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30. Oktober 2023

Industriepartner für internationales FQS-Forschungsvorhaben gesucht: Qualitätssicherung in der additiven Fertigung von Metallen

Die additive Fertigung von Metallen gewinnt zunehmend an industrieller Bedeutung. Vorteile dieser Fertigungsmethode sind unter anderem digitale Bestände, flexible und dezentrale Herstellungsmöglichkeiten sowie die maßgeschneiderte Anpassung von Bauteilen an individuelle Anforderungen. Eine hohe Anzahl an Prozessvariablen sowie die Komplexität der Prozesssimulation erschweren jedoch den breiten Einsatz in industriellen Anwendungen. Anwender additiver Fertigungsverfahren für die Herstellung von Metallteilen sind derzeit nicht in der Lage, aus Prozessdaten auf die endgültige Qualität der Teile zu schließen. Daher ist bei vielen Anwendungen eine 100 %ige Nachkontrolle obligatorisch, was die Kosten und die Komplexität erhöht und neue Geschäftsmöglichkeiten verhindert.

Ziel des geplanten internationalen FQS-Forschungsprojektes AQuaPro ist es, die entlang der additiven Fertigungskette von Metallteilen gewonnenen Daten in verwertbare Qualitätsinformationen umzuwandeln. Im Rahmen des Projektes werden dafür drei Strategien zur Qualitätsüberwachung untersucht, die dazu beitragen sollen, die aktuellen technologischen Herausforderungen der additiven Fertigung sicherheitskritischer und hochzuverlässiger Metallteile zu bewältigen. Als Anwendungsfall werden Unterwasserbauteile betrachtet. Diese bieten ein hohes Optimierungspotenzial (zum Beispiel Leichtbauweise für eine nachhaltigere Transport- und Installationslogistik). Zudem kann ihr Versagen mit hohen Umweltauswirkungen verbunden sein. Die Projektergebnisse sollen jedoch auch für andere Bereiche von Nutzen sein, in denen Qualitätssicherung eine zentrale Rolle spielt, zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie und der Medizintechnik.

Bei dem geplanten Forschungsvorhaben handelt es sich um ein deutsch-brasilianisches Kooperationsprojekt des internationalen Forschungsnetzwerks »CORNET – Collective Research Networking«, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert wird. Es ermöglicht transnationale Vorhaben der Gemeinschaftsforschung, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu fördern. Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, sich als Mitglied des Projektbegleitenden Ausschusses zu beteiligen. Hierbei bringen sie Ihre Anforderungen aus der Praxis ein, gestalten das Forschungsvorhaben mit und profitieren frühzeitig von den erzielten Ergebnissen. Hierzu kann auch eine prototypische Umsetzung im Unternehmen durch die Forschungseinrichtung gehören.

Die Projektlaufzeit ist ab Mitte 2024 für zwei Jahre geplant. Für weitere Informationen steht  Gustavo Reis de Ascencao (gustavo.reis.de.ascencao@ipk.fraunhofer.de) sowie die Geschäftsstelle der FQS (infofqs@dgq.de) zur Verfügung.

Zur Projektankündigung (PDF) geht es hier.

Ein Video mit Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten und der Projektarbeit in der FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. findet sich hier.

 

Über die FQS:

Die FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V. (FQS) unterstützt seit 1989 die anwendungsorientierte Forschung rund um das Thema Qualität in Deutschland. Sie versteht sich selbst als Forschungsbereich der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und wird von ihr getragen. Die FQS fördert innovative Forschungsideen über das Instrument der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und des Forschungsnetzwerks CORNET des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Ziele der Förderung sind möglichst anwendungsnahe Forschungsideen, die einen unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), erbringen.

Ein Video mit weiteren Informationen über die FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. findet sich hier.

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