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25. August 2016

Auslaufmodell QM-Handbuch?

Ein QM-Handbuch fordert ISO 9001 zwar nicht mehr, doch in vielen Unternehmen ist die QM-Dokumentation weiterhin ein neuralgischer Punkt. Wie wird in Ihrem Qualitätsmanagementsystem dokumentiert? Diese Frage hat die Redaktion von QZ-online.de – dem Portal für Qualitätsmanagement – im Rahmen ihrer letzten, monatlich durchgeführten Umfrage gestellt. Das Ergebnis: Doch, es gibt sie auch in 2016 noch, die papiernen QM-Handbücher. Immerhin bei jedem neunten Teilnehmer. Das Gros der Befragten allerdings setzt inzwischen auf eine digitale QM-Dokumentation. Dabei verwenden nur wenige Unternehmen Spezialsoftware (19 Prozent) oder gar Wikis (8 Prozent); es überwiegen pflegeintensive klassische File­server-Lösungen. Eine Konsequenz ist die schwache Beteiligung der Mitarbeiter. So wird die Pflege der QM-Dokumentation meist vom Qualitätsmanager und seinem Team übernommen; in nur einem von sechs Unternehmen wirkt mindestens die ­Hälfte aller Mitarbeiter mit. Wohl in der Folge wird auch auf der Nutzerseite viel Potenzial verschenkt. Nur in zwei von fünf ­Unternehmen verwendet mindestens die Hälfte aller Mitarbeiter die QM-Dokumentation für ihre täglichen Aufgaben. Fazit: Vom Ideal, alle Mitarbeiter in das Qualitätsmanagementsystem einzube­ziehen, sind die meisten Unternehmen weit entfernt. Die Frage ist, ob ISO 9001:2015, die ja kein klassisches QM-Handbuch mehr fordert, daran etwas ändern wird.

Der Wandel in den beruflichen Anforderungen an das Qualitätsmanagement setzt sich fort. Darum geht die QZ in ihrer nächsten Umfrage folgende Frage auf den Grund: Was macht den neuen Qualitätsmanager aus?

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Alle bisherigen „Fragen des Monats“ samt Auswertungen finden Interessenten unter: www.qz-online.de/umfrageergebnisse

 

 

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