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29. Februar 2012

Risikomanagement im Gesundheitswesen: Die Sicherheit für Patienten erhöhen

Frankfurt am Main, 29. Februar 2012 – Klinisches Risikomanagement zielt auf erhöhte Patientensicherheit ab und soll vermeidbare Patientenschäden in Krankenhäusern, Pflege- und Reha-Einrichtungen verhindern.

Ein gelebtes Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen zeigt nicht nur Verbesserungspotentiale auf und steigert die Effizienz, es kann auch Risiken für Patienten, Mitarbeiter und Einrichtungen des Gesundheitswesens wesentlich reduzieren. Im Sinne von Kundenzufriedenheit zählt Patientensicherheit zu den Erfolgsfaktoren. Das geht unter anderem aus dem „Excellence-Barometer-Gesundheit“ hervor, einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) aus dem Vorjahr. „Patientensicherheit hat im Gesundheitswesen höchste Priorität“, bestätigt Peter Janakiew, Produktmanager für die Gesundheitswirtschaft bei der DGQ. Um in den Hochrisikobereichen des Gesundheitswesens den Anspruch einer sicheren Leistungserbringung zu erfüllen, sind Weiterbildungen zum Thema „Patientensicherheit“ unerlässlich.

Vor diesem Hintergrund hat die DGQ gemeinsam mit der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt die „Frankfurter Patientensicherheitstage“ ins Leben gerufen. „Damit wollen beide Organisationen einen Beitrag dazu leisten, das Risiko für spektakuläre Behandlungsfehler bei einer Operation, aber auch kleinere Schäden, die durch Unachtsamkeiten oder die unglückliche Verkettung mehrerer Umstände entstehen, künftig zu vermeiden“, sagt Dr. Reinhard Strametz von der Uniklinik Frankfurt. Denn vermeidbare Zwischenfälle belasten nicht nur Patienten, sondern auch das medizinische Personal und die Einrichtung selbst. Vermeidbare Patientenschäden können zu erheblichen Haftungsansprüchen sowie zu Imageverlusten einer Einrichtung führen.

Die Veranstaltung behandelt unter anderem den Umgang mit Fehlern und das Ermitteln ihrer Ursachen. Es setzt sich mit der Patientensicherheit in Einrichtungen des Gesundheitswesens auseinander und vermittelt den praxisnahmen Einsatz von Instrumenten und Strategien zur Sicherung und Erhöhung der Patientensicherheit in der täglichen Gesundheitsversorgung. Die Inhalte basieren auf dem Fortbildungskonzept „Patientensicherheit“ der Bundesärztekammer. Die Patientensicherheitstage finden am 20. und 21. April 2012 in Frankfurt am Main statt. Neben den Vorträgen haben die Teilnehmer die Gelegenheit, einen Sicherheits-Check an einem Patientensimulator der neuesten Generation zu trainieren, um das Management von Ressourcen bei Notfällen und Komplikationen zu üben. Für die Fortbildung werden für Ärzte und psychologische Psychotherapeuten sowie beruflich Pflegende Fortbildungspunkte beantragt. Interessenten können sich über die DGQ-Website unter www.dgq.de informieren. Weitere Informationen gibt Peter Janakiew, T 069/ 95424221 oder pj@dgq.de.

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität prägt und moderiert die praxisnahe Plattform engagierter Fachleute aus allen Unternehmensebenen und Leistungsbereichen zum Thema Qualität. Der Verein mit knapp 7000 Mitgliedern und 62 Regionalkreisen bundesweit gestaltet Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ Beratung GmbH ist Problemlöser bei allen qualitätsorientierten Managementaufgaben rund um Managementsysteme, Prozesseffizienz und Business Excellence. Die DGQ-Forschung erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das Qualitätsmanagement. Die DGQ Best Practice GmbH unterstützt Unternehmen, die ihre Leistungs- und Innovationsfähigkeit durch Benchmarking und Knowledge Services verbessern wollen.

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