auch für Quereinsteiger interessant. Bestimmte Erfahrungen und Qualifikationen können bei der Bewerbung jedoch von Vorteil sein. Eine technische Ausbildung bietet dafür eine gute Grundlage. Dazu zählen beispielsweise Ausbildungen zum Industrie-, Zerspanungs- oder Verfahrensmechaniker sowie zum Mechatroniker.
Um als Messtechniker arbeiten zu können, sind bestimmte fachliche Kompetenzen notwendig. Dazu zählen insbesondere:
Bei der DGQ finden Sie passende Weiterbildungen im Bereich Fertigungsmesstechnik, um spezifische Fähigkeiten und Kenntnisse zu erlangen.
Neben den fachlichen Kompetenzen sind aber auch persönliche Fähigkeiten als Messtechniker wichtig. Dazu zählen folgende:
Sie möchten Messtechniker werden? Bei der DGQ finden Sie passende Weiterbildungen im Bereich Fertigungsmesstechnik. In Mittelpunkt steht die Lehrgangsreihe Längenprüftechnik I-III. Dort lernen Sie die wichtigsten Grundlagen der Fertigungsmesstechnik kennen und bauen Schritt für Schritt die Kompetenzen auf, die für präzises Messen in der industriellen Produktion erforderlich sind. Nach den Lehrgängen können Sie Ihre Kenntnisse mit der Prüfung und dem Zertifikat Messtechniker (DGQ) nachweisen und Ihre Qualifikation sichtbar machen. Wer seine Kompetenzen weiter vertiefen möchte, findet bei der DGQ zusätzliche Qualifizierungen, zum Beispiel zur 3D-Koordinatenmesstechnik, ebenfalls mit Zertifikatsabschluss.
Die nachfolgenden Veranstaltungen sind auch als Inhouse buchbar.
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Frankfurt am Main
10.08. – 13.08.2026
Online-Training
16.11. – 19.11.2026
Online-Prüfung
17.07.2026
Online-Prüfung
16.10.2026
Schömberg (Schwarzwald)
23.11. – 27.11.2026
Online-Prüfung
04.12.2026
Online-Training
13.07. – 14.07.2026
Köln
13.07. – 14.07.2026
Online-Training
16.09. – 17.09.2026
Frankfurt am Main
02.11. – 03.11.2026
In der betrieblichen Praxis werden Messmittel und Prüfmittel häufig an denselben Einsatzorten verwendet, z.B. in der Fertigung, im Wareneingang oder in der Qualitätssicherung. Der Unterschied ist liegt jedoch in der Verwendung: Messmittel liefern Messwerte. Prüfmittel dienen der Konformitätsbewertung.
Unter Messmittel versteht man Messgeräte oder Einrichtungen, mit denen Messwerte ermittelt werden. Dazu zählen zum Beispiel:
Prüfmittel weisen nach, ob festgelegte Anforderungen an Produkte, Prozesse oder Merkmale erfüllt sind. Sie dienen somit der Konformitätsbewertung von Produkten und Prozessen. Diese umfassen Messmittel, Lehren, Prüfkörper, Grenzmuster, Prüfsoftware und Anweisungen oder Vorrichtungen, die nicht immer direkt einen Messwert anzeigen.
Ein Messmittel kann also ein Prüfmittel sein, muss es aber nicht automatisch sein. Entscheidend ist der Einsatzzweck.
Beispiel: Wird ein Messschieber nur verwendet, um eine Länge zu bestimmen, ist er zunächst ein Messmittel. Wird derselbe Messschieber in der Qualitätssicherung eingesetzt, um zu entscheiden, ob ein Bauteil innerhalb der Toleranz liegt, wird er zum Prüfmittel.
ISO-GPS-Matrix
Die ISO-GPS-Normen dienen der Festlegung geometrischer Eigenschaften (Längen-, Winkelgrößenmaße, Radien, Form-, Lage- und Oberflächentolerierung, Bezüge) und der Prüfung der Werkstücke. Sie beinhalten die Anforderungen und Regeln für alle Anwendungsbereiche (Konstruktion, Zeichnungserstellung, Fertigung, Prüf- und Messtechnik, Kalibrierung und Auswertung der Messdaten). Die Regeln und Symbole erleichtern die internationale Zusammenarbeit auf vertraglich einheitlicher Basis (Anforderungen, Vorgaben, Spezifikationen, Vereinbarungen).
Alle GPS-Normen werden im Modell der ISO-GPS-Matrix strukturiert, in gegenseitiger Beziehung abgebildet und mit den jeweils relevanten Informationen im Anhang jeder GPS-Norm dargestellt. Die ISO-GPS-Regeln nach ISO 14638 (Matrix-Modell), ISO 8015 (Elementare ISO-GPS-Grundsätze) und die Entscheidungsregeln nach ISO 14253-1 bilden die Basis.
In der ISO-GPS-Beitragsreihe erhalten Sie einen kompakten Überblick über das ISO-GPS-System, den aktuellen Normungsstand, den Tolerierungsgrundsätze, dem GPS-Matrix-Modell und die Möglichkeiten zur Anwendung:
Messtechniker verfügen über ein breites Einsatzspektrum, da präzise Messungen und die Sicherstellung verlässlicher Messergebnisse in nahezu allen technischen Branchen unverzichtbar sind. Sie arbeiten überall dort, wo Fertigungsprozesse überwacht, Produkte geprüft oder Mess- und Prüfmittel eingesetzt werden. Die nachfolgenden Branchen stellen somit nur Beispiele dar:

Prüf- und Kalibrierlabore
In akkreditierten Laboren können Messtechniker die Prüfung, Kalibrierung und Überwachung von Mess- und Prüfmitteln und Produkten vornehmen. Sie stellen sicher, dass Messergebnisse normgerecht, rückführbar und zuverlässig sind. Das ist eine wichtige Grundlage für Qualitätssicherung und Zertifizierungsprozesse.

Fertigungs- und Produktionsindustrie
In der industriellen Fertigung messen und prüfen Messtechniker Bauteile, überwachen Fertigungsschritte und unterstützen dabei, Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, komplexe Produktionsabläufe effizient möglich zu machen.

Automobil- und Zulieferindustrie
Besonders in der Automobilbranche spielt Präzision eine zentrale Rolle. Messtechniker prüfen hier komplexe Komponenten, begleiten Entwicklungsprozesse und unterstützen Qualitäts- und Produktionsbereiche mit verlässlichen Messergebnissen.

Luft- und Raumfahrt
Auch in der Luft- und Raumfahrt sind präzise Messungen unverzichtbar, um höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen zu erfüllen. Messtechniker kontrollieren kleinste Toleranzen an sicherheitsrelevanten Komponenten. Da bereits geringfügige Abweichungen die Funktion und Sicherheit von Flugzeugen oder Raumfahrzeugen gefährden können, sind genaue Messungen und eine lückenlose Dokumentation in dieser Branche von besonderer Bedeutung.
Das Gehalt eines Messtechnikers ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren, wie:
Laut den Zahlen von StepStone liegt die Gehaltsspanne zwischen 37.300 € und 51.200 € im Jahr. Das Mediangehalt für Messtechniker in Deutschland liegt bei 43.400 €. Die Zahlen von Gehalt.de zeigen, dass das Mediangehalt eines Messtechnikers bei 52.235 € liegt (Stand Juni 2026).
Für das Berufsbild Messtechniker eröffnen sich vielfältige Karrieremöglichkeiten, besonders in Branchen mit hohen Qualitäts-, Präzisions- und Dokumentationsanforderungen, wie z.B. die Automobilindustrie oder die Luft- und Raumfahrt. Qualitätsanforderungen werden zukünftig weiter steigen und die Produktion zunehmend automatisiert werden. Entsprechend wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Messtechnik und damit auch an attraktiven beruflichen Entwicklungsperspektiven:
Bei der DGQ finden Sie vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und Personenzertifizierungsangebote im Bereich Fertigungsmesstechnik für Ihren nächsten Karriereschritt.
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Ein Messtechniker ist eine Fachkraft in der industriellen Fertigung und Qualitätssicherung, die Bauteile, Produkte oder Prozesse mithilfe geeigneter Messmittel und Messsysteme überprüft, bewertet und dokumentiert. Ziel ist es sicherzustellen, dass vorgegebene Produktspezifikationen und Qualitätsmerkmale eingehalten werden.
Was ist ein Messtechniker?
Eine klassische Messtechniker Ausbildung gibt es in Deutschland nicht. Der Einstieg erfolgt oft über technische Berufe wie Mechatroniker oder Industriemechaniker. Zusätzliche notwendige Qualifikationen können über Weiterbildungen im Bereich der Fertigungsmesstechnik erlangt werden.
Wie werde ich Messtechniker?
Die Aufgaben eines Messtechnikers umfassen die Planung und Durchführung von Messungen, die Auswahl geeigneter Messmittel und Messverfahren und der Beurteilung der Messergebnisse. Messtechniker prüfen Bauteile, Produkte oder Prüfprozesse auf festgelegte Anforderungen, dokumentieren die Ergebnisse und unterstützen bei der Analyse von Abweichungen. Außerdem wirken sie bei der Überwachung, Kalibrierung und Pflege von Mess- und Prüfmitteln mit.
Welche Aufgaben hat ein Messtechniker?
Das Gehalt als Messtechniker ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie Region, Branche und Erfahrung. In Deutschland liegt das Mediangehalt zwischen 43.400 € und 52.235 € pro Jahr. Weiterbildungen und zusätzliche Verantwortung können das Einkommen positiv beeinflussen (Quelle: StepStone, Gehalt.de).
Wie viel verdient man als Messtechniker?
In der DGQ-Lehrgangsreihe Längenprüftechnik I-III lernen Sie grundlegendes Wissen zur Fertigungsmesstechnik. Mit Bestehen der anschließenden Prüfung sind Sie zertifizierter Messtechniker (DGQ) und können sich dann in der 3D-Koordinatenmesstechnik vertiefen. In unserem vielfältigen Trainingsangebot finden Sie Weiterbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen im Bereich Qualitätssicherung und Automotive.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten für Messtechniker gibt es bei der DGQ?
Messtechniker arbeiten vor allem in Unternehmen der produzierenden Industrie sowie in Prüf- und Kalibrierlaboren. Typische Einsatzorte sind Messräume, Prüflabore oder die Fertigung selbst, vor allem in Branchen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Kunststofftechnik sowie der Luft- und Raumfahrt.
Wo arbeiten Messtechniker?
In Österreich ist die Messtechniker-Ausbildung ein anerkannter Ausbildungsberuf. In Deutschland hingegen gibt es keinen solchen eigenständigen, staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Der Einstieg erfolgt meist über eine technische Berufsausbildung, zum Beispiel als Industrie-, Zerspanungs-, Werkzeug- oder Mechatroniker, sowie über eine anschließende Spezialisierung im Bereich Mess- und Prüftechnik.
Ist Messtechniker ein Ausbildungsberuf?
Der Unterschied zwischen Kalibriertechniker und Messtechniker liegt im Schwerpunkt der Tätigkeit. Messtechniker und Kalibriertechniker arbeiten beide mit Messmitteln und Messdaten. Der Messtechniker misst und prüft, ob Bauteile den Qualitätsmerkmalen entsprechen und hat seinen Schwerpunkt in der Produkt- und Fertigungsprüfung. Der Kalibriertechniker dagegen prüft, ob die Mess- und Prüfmittel selbst noch korrekt messen, und hat seinen Schwerpunkt in der Überprüfung und Kalibrierung.
Was ist der Unterschied zwischen Kalibriertechnik und Messtechniker?
T 069 954 24-0
T 069 954 24-331
T 069 954 24-333
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