Menü

6. Februar 2018

FMEA – Harmonisierung VDA und AIAG | Neue DGQ-PraxisWerkstatt im Angebot

Zurzeit müssen viele Lieferanten ihre Produkte im Rahmen von FMEAs bewerten. Hierbei gibt es unterschiedliche Forderungen seitens der Kunden. Während die einen die FMEA gemäß der VDA-Richtlinien fordern, verlangen andere wiederum eine Bewertung gemäß des AIAG Manuals. In der Praxis führt dies häufig zu Unklarheiten und erhöht in vielen Unternehmen die Komplexität bei der Produktentwicklung und Prozessrealisierung.

Der VDA und die AIAG entwickeln daher eine gemeinsame FMEA-Richtlinie, die es Lieferanten für den nordamerikanischen und deutschen Markt ermöglicht, einen einheitlichen FMEA-Geschäftsprozess abzubilden und diesen mit einer Reihe an Methodenwerkzeugen auszustatten. Ziel ist es, eine genaue, vollständige und robuste FMEA zu erzeugen, die alle Kundenanforderungen erfüllt.

Das sind die wesentlichen zu erwartenden Änderungen:

  • Sechs FMEA Schritte (statt bisher fünf beim VDA) – der Betrachtungsumfang (Scoping) kommt als erster Schritt hinzu
  • Wegfall der sogenannten RPZ, dafür Aufgabenpriorität (Risikomatrix)
  • Vereinheitlichtes FMEA-Formblatt
  • Neue Bewertungskataloge

Seit dem 27. November 2017 liegt der Gelbband zur öffentlichen Kommentierung vor. Laut VDA sollen die Kommentare bis April geprüft und eingearbeitet werden – der finale Rotband ist mit Erscheinungsdatum Mai angekündigt.

Für Fach- und Führungskräfte aus der Automobilindustrie, die fundiertes Wissen zur FMEA besitzen, hat die DGQ eine neue DGQ-PraxisWerkstatt entwickelt. Die Teilnehmenden können sich im Rahmen dieses Workshops mit den Änderungen, die aus dieser Harmonisierung resultieren, vertraut machen.

Die neue DGQ-PraxisWerkstatt: FMEA – Harmonisierung VDA und AIAG findet erstmals am 25. Juni 2018 in Stuttgart (Ditzingen) statt.