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19. Februar 2026

Internationales FQS-Forschungsprojekt gestartet: Qualitätssicherung in der additiven Fertigung von sicherheitskritischen und hochzuverlässigen Anwendungen

Im Februar 2026 ist ein neues FQS-Forschungsprojekt zur Industrialisierung der additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM) mit Forschungspartnern aus Deutschland und Brasilien gestartet. Ziel des Vorhabens AQuaPro ist es, die Qualität und Zuverlässigkeit additiv gefertigter Bauteile für sicherheitskritische und hochzuverlässige Anwendungen nachhaltig zu verbessern. Im Fokus steht dabei die systematische Umwandlung von Prozessdaten entlang der gesamten Wertschöpfungskette in verwertbare Qualitätsinformationen. Um dieses Ziel zu erreichen, untersuchen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik, des Helmholtz-Zentrums für Materialien und Energie sowie des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin gemeinsam mit brasilianischen Partnern des SENAI Climatec drei Strategien zur Qualitätsüberwachung (In-situ-Überwachung, Inline-Inspektion und Offline-Überwachung). Als Anwendungsfall werden Unterwasserbauteile betrachtet. Diese bieten ein hohes Optimierungspotenzial (zum Beispiel Leichtbauweise für eine nachhaltigere Transport- und Installationslogistik). Zudem kann ihr Versagen mit hohen Umweltauswirkungen verbunden sein. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in sicherheitskritischen Märkten (Öl und Gas, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie) profitieren von den Projektergebnissen: Endanwender wie kleine Auftragsfertiger erhalten Unterstützung bei der Reduzierung von Arbeitskosten sowie bei Qualifizierungs- und Zertifizierungsfragen. Gleichzeitig profitieren Technologielieferanten entlang der AM-Wertschöpfungskette von mehr Standardisierung und transparenteren Prozessen.

Das Forschungsprojekt wird über das internationale Forschungsnetzwerk »CORNET – Collective Research Networking« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) durchgeführt. Rund 20 Unternehmen aus Deutschland und Brasilien begleiten die Forschungsarbeiten als Industriepartner im Projektbegleitenden Ausschuss. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie stellt sicher, dass die Forschungsarbeiten praxisnah und an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst sind.

Über das Forschungsprojekt:

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
(Förderkennzeichen: 01IF00414C – AQuaPro; Forschungsvereinigung: FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität)

Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um ein deutsch-brasilianisches Kooperationsprojekt des internationalen Forschungsnetzwerks »CORNET – Collective Research Networking«, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert wird. Es ermöglicht transnationale Vorhaben der Gemeinschaftsforschung, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu fördern. Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, sich als Mitglied des Projektbegleitenden Ausschusses zu beteiligen. Hierbei bringen sie ihre Anforderungen aus der Praxis ein, gestalten das Forschungsvorhaben mit und profitieren frühzeitig von den erzielten Ergebnissen. Hierzu kann auch eine prototypische Umsetzung im Unternehmen durch die Forschungseinrichtung gehören.

Weitere Informationen zum Projekt und Beteiligungsmöglichkeiten können über die Geschäftsstelle der FQS bezogen werden. Eine Mitarbeit im Projekt ist für Unternehmen auch nach Laufzeitbeginn noch möglich.

Kontakt:
FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V.
infofqs@dgq.de

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