Menü

21. April 2026

Neues FQS-Forschungsprojekt: Cyberresilienz für den Mittelstand praxisnah gestalten

Wie können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Informationssicherheit wirksam stärken, ohne von komplexen Anforderungen und durch knappe Ressourcen überfordert zu werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das neue FQS-Forschungsprojekt CyResNet. Ziel des ab Mai 2026 startenden Vorhabens ist die Entwicklung eines praxisnahen Frameworks, mit dem insbesondere produzierende KMU ihre Cyberresilienz systematisch aufbauen, aufrechterhalten und kontinuierlich verbessern können.

Ganzheitlicher Ansatz statt Einzelmaßnahmen

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines „Total Information Security Management“-Frameworks. Dieses verbindet bewährte Prinzipien aus dem Total Quality Management (TQM) und dem EFQM-Modell mit den Anforderungen moderner Informationssicherheit. Der Ansatz geht bewusst über einzelne technische Schutzmaßnahmen hinaus: Cyberresilienz soll als unternehmensweite Aufgabe verstanden werden, die Prozesse, Organisation, Mitarbeitende und Technik gemeinsam in den Blick nimmt.

Konkrete Unterstützung für Unternehmen

Ein zentraler Nutzen für Unternehmen soll in einem digitalen Assistenzsystem liegen. Das FQS-Forschungsprojekt zur Cyberresilienz soll Unternehmen dabei unterstützen, ihren aktuellen Stand der Informationssicherheit einfacher einzuschätzen, passende Maßnahmen zu priorisieren und konkrete Handlungsempfehlungen umzusetzen. Vorgesehen sind zudem Funktionen, die Investitionsentscheidungen unterstützen und die Dokumentation regulatorischer Anforderungen erleichtern.

Austausch stärken, Netzwerke absichern

Ergänzt wird der Ansatz durch eine kollaborative Plattform, über die Unternehmen Best Practices, Schulungsangebote und anonymisierte Informationen zu Bedrohungen austauschen können. So soll nicht nur die Sicherheit einzelner Unternehmen gestärkt werden, sondern auch die Resilienz von Lieferketten und Netzwerken.

Rund 10 Unternehmen begleiten das FQS-Forschungsprojekt zur Cyberresilienz als Industriepartner im Projektbegleitenden Ausschuss. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie stellt sicher, dass die Forschungsarbeiten praxisnah und an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst sind

Über das Forschungsprojekt:

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
(Förderkennzeichen: 01IF24637N – CyResNet; Forschungsvereinigung: FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität)

Die FQS fördert innovative Forschungsideen über das Instrument der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Ziele der Förderung sind möglichst anwendungsnahe Forschungsprojekte, die einen unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft, insbesondere für KMU, erbringen.

Weitere Informationen zum Projekt und Beteiligungsmöglichkeiten können über die Geschäftsstelle der FQS bezogen werden. Eine Mitarbeit im Projekt ist für Unternehmen auch nach Laufzeitbeginn noch möglich.

FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e.V.
infofqs@dgq.de

 

Deutsche Gesellschaft für Qualität 671 Bewertungen auf ProvenExpert.com