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6. Juni 2017

“Wenn zwei sich streiten…“ – Netzwerkveranstaltung der DGQ LGS Nord zum Thema technische Konfliktkommunikation am 2. Juni in Wunstorf

Dieser Satz drückt oft die Ratlosigkeit in beruflichen Kommunikationssituationen aus, die ‚schief gegangen‘ sind. Auch die Managementsystemverantwortlichen haben bei ihrer Querschnittsaufgabe häufig Gelegenheit, kommunikative Situationen innerlich oder auch terminlich nachzuarbeiten. Grund genug, diesem Phänomen im Rahmen einer Netzwerkveranstaltung der LGS Nord der DGQ auf den Grund zu gehen. „Einen Kommunikationskonflikt kann man nicht allein gewinnen. Erfolgreiche Konfliktkommunikation bietet verschiedenste Möglichkeiten, um den technischen Berufsalltag lebendiger, entspannter und erfolgreicher zu gestalten. Professionell umgesetzt, machen eine bewusste Kommunikation und ein aufmerksames Konfliktmanagement besonders in dem sich stetig entwickelnden und detailreichen technischen Bereich oft den entscheidenden Unterschied aus“. So Dipl.-Ing. Georg Steffen von VORGESPRAECH.de in seinem Vortrag.

Georg Steffen (VORGESPRAECH.de), Matthias Abken (GF AMT GmbH), Carsta Seidel (Organisatorin), Kai Behrends (DGQ LGS HH)

Beispiele hierfür gibt es zahllos: Der Umgang mit fordernden Kunden, eine schwierige interne Projektkommunikation, der “richtige Ton und Zeitpunkt” für das Vorantreiben innovativer Ideen; Rollenkonflikte wie “Techniker” mit “Vertriebler”, “Alter Hase” mit “Jungspund”, Geschäftsführung mit Betriebsrat. Diese Erfahrung teilten auch die Mitarbeiter des Gastgebers AMT (Abken Medizintechnik) aus Wunstorf. All diese Situationen unterscheiden sich zwar in den Rahmenbedingungen. Ihnen gemein ist jedoch, dass der Schlüssel, sie erfolgreich zu gestalten, sehr oft in einem gelungenen menschlichen Umgang miteinander liegt. Gute Praxis ist, aus der geschäftlichen Praxis heraus die Bedeutung der Situation zu analysieren, von ihr hängt das Eskalationspotenzial ab. Innerhalb dieses Rahmens wirken die unterschiedlichen Persönlichkeiten, von deren Bereitschaft zur erfolgreichen Kommunikation die Qualität des Ergebnisses abhängt. In nächsten Schritt gilt es, sich einzugestehen, dass ggf. tatsächlich unterschiedliche Interessen oder Bedürfnisse hinter einem Konflikt stehen. Auch wenn es schwerfällt, hinter dem hausmeisterlichen Anpfiff „So geht das aber gar nicht!“ etwas Berechtigtes zu erkennen, wenn man etwa grad seine schwere Last im Korridor abgesetzt hat – vielleicht stecken Brandschutzbelange oder die Arbeitssicherheit oder gar verkappte Kundenorientierung dahinter. Der Außendienstler, der seine Tour optimieren möchte und der Beschäftigte mit seinen Stoßzeiten, den jener wegen eines Serviceeinsatzes angefragt hat, haben tatsächlich ja unterschiedliche Interessen. Erfolgreiche Kommunikation in diesem Konflikt setzt dort an, diese zu erkennen, zu benennen und abzuwägen, schließlich Ziel führend zum Ausgleich zu bringen. Im Alltag sind aber viele Menschen eher darauf aus, eine Kommunikationssituation zu gewinnen, etwa um Dominanz oder Hierarchie durchzusetzen. Diesem kurzfristigen Macht- oder Ansehensgewinn (etwa in informellen Gruppen von Mitarbeitern) stehen allerdings langfristige Kosten durch die erschwerte Kommunikation gegenüber. Georg Steffen brachte viele Beispiele aus seiner Beratungspraxis, in denen Aufklärung, Training und Coaching von Einzelpersonen zu deutlichen wirtschaftlichen Verbesserungen geführt haben.

Weitere Informationen bei:
Kai-Uwe Behrends
Leiter DGQ Landesgeschäftsstelle Nord,  Hamburg
Fon: 040-85 33 78 60
E-Mail: kai-uwe.behrends@dgq.de

 

 

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