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Digitaler Nachholtermin für die „Sustainability Heroes“

Die europäische Wirtschaft steht vor einem Wendepunkt. Die Forderung nach einer „Green Economy“ wächst bei Verbrauchern international weiter an. Themen wie Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz rücken verstärkt in den Mittelpunkt der Gesellschaft.

Mit der Nachhaltigkeitskonferenz „Sustainability Heroes“ bieten die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) und die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) eine weitere Plattform für den Diskurs über Umweltbewusstsein.

Ursprünglich sollte die 6. Auflage der „Sustainability Heroes“ im Mai 2020 in Düsseldorf stattfinden. Coronabedingt musste die Veranstaltung verschoben und angepasst werden. Die Konferenz wird dafür vom 2. bis 4. November 2020 online abgehalten. Statt eines einzelnen Konferenztages warten nun drei kurze, kompakte Blockveranstaltungen auf alle Teilnehmer.

Neben interessanten Vorträgen und Diskussionen werden im Rahmen des Events auch wieder die alljährlichen „Sustainability Heroes“-Awards verliehen. Auch die Interaktivität kommt hier nicht zu kurz: Elemente wie Live Polling oder die Chatfunktion ermöglichen es den Teilnehmern, mit den Referenten in Dialog treten.

Alle Infos zur Konferenz und der Preisverleihung gibt es hier».

Für das Event kann man sich noch bis zum 14. Oktober hier» anmelden.

Umfrage zu Kosten und Nutzen von Umweltmanagement

In welchem Verhältnis stehen die Kosten und Nutzen der Umweltmanagementsysteme und Umweltaktivitäten von Unternehmen? Können diese eventuell sogar effizienter gestaltet werden?

Das Forschungsvorhaben „Optionen für eine flächendeckende Implementierung von Umweltmanagementsystemen“ (Forschungskennzahl 3717131010) geht diesen Fragen nach. DGQ-Kooperationspartner Arqum und PricewaterhouseCoopers erarbeiten im Auftrag des Umweltbundesamtes einen Konzeptvorschlag für ein flächendeckendes Umweltmanagement in Deutschland. Hierfür sind möglichst viele Erfahrungswerte von Unternehmen und Organisationen vonnöten. Dabei ist es keine Voraussetzung, ein zertifiziertes Managementsystem zu besitzen.

Die Umfrage dauert in etwa 15 Minuten und ist anonym. Noch bis zum 31.08.2020 kann daran teilgenommen werden.
Die dazugehörige Datenschutzerklärung finden Sie hier: Datenschutzrechtliche_Informationen

Jetzt an der Umfrage teilnehmen »

EMAS Awards 2019 – Zwei deutsche Betriebe mit besonderer Umweltleistung

Mit den EMAS-Awards werden regelmäßig Unternehmen und NGO gewürdigt, die sich freiwillig nach der europäischen Verordnung für Umweltmanagement validieren lassen und besondere Umweltleistungen vorweisen. Für ihre umweltbezogenen Strategien und Maßnahmen erhielten zwei deutsche Unternehmen am 26. November in Bilbao europäische EMAS-Auszeichnungen.

Die Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG erhielt den EMAS-Award in der Kategorie mittelständische Unternehmen. Bereits vor 40 Jahren hatte die Oberpfälzer Familienbrauerei die Weichen für ein durchgängig nachhaltiges Unternehmenskonzept gestellt und begonnen, ihr Sortiment komplett auf Bio umzustellen. Gemeinsam mit Landwirten rief Lammsbräu die regionale Erzeugergemeinschaft für Ökologische Braurohstoffe (EZÖB) ins Leben und gründete die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) mit, die heute über 100 Bio-Lebensmittelhersteller umfasst. (mehr …)

REACH im Blick – Nanoformen, Brexit und neue Stoffbewertungen ab 2020

Unternehmen, die von nationalen und EU-Vorgaben der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe betroffen sind, müssen sich auf dem Laufenden halten. Die Europäische Umweltagentur ECHA bietet einen Helpdesk dazu an. Die DGQ stellt in dieser Meldung einige Aspekte übersichtlich zur Verfügung.

Derzeitige prüfenswerte Umweltaspekte sind:

Ab 1. Januar 2020 gelten neue Anforderungen zur Charakterisierung von Nanoformen registrierungspflichtiger Stoffe. Das wirkt sich auch auf die stoffliche Gefahreneinschätzung aus und auf Informationspflichten für nachgeschaltete Anwender. Bei bestehenden Registrierungen müssen entsprechend Dossiers aktualisiert werden.

Falls ein Brexit zum 31. Januar 2020 eintritt, müssen REACH-Verpflichtungen, die bisher von britischen Handelspartnern erfüllt wurden, nun vom EU-Partner erbracht werden. Des Weiteren können englische Unternehmen nicht mehr als “Alleinvertreter” für Hersteller aus Nicht-EU-Staaten fungieren, sodass dann der EU-Partner den jeweiligen Registrierungspflichten unterliegt.

Der ECHA-Plan wurde auf weitere 74 Stoffbewertungen von 2020 bis 2022 fortgeschrieben. Zwei Stoffe aus dem ersten Planentwurf CoRAP März 2019 wurden aus der Prüfliste entfernt. Von den 74 Stoffen sind viele Produkte, u.a. Kosmetik, Schmierstoffe und Farben, betroffen. Das bedeutet für viele Unternehmen das Risiko möglicher Beschränkungen und erforderlicher Substitution.

Unternehmen, die ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 oder EMAS eingeführt haben, sollten die REACH-Tätigkeiten als unterstützenden Prozess integriert haben und anlassbezogen Veränderungen und Risiken intern auditieren.

Der Countdown beginnt: Noch ein Jahr bis zu den neuen Normversionen

Für Unternehmen und Organisationen mit zertifizierten Managementsystemen ist heute ein wichtiger Tag: Die Übergangsfrist vieler revidierter Normen, darunter ISO 9001, endet am 14. September 2018. Am 15. September 2018 verlieren bestehende Zertifikate ihre Gültigkeit – wer diese Frist zur Re-Zertifizierung verpasst, muss ein Erst-Zertifizierungsaudit durchführen.

Welche Normen betroffen sind und wie Sie sich auf den Übergang vorbereiten können, erfahren Sie hier.

 

Qualitätsmanagementnorm ISO 9001

Die 3-jährige Übergangsphase von ISO 9001:2008 auf ISO 9001:2015 endet in einem Jahr: ab dem 15. September 2018 gilt nur noch die revidierte Norm. Zertifikate nach ISO 9001:2008 verlieren ihre Gültigkeit – neu ausgestellte Zertifikate nach ISO 9001:2008 müssen ebenfalls das Enddatum 14.09.2018 tragen.

ISO 9001:2015 folgt einer neuen, sogenannten High Level Structure. Managementsysteme erhalten somit künftig identische Strukturen – eine Integration anderer Systeme wird dadurch erleichtert (Integrierte Managementsysteme).

Re-Zertifizierungsaudits nach ISO 9001:2015 müssen mindestens 90 Tage vor Ablauf der Frist durchgeführt werden. Der letzte Tag eines Re-Zertifizierungsaudits darf nicht nach dem 14.09.2018 liegen. Wird diese Frist nicht beachtet, muss ein Erst-Zertifizierungsaudit erfolgen.

Die DGQ unterstützt Sie bei der Umstellung sowohl mit unseren offenen Seminaren als auch mit unserem Beratungsangebot:

In der 2-tägigen DGQ-PraxisWerkstatt: ISO 9001:2015 erarbeiten Sie gemeinsam mit dem Trainer und den Teilnehmern Umsetzungshilfen für den Umgang mit DIN EN ISO 9001:2015.

Sie benötigen eine individuelle Beratung für Ihr QM-Upgrade? Wir unterstützen Sie auf Wunsch von der Bedarfsanalyse und Maßnahmenplanung bis zur Bewertung der Zertifizierungsreife durch ein internes Systemaudit – mit bewährten Lösungsansätzen und durch aktive Mitarbeit. Senden Sie uns Ihre Anfrage! >>

 

Automotive – IATF 16949

Der internationale Automobilstandard IATF 16949 wurde im Oktober 2016 durch die International Automotive Task Force (IATF) veröffentlicht und ersetzt die derzeit noch gültige ISO/TS 16949:2009.

IATF 16949:2016 baut auf ISO 9001 auf und folgt damit ebenfalls der High Level Structure. Analog zur Übergangsfrist für Zertifikate nach ISO 9001:2008 haben Unternehmen bis zum 14. September 2018 Zeit, ihre Prozesse dem neuen Standard anzupassen. Nach dieser 2-jährigen Übergangsfrist verlieren die Zertifikate gemäß ISO/TS 16949 ihre Gültigkeit.

Die Umstellung auf IATF 16949 kann entweder durch ein separates Audit oder im Rahmen eines turnusmäßigen Überwachungsaudits oder Re-Zertifizierungsaudits erfolgen. Zusätzlich wird geprüft, ob die Anforderungen der ISO 9001:2015 im Qualitätsmanagementsystem der Organisation umgesetzt werden.

Die Audit-Qualifikation muss ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein. Eine frühzeitige Re-Qualifizierung (Re-Zertifizierung) ermöglicht mehr Planungssicherheit für die Umstellung. Bei der DGQ haben Sie noch bis September 2018 die Möglichkeit, an der IATF 16949:2016 – Upgrade-Schulung für 1st/2nd party Auditoren im Rahmen der Re-Qualifizierung teilzunehmen.

Sie möchten sich mit den praxisrelevanten Themen der Revision von ISO 9001:2015 und der IATF 16949:2016 vertraut machen? Dann besuchen Sie die 2-tägige DGQ-PraxisWerkstatt: Gegenüberstellung ISO 9001 und IATF 16949.

Sie benötigen eine individuelle Beratung für den Übergang zur IATF 16949? Wir unterstützen Sie auf Wunsch mit einer detaillierten Bestandsaufnahme und einem eng abgestimmten Maßnahmenplan – mit Praxiserfahrung und bewährten Lösungsansätzen. Senden Sie uns Ihre Anfrage! >>

 

Luft-, Raumfahrt und Verteidigung – EN 9100

Die Revision von DIN EN 9100 wurde durch die International Aerospace Quality Group (IAQG) abgeschlossen. Die Norm bietet den Rahmen für Qualitätsmanagementsysteme in der Luft-, Raumfahrt und Verteidigung.

Bis zum 14. September 2018 müssen Unternehmen ihre Managementsysteme durch ein Transitionsaudit auf die neue Normversion umgestellt haben – danach verlieren die Zertifikate ihre Gültigkeit. Die Transitionsphase umfasst die Zertifizierung und Freigabe der Eintragung in der OASIS-Datenbank. Nach dem 15. Juni 2017 sind Audits nach EN9100/9110/9120 (alter Revisionsstand) nicht mehr möglich.

EN 9100 baut auf ISO 9001:2015 auf – Kenntnisse dieser Norm sind daher unerlässlich, um eine Zertifizierung erfolgreich abschließen zu können.

Wenn Sie sich mit EN 9100 bereits auskennen und sich mit den wichtigsten praxisrelevanten Themen der Revision vertraut machen müssen, so haben Sie dazu in der eintägigen DGQ-PraxisWerkstatt: Revision EN 9100:2017 die Möglichkeit.

 

Schienenfahrzeugindustrie / Bahn – ISO/TS 22163

ISO/TS 22163 löst den Standard für die Schienenfahrzeugindustrie IRIS ab. Nach IRIS zertifizierte Unternehmen müssen bis zum 14. September 2018 durch ein Transitionsaudit ihre Zertifikate auf ISO/TS 22163 umstellen. Durch die Revision wird auch weiterhin eine enge Anbindung an ISO 9001:2015 ermöglicht. Kenntnisse dieser Norm sind daher unerlässlich, um eine Zertifizierung erfolgreich abschließen zu können.

Bereits nach IRIS zertifizierte Unternehmen sollten sich aufgrund der recht kurzen Übergangsphase zeitnah mit dem neuen Standard auseinandersetzen, um die Umstellung rechtzeitig durchführen zu können.

In der eintägigen DGQ-PraxisWerkstatt: Revision IRIS (ISO/TS 22163:2017) haben Sie die Möglichkeit, sich mit den Änderungen der Norm vertraut zu machen und zu erfahren, wie Sie Ihr Qualitätsmanagementsystem in der Bahnindustrie gestalten können.

 

Umweltmanagement – ISO 14001

Am 15. September 2015 ist die Revision von ISO 14001 veröffentlicht worden. Auch ISO 14001:2015 folgt ISO 9001:2015 hinsichtlich der High Level Structure, dem Kontext und Begriffen. Zertifizierungen von Umweltmanagement- und Qualitätsmanagementsystemen können somit effizienter gestaltet werden.

Nach ISO 14001:2004 bzw. der Korrekturversion aus 2009 zertifizierte Unternehmen haben noch ein Jahr Zeit, ihr Umweltmanagementsystem auf die ISO 14001:2015 umzustellen. Nach der 3-jährigen Übergangsphase werden ab dem 15. September 2018 alle alten Zertifikate ungültig und sind dann zurückzuziehen. Empfohlen wird, ein Übergangsaudit bis spätestens Juni 2018 zu terminieren.

In der 2-tägigen DGQ-PraxisWerkstatt: ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 erarbeiten Sie die Interpretation der Anforderungen von DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 und erfahren, wie Sie Ihr Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach den Forderungen dieser revidierten DIN EN ISO Standards gestalten können.

Sie haben bereits Kenntnisse der ISO 14001 und möchten sich näher mit ihrer Revision beschäftigen? Dann ist die eintägige DGQ-PraxisWerkstatt: ISO 14001:2015 genau das richtige für Sie!

 

Sie haben Fragen zu unseren Weiterbildungs- und Beratungsangeboten? Rufen Sie uns an!

DGQ Weiterbildung: 069 954 24-333

DGQ Consulting: 069 954 24-338

DGQ Personenzertifizierungsstelle: 069 954 24-332

Frühzeitige Antragstellung beim BAFA: Besondere Ausgleichsregelung für stromkostenintensive Unternehmen

Durch die Besondere Ausgleichsregelung können stromkosten-intensive Unternehmen bzw. Schienenbahnunternehmen mit bestimmten Voraussetzungen einen Antrag auf Begrenzung (Reduktion) der EEG-Umlage stellen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nimmt bei Antragstellung bis zum 15. Mai 2017 eine Vollständigkeitsprüfung und Rückmeldung vor. Da in diesem Jahr umfangreiche Nachweisdokumente erforderlich sind, können Unternehmen bis zum Fristende der Antragstellung am 30. Juni 2017 fristrelevante Unterlagen nachreichen. Weitere Informationen zum Antragverfahren

Das Projekt „Revision 14001“ erfolgreich meistern

Welche Chancen und Herausforderungen birgt die Revision von ISO 14001 für Unternehmen? Antworten liefern verschiedene Trainingsangebote der DGQ, wie der zweitägige Workshop „Revision 9001 & 14001“, der DGQ-Umweltrefresher oder die Kooperationsveranstaltungen. Letztere führt die DGQ gemeinsam mit DIN und DQS durch.

Ziel aller Workshops und Seminare ist es, über die Neuerungen der Revision zu informieren. Darüber hinaus bekommen Teilnehmer Methoden an die Hand, um die neuen Forderungen in der Organisation einzuführen. Experten beantworten Fragen zur Auditierung und Zertifizierung. Sprich, die Teilnehmer erfahren, wie das Projekt „Revision 14001“ erfolgreich verläuft.

Die nächste Kooperationsveranstaltung mit dem Titel ISO 14001:2015 – Die nächste Generation können Interessenten am 2. Dezember 2015 in Berlin besuchen. Der nächste Umweltrefresher findet vom 21. bis 22. Dezember findet statt – ebenfalls in Berlin. Der zweitägige Workshop „Revision 9001 & 14001“ wurde bereits als Inhouse-Veranstaltungen durchgeführt. Interessenten erhalten weitere Informationen und kurzfristige Terminangebote für eine offene Veranstaltung bei DGQ-Produktmanagerin Claudia Nauta (E-Mail: nc@dgq.de, Tel.: 069 95424-210). Der Workshop ist Bestandteil der neuen Produktlinie DGQ-PraxisWerkstatt. Sie greift Trendthemen auf und setzt auf eine Mischung aus Theorie und praktischen Übungen, die die schnelle Umsetzung ins Unternehmen garantiert.

DIN EN ISO 14001:2015 ist beim Beuth-Verlag bereits als Download-Version bestellbar. Printversionen werden ab November verfügbar sein. Besucher der DGQ-DIN-DQS-Veranstaltungen erhalten 50 Prozent Rabatt auf die Norm.

Betriebliches Energiemanagement: Energiedienstleistungsgesetz lässt verstärkte Nachfrage nach Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 in 2015 erwarten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 einen Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU) beschlossen. Laut des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) werden große Unternehmen (Nicht-KMU) bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre zur Durchführung von Energieaudits verpflichtet. Als Nachweis sollen Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 oder alternativ Energie- oder Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS dienen.

Auch die bisher von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Energieberatungen für den Mittelstand werden zukünftig an die Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 gekoppelt sein.

Bisher haben nur wenige Unternehmen Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 durchgeführt. Hierfür dürften vor allem zwei Gründe relevant sein: Zum einen entscheiden sich Unternehmen für das weniger aufwändige „Alternative System“ nach Anlage 2 der SpaEfV, um ihre steuerliche Entlastung zu erlangen. Zum anderen wählen Unternehmen, die ein dauerhaft wirksames Energiemanagementsystem implementieren möchten, die Norm DIN EN ISO 50001 als Regelungsgrundlage.

Mit dem jetzt beschlossenen Entwurf des Energiedienstleistungsgesetzes, das laut Bundesregierung im Frühjahr 2015 in Kraft treten soll, ist zukünftig von einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Energieaudits auszugehen.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Die Durchführung von Energieaudits ist laut Energiedienstleistungsgesetz für alle Unternehmen verpflichtend, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind. Fabian Loos, DGQ-Trainer für Energiemanagementbeauftragte und Senior Consultant bei der Unternehmensberatung B.A.U.M. empfiehlt den Unternehmen, bereits jetzt aktiv zu werden: „Zu den betroffenen Unternehmen zählen nicht nur die „klassischen“ produzierenden Großunternehmen sondern auch private Krankenhäuser, Handelsunternehmen, Banken, Versicherungen sowie alle anderen nicht-produzierenden Unternehmen. Die zum vorgenannten Kreis zählenden Unternehmen sollten sich bereits jetzt über die notwendigen nächsten Schritte und Aufgaben informieren.“

Die DIN EN 16247 / ISO 50002

Die DIN EN 16247 / ISO 50002 legt die Anforderungen, Methoden und Ergebnisse von Energieaudits fest. Wesentliche Bestandteile sind dabei die Erfassung und Analyse energieverbrauchender Maschinen, Prozesse und Querschnittstechnologien (z.B. Beleuchtung, Lüftungsanlagen, Druckluft) sowie die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Ergebnisse der Energieanalyse fasst der Energieauditor in einem Abschlussbericht zusammen.

Die Anforderungen an die Kompetenz der Energieauditoren bestehen aus einer Kombination aus Schulung, Fertigkeiten und Erfahrung und sind in der DIN EN 16247-5 festgelegt.

Die ISO 50002 (Energy Audits) wurde als internationales Äquivalent zur DIN EN 16247 im Jahr 2014 veröffentlicht und wird diese mittelfristig ablösen.

Geförderte Energieberatungen für den Mittelstand zukünftig ebenfalls an DIN EN 16247 / ISO 50002 gekoppelt

Auch das bisher von der KfW bekannte Förderprogramm „Energieberatung im Mittelstand“, das zukünftig vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angeboten wird, sieht ab 1.1.2015 Energieaudits nach DIN EN 16247 vor. Hierzu Fabian Loos: „Durch die neuen Anforderungen profitieren die Unternehmen von einer deutlich detaillierteren Erfassung und Analyse der betrieblichen Energieströme so dass von der Aufdeckung weiterer Effizienzpotenziale auszugehen ist.“

 

Noch 12 Monate bis zur revidierten Norm ISO 14001
Ein Konsens für die zukünftigen Anforderungen zeichnet sich ab

Frankfurt am Main, 31. Juli 2014 – Mehr als 300.000 Organisationen warten derzeit auf eine zukunftsweisende Überarbeitung der Norm ISO 14001 „Umweltmanagementsysteme“. Allein in Deutschland sind etwa 6.000 Organisationen danach zertifiziert.

Kürzlich reisten mehr als 300 Delegierte und Vertreter von Liaison-Organisationen aus 39 Ländern zur 21. ISO/ TC 207 Plenarsitzung nach Panama City, um die Fortentwicklung dieser Normenreihe zu diskutieren. Eine zwölf Personen umfassende deutsche Delegation, darunter Thomas Votsmeier, Leiter der Personenzertifizierung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), vertrat die nationalen Interessen in den Sitzungen. Im Themenschwerpunkt „Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung” wurden die rund 1600 Kommentare zum Komitee-Entwurf final diskutiert.
„Die 14001-Revision zielt darauf, das Umweltmanagement verstärkt in die Geschäftsprozesse einer Organisation zu integrieren und vorhandene Potenziale besser zu nutzen“, berichtet Bernhard Schwager, Obmann im Normenausschuss „172 Umweltmanagement“ beim DIN Deutsches Institut für Normung e.V..

Veränderte Perspektive von Umweltaspekten
Schwager nennt die Einbettung der Norm in die von ISO vorgegebene High-Level-Struktur (HLS) „eine zentrale Herausforderung“. Diese Struktur aus dem Jahr 2012 definiert unter anderem harmonisierte Begriffe und Textbausteine für alle Managementsystemnormen und gibt somit verbindlich einen festen Rahmen vor, der zwar bedarfsweise erweitert, jedoch nicht in seiner Grundkonzeption geändert werden darf.
Mit der Novellierung der ISO 14001 werde sich die Perspektive von Umweltaspekten verändern: „War in der Vergangenheit der Blick primär auf Umweltaspekte gerichtet, die von der Organisation auf die Umwelt einwirken, so spielt jetzt auch die entgegengesetzte Betrachtung eine Rolle. Damit wird relevant, inwiefern die Umwelt Auswirkungen auf die Organisation selbst haben kann und wie die Organisation diesen Auswirkungen begegnet“, betont Thomas Votsmeier. Auch nehme die revidierte Fassung der Norm die oberste Führung der Organisation stärker in die Pflicht und zeige klar auf, welche ihrer Anforderungen delegiert werden dürfen und welche bei der obersten Führung verbleiben.

Proaktive Initiativen erwartet
Das Stichwort „die Umwelt schützen“ erweitert die Erwartungen an Organisationen um proaktive Initiativen. Dazu zählen nachhaltige Ressourcennutzung, Klimaschutz und Anpassung sowie Schutz der biologischen Vielfalt. Neu ist auch eine Verschiebung der Schwerpunkte im Hinblick auf die kontinuierliche Verbesserung, und zwar von der Verbesserung des Management-Systems hin zur Verbesserung der Umweltleistung. Dies soll stärker als bisher dazu führen, dass Emissionen, Abwasser und Abfall auf ein von der Organisation festgelegtes Niveau reduziert werden.
Neben denbisherigen Anforderungen,Umweltaspektevon GüternundDienstleistungen zu betrachten, sollen Organisationen ihre Kontrolle und ihren Einflussauf dieUmweltauswirkungenin Bezug auf ProduktnutzungundEnd-of-Life-Behandlung oder Entsorgung ausdehnen. „Dieses Lebenszyklus-Denken bedeutet jedoch nicht, eineÖkobilanzerstellen zu müssen“, sagt Schwager. Neu sei auch die Entwicklung einerKommunikationsstrategiemit gleich starkerBetonung aufexterner und interner Kommunikation.
Die Experten der Arbeitsgruppe haben dem internationalen Norm-Entwurf ISO/DIS 14001 (DIS: Draft International Standard) zugestimmt. Somit kann jetzt die Kommentierungsfrist beginnen, zu der das DIN den Entwurf für diesen Konsultationsprozess in deutscher Sprache veröffentlicht hat.

Über die DGQ
Die Deutsche Gesellschaft für Qualitätprägt und moderiert die praxisnahe Plattform engagierter Fachleute aus allen Unternehmensebenen und Leistungsbereichen zum Thema Qualität. Der Verein mit knapp 7000 Mitgliedern und 63 Regionalkreisen bundesweit gestaltet Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ-Forschung erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das Qualitätsmanagement.

Noch 12 Monate bis zur revidierten Norm ISO 14001

Ein Konsens für die zukünftigen Anforderungen zeichnet sich ab

Mehr als 300.000 Organisationen warten derzeit auf eine zukunftsweisende Überarbeitung der Norm ISO 14001 „Umweltmanagementsysteme“. Allein in Deutschland sind etwa 6.000 Organisationen danach zertifiziert.

Kürzlich reisten mehr als 300 Delegierte und Vertreter von Liaison-Organisationen aus 39 Ländern zur 21. ISO/ TC 207 Plenarsitzung nach Panama City, um die Fortentwicklung dieser Normenreihe zu diskutieren. Eine zwölf Personen umfassende deutsche Delegation, darunter Thomas Votsmeier, Leiter der Personenzertifizierung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), vertrat die nationalen Interessen in den Sitzungen. Im Themenschwerpunkt „Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung” wurden die rund 1600 Kommentare zum Komitee-Entwurf final diskutiert.

„Die 14001-Revision zielt darauf, das Umweltmanagement verstärkt in die Geschäftsprozesse einer Organisation zu integrieren und vorhandene Potenziale besser zu nutzen“, berichtet Bernhard Schwager, Obmann im Normenausschuss „172 Umweltmanagement“ beim DIN.

Veränderte Perspektive von Umweltaspekten

Schwager, der hauptberuflich Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit innerhalb der Zentralabteilung Unternehmenskommunikation, Markenmanagement und Nachhaltigkeit der Robert Bosch GmbH ist, nennt die Einbettung der Norm in die von ISO vorgegebene High-Level-Struktur (HLS) „eine zentrale Herausforderung“. Diese Struktur aus dem Jahr 2012 definiert unter anderem harmonisierte Begriffe und Textbausteine für alle Managementsystemnormen und gibt somit verbindlich einen festen Rahmen vor, der zwar bedarfsweise erweitert, jedoch nicht in seiner Grundkonzeption geändert werden darf.

Mit der Novellierung der ISO 14001 werde sich die Perspektive von Umweltaspekten verändern: „War in der Vergangenheit der Blick primär auf Umweltaspekte gerichtet, die von der Organisation auf die Umwelt einwirken, so spielt jetzt auch die entgegengesetzte Betrachtung eine Rolle. Damit wird relevant, inwiefern die Umwelt Auswirkungen auf die Organisation selbst haben kann und wie die Organisation diesen Auswirkungen begegnet“, betont Votsmeier. Auch nehme die revidierte Fassung der Norm die oberste Führung der Organisation stärker in die Pflicht und zeige klar auf, welche ihrer Anforderungen delegiert werden dürfen und welche bei der obersten Führung verbleiben.

Proaktive Initiativen erwartet

Das Stichwort „die Umwelt schützen“ erweitert die Erwartungen an Organisationen um proaktive Initiativen. Dazu zählen nachhaltige Ressourcennutzung, Klimaschutz und Anpassung sowie Schutz der biologischen Vielfalt. Neu ist auch eine Verschiebung der Schwerpunkte im Hinblick auf die kontinuierliche Verbesserung, und zwar von der Verbesserung des Management-Systems hin zur Verbesserung der Umweltleistung. Dies soll stärker als bisher dazu führen, dass Emissionen, Abwasser und Abfall auf ein von der Organisation festgelegtes Niveau reduziert werden.

Neben denbisherigen Anforderungen,Umweltaspektevon GüternundDienstleistungen zu betrachten, sollen Organisationen ihre Kontrolle und ihren Einflussauf dieUmweltauswirkungenin Bezug auf ProduktnutzungundEnd-of-Life-Behandlung oder Entsorgung ausdehnen. „Dieses Lebenszyklus-Denken bedeutet jedoch nicht, eineÖkobilanzerstellen zu müssen“, sagt Schwager. Neu sei auch die Entwicklung einerKommunikationsstrategiemit gleich starkerBetonung aufexterner und interner Kommunikation.

Am Ende haben die Experten der Arbeitsgruppe dem internationalen Norm-Entwurf ISO/DIS 14001 (DIS: Draft International Standard) zugestimmt. Somit kann jetzt die Kommentierungsfrist beginnen, zu der das DIN den Entwurf für diesen Konsultationsprozess in deutscher Sprache veröffentlicht hat.

Informationen zu den Umwelt-Trainings der DGQ

DGQ / DIN / DQS Expertenforum Energiemanagement: Nachweis der Kostenersparnis steht für die Teilnehmer im Fokus

Kostensenkung und Prozessoptimierung sind die wesentlichen Vorteile, die Experten bei der Einführung eines Energiemanagementsystems sehen. Das hat eine Meinungsumfrage und Diskussion auf einer Veranstaltung von DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.), DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) und DGQ am 27. März in Berlin ergeben.

Die Mehrheit der Teilnehmer geht von einem Energieeffizienzpotenzial von sechs bis 15 Prozent aus. Auch bei den Herausforderungen spielen Kosten und Ressourcen eine wesentliche Rolle. So steht es für viele Teilnehmer im Vordergrund, mithilfe eines Energiemanagementsystems Kostenersparnisse nachzuweisen und eine entsprechende Kostenrechnung aufzubauen. Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus der zunehmenden Komplexität unterschiedlicher Managementsysteme und der Notwendigkeit, diese zu integrieren.

Auf der Veranstaltung kamen Energiemanagement-Experten aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen zusammen. Globale Energie- und Mischkonzerne waren ebenso vertreten wie mittelständische Brauereien und Zulieferer. Im Fokus standen Themen wie die politischen Rahmenbedingungen, die sich aus der EEG-Novellierung ergeben sowie die international unterschiedliche Interpretation der Norm.

Die DGQ unterstützt Unternehmen in den Bereichen Energiemanagement und Umweltmanagement insbesondere bei der Ausbildung und Zertifizierung von Mitarbeitern. Mit ihren Partnern DIN und DQS informiert die DGQ regelmäßig über die praktischen Auswirkungen, die sich aus Revisionen und Änderungen von Normen ergeben.

 

 

 

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