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Wissen

Begriffe

Assessor (eigentlich: Excellence Assessor)

Aus dem Englischen (to assess: bewerten, beurteilen) stammende Bezeichnung für qualifizierte Bewerter in EFQM Excellence Award (EEA) oder  Ludwig-Erhard-Preis (LEP). Excellence Assessoren kommen im Rahmen von EFQM-Selbstbewertungen und je nach eingesetzter Methode auch im eigenen Unternehmen zum Einsatz.

Audit

Beurteilung im Hinblick auf Angemessenheit und Wirksamkeit der Betrachtungseinheit, festgelegte Ziele zu erreichen, durch Personal, das nicht für die Betrachtungseinheit verantwortlich ist.

Quelle: DGQ-Band 11-04

Bewertung – assessment

Beurteilung im Hinblick auf Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit der Betrachtungseinheit, festgelegte Ziele zu erreichen
Anmerkung: Bewertung kann auch die Ermittlung der Effizienz enthalten.
Beispiele: Managementbewertung, Entwicklungsbewertung, Bewertung von Kundenforderungen und Bewertung von Fehlern.

DGQ-Anmerkung: Bei der Bewertung wird häufig ein „Wert“ zugeordnet. Dieser Wert kann quantitativ oder auch qualitativ sein. Beispielsweise werden einer Organisation bei der Bewertung ihrer Tätigkeiten und Ergebnisse nach dem Excellence Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) Punkte vergeben, die eine Positionierung im Wettbewerb ermöglicht.

Quelle: durch DGQ in Anlehnung an DIN EN ISO 9000:2000, Abs. 3.8.7 definiert

Ermittlung – determination

Tätigkeiten, um etwas herauszufinden

Anmerkung 1: Die Tätigkeiten können z. B. Prüfung, Überwachung, Beobachtung, Erprobung, Vergleich, Messung und Zählung sein.

Anmerkung 2: Die Tätigkeiten können verschiedenen Zwecken dienen:

  • Tätigkeiten, um Merkmale und deren Merkmalswerte von Einheiten herauszufinden (z. B. bei Produkten , Personen, Systemen
  • Tätigkeiten, um Sachverhalte und Zusammenhänge aufzuklären (z. B. polizeiliche Ermittlung)

Quelle: durch DGQ definiert in Anlehnung an 2nd WD for ISO 9000:1998, Abs. 5.1

Excellence

Überragende Praktiken in der Führung der Organisation und beim Erzielen von Ergebnissen, basierend auf Grundkonzepten der Excellence. Diese sind: Ergebnisorientierung, Kundenorientierung, Führung und Zielkonsequenz, Management mittels Prozessen und Fakten, Mitarbeiterentwicklung und -beteiligung, kontinuierliches Lernen, Innovation und Verbesserung, Entwicklung von Partnerschaften, soziale Verantwortung.

[Quelle: Das EFQM-Modell für Excellence]

Inspektion

Konformitätsbewertung durch Beobachtung und Beurteilung, begleitet, soweit zutreffend, durch Messung , Prüfung oder Vergleich.

Quelle: DIN EN DIN EN 45020, Abs. 14.2

DGQ-Definition:
Ermittlung, bestehend aus Messung oder Beobachtung, und auf deren Ergebnissen aufbauender Vergleich mit Forderungen durch eine Person bezüglich der Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit einer Einheit.

DGQ-Anmerkung: Diese Definition steht in Zusammenhang mit den Bemühungen, einheitliche Benennungen und Erläuterungen für die Begriffe der Ermittlung zu finden. Sie wurde in enger Anlehnung an das Verständnis von „Inspektion“ in der Gemeinsprache festgelegt.

Quelle: durch DGQ definiert

Kennzahl – indicator

Merkmalswert, der zur Überwachung und Bewertung der Leistung eines Prozesses sowie zu seiner Steuerung herangezogen werden kann
Anmerkung 1: Auch – „Leistungsindikator“ – oder – „Erfolgsfaktor“ –
Anmerkung 2: Die Kennzahl ist eine Verhältniszahl und stellt immer einen Bezug zu einer Einheit her.

Beispiele:

  • Für Verbesserungsprozesse kann die Umsetzungsquote in Prozent als eines der kennzeichnenden Merkmale angesehen werden. Sie ergibt sich durch Division der Anzahl der realisierten Verbesserungen durch die Anzahl der geplanten Verbesserungen multipliziert mit 100.
  • Zur Bewertung der Zielerreichung dient der Grad der Zielerreichung. Bei der Ermittlung dieser Kennzahl interessiert zum einen, wie viele der gesetzten Ziele zum Betrachtungszeitpunkt erreicht wurden, die Kennzahl wäre also
  • Anzahl der erreichten Ziele pro Anzahl der gesetzten Ziele multipliziert mit 100,
  • Es kann aber auch interessieren:
  • das Ausmaß der Erreichung eines Einzelziels, wobei hier wieder unterschieden
    werden kann:
  • Das Ausmaß der Maßnahmenerreichung, also Anzahl durchgeführter Maßnahmen dividiert durch die Anzahl der geplanten Maßnahmen, multipliziert mit 100. Diese Kennzahl stellt, bei entsprechender Priorisierung der Maßnahmen, Informationen zum benötigten Ressourceneinsatz zur Verfügung.
  • oder das Ausmaß der Erreichung des angestrebten Einzelziels selbst, was häufig unmittelbar ermittelt werden kann. Bestand das Ziel z. B. darin, eine Durchlaufzeit von bisher 10 auf 3 Tage zu verkürzen und zum Zeitpunkt der Bewertung wurden 5 Tage Durchlaufzeit erreicht, beträgt das Ausmaß der Zielerreichung 71,4 %.

Anmerkung 3: Kennzahlen können nicht allgemein gültig vorgeschrieben werden, sie müssen angepasst an die Verhältnisse in den Organisationen so festgelegt werden, dass sie die Überwachung und rechtzeitige Steuerung der relevanten Prozesse ermöglichen.

Kompatibilität – compatibility

Eignung  von verschiedenen Einheiten, unter spezifischen Bedingungen für einen festgelegten Zweck zusammen benutzt zu werden, um für sie geltende Forderungen  zu erfüllen.

Anmerkung 1: Einheiten können materielle oder immaterielle Produkte  oder Prozesse  sein, wobei bei den immateriellen Produkten Dienstleistungen eingeschlossen sind.

Anmerkung 2: Synonym zu „Kompatibilität“ wird häufig auch – Verträglichkeit – gebraucht

Quelle: durch DGQ definiert

Managementsystem – management system

System zum Festlegen von Politik und Zielen sowie zum Erreichen dieser Ziele.

Anmerkung: Das Managementsystem einer Organisation kann verschiedene Managementsysteme einschließen, z. B. ein Qualitätsmanagementsystem, ein Finanzmanagementsystem oder ein Umweltschutzmanagementsystem.

Quelle: DIN EN ISO 9000:2000, Abs. 3.2.2

Messeinrichtung

Gesamtheit aller Messgeräte und zusätzlicher Einrichtungen zur Erzielung eines Messergebnisses.

Anmerkung 1: Zusätzliche Einrichtungen sind Hilfsgeräte, die nicht unmittelbar zur Aufnahme, Umformung und Ausgabe dienen. Beispiele hierfür sind: Einrichtungen für Hilfsenergie, Ableselupe, Thermostat.

Anmerkung 2: Die Benennung „Messanlage“ wird üblicherweise für fest installierte und umfangreiche Messeinrichtungen verwendet. Beispiele sind: Kesselhausmessanlage zur Erfassung aller hier anfallenden Messgrößen

Anmerkung 3: Eine Messeinrichtung ist auch eine Einrichtung zur Kalibrierung von Messgeräten sowie die Einrichtung zur Messung der Resistivität von elektrotechnischen Werkstoffen.

Anmerkung 4: Wesentliche Aufgaben der Messeinrichtung sind:

  • die Aufnahme der Messgröße
  • die Weiterleitung um Umformung eines Messsignals
  • die Bereitstellung des Messwertes

Es gibt Messeinrichtungen, die mehrere unterschiedliche Messgrößen gemeinsam aufnehmen.

Anmerkung 5: Im einfachsten Fall besteht die Messeinrichtung aus einem einzigen Messgerät.

Auszug aus der DGQ-CD-ROM 11 – 04
Quelle: DIN 1319, Teil 1, Abs. 4.2

Organisation

Gruppe von Personen und Einrichtungen mit einer Organisationsstruktur
Beispiele: Gesellschaft, Körperschaft, Firma, Unternehmen, Institution, gemeinnützige Organisation, Einzelunternehmen, Verband oder Teile oder Mischformen socher Einrichtungen.

Anmerkung 1: Eine Organisation kann öffentlich rechtlich oder Privatrechtlich sein.

Anmerkung 2: Diese Definition gilt im Rahmehn von Normen zu Qualitätsmanagementsystemen. Der Begriff „Organisation“ ist im ISO/IEC-Leitfaden 2 anders definiert.

Quelle: DIN EN ISO 9000:2000, Abs. 3.3.1

Prüfmittel – Equipment for inspection, measuring and testing

Messeinrichtungen für Qualitätsprüfungen

Anmerkung 1: Zu den Prüfhilfsmitteln gehören z. B. Rechnerprogramme zur Durchführung von Qualitätsprüfungen, Anlegefelder für automatische Mehrfachprüfungen.

Quelle: durch DGQ definiert

Qualität

Das richtige richtig tun.
[Quelle: unter Qualitätsmanagern verbreiteter Aphorismus]

Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Forderungen erfüllt
[Quelle: DIN EN ISO 9000]

Qualitätsmanagement

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität.
[Quelle: DIN EN ISO 9000]

Qualitätsmanagementsystem

Managementsystem zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität
[Quelle: DIN EN ISO 9000]

Qualitätsmanager/in

In der Organisation für Belange des Qualitätsmanagement zuständige Leitungsfunktion. Mit dem Zusatz DGQ-Qualitätsmanager eine durch Lehrgang und Bestehen eine Prüfung bei der DGQ erworbene Zusatzqualifikation.

Qualitätsprüfung – quality inspection

Prüfung, inwieweit eine Einheit die Qualitätsforderung  erfüllt.

Anmerkung 1: Qualitätsprüfungen werden anhand von Prüfmerkmalen durchgeführt. Dabei muss festgelegt sein, auf welche Merkmale sich die Prüfung bezieht und welche Konkretisierungsstufe der Qualitätsforderung maßgeblich ist.

Anmerkung 2: Qualitätsprüfungen können immer und überall stattfinden.

Anmerkung 3: Die Benennungen Über-, Gegen-, Vor-, Nach-, Nachweis-, Bestätigungs-prüfung sollten nicht synonym zu Qualitätsprüfung verwendet werden, da diese häufig mit eingeschränkter Bedeutung benutzt werden.

Anmerkung 4: entfällt

Anmerkung 5: Die Qualitätsprüfung kann sich beziehen auf die Einheit:

  • materielles und immaterielles Produkt
  • Kombination aus materiellem und immateriellem Produkt
  • Tätigkeit oder Prozess

Anmerkung 6: Qualitätsbeurteilung ist – sofern nicht ausdrücklich eine abweichende Definition gelten soll – als „Zusammenfassende Aussage zum Ergebnis der Qualitätsprüfung im Hinblick auf die Qualitätsforderung an die geprüfte Einheit“ aufzufassen.

Anmerkung 7: Als „Feldversuch“ bezeichnet man eine Qualitätsprüfung in Bezug auf die durch die Anwendung der Einheit bedingte Qualitätsforderung. Sie wird gelegentlich auch Erprobung genannt.

Quelle: DIN 55 350, Teil 17, Abs. 1.1

Umweltschutz – protection of the environment

Bewahrung der Umwelt vor unvertretbaren Schädigungen durch Auswirkungen auf die Umwelt von Produkten und durch Betriebsabläufe.

DGQ-Anmerkung 1: Es gibt materielle Produkte (z. B. Schmierstoffe) und immaterielle Produkte (z. B. Dienstleistungen).

DGQ-Anmerkung 2: Gemeinsprachlich häufiger als „Umweltmanagement“ benannt

Quelle: DIN EN 45020, Abs. 2.6

Verifizierung – verification

Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Forderungen erfüllt worden sind.

DGQ-Definition:
Vergleich, bei dem die Ermittlungsergebnisse spezifizierten Vorgaben gegenüber gestellt werden

Anmerkung 1: Die Benennung „verifiziert“ wird zur Bezeichnung des entsprechenden Status verwendet.

Anmerkung 2: Bestätigungen können aus Tätigkeiten bestehen wie

  • Ausführen alternativer Berechnungen
  • Vergleichen einer neuen Entwicklungsspezifikation mit einer bereits bewährten Entwicklungsspezifikation
  • Vornehmen von Tests und Demonstrationen
  • Bewerten der Dokumente vor der Freigabe

Quelle: DIN EN ISO 9000:2000, Abs. 3.8.4

Vision

In die Zukunft gerichtete Vorstellung einer Organisation  zu ihrer Entwicklung und Aussage zu ihrem Selbstverständnis, wie sie ihre Position im Wettbewerb und in der Gesellschaft sieht.

DGQ-Anmerkung: Aussagen einer Organisation zu ihrer Zukunftsentwicklung können z. B. betreffen:

  • die beabsichtigte Position im regionalen oder globalen Markt
  • die Erwirtschaftung einer hohen Rendite auf das eingesetzte Kapital
  • Ausrichtung auf bestimmte Produkte
  • die Partnerschaft mit Kunden und Lieferanten
  • die Mitarbeiterorientierung
  • die Verpflichtung zu Qualität, Umweltschutz  und Arbeitsschutz
  • Responsible Care und Sustainable Development

Quelle: durch DGQ definiert

Zertifizierung

Verfahren, nach dem eine dritte Stelle für eine Einheit schriftlich bestätigt, dass ein Produkt oder ein Prozess mit festgelegten Forderungen konform ist.
[Quelle: DGQ-Band 11-04]