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6. November 2014

Regionalkreis Braunschweig zu Besuch bei ‚Schnellecke Logistics‘ in Wolfsburg-Sandkamp: Auditieren mit Tablet – Chancen und Risiken

Der Einstieg in die Regionalkreisveranstaltung am 23. Oktober 2014 durch eine Unternehmenspräsentation von Schnellecke-Finanzvorstand Achim Schlüsener zeigt, wie hoch das Thema bei Schnellecke Logistics angesiedelt ist. Die Unternehmensstrategie ist geprägt von der Initiative “BEST 2020” – Business Excellence Strategic Tour 2020.  Dahinter steht, dass nur begeisterte Mitarbeiter auch begeisterte Kunden generieren, die Voraussetzung für eine positive Unternehmensentwicklung sind.

Die Aufgaben und Strukturen im Konzernbereich Qualität und Umwelt wurden durch dessen Leiter Frank Guse vorgestellt. Dieser wurde im Rahmen der Veranstaltung für 20 Jahre treue DGQ-Mitgliedschaft vom Regionalkreis durch Regionalkreisleiterin Beate Kulessa geehrt. Herr Guse  betonte, man wolle mit der Gastgeberrolle dem Netzwerk etwas zurückgeben.

Die Einführung von ‚Auditieren mit Tablet – so berichtet Markus Kinds (Regionalbereichsleiter Q -Deutschland) bedeute,  im Prozess des internen Auditierens neue Wege zu gehen. Audits würden transparenter, offener, schneller, umfassender. Der Anspruch sei auch, als Auditor ‚Feststeller und Absteller‘ gleichzeitig zu sein.

Tablet-Audits werden angewendet für System-, Prozess- (auch VDA 6.3, P+D Fragen), Produkt- und Sonder- (wie 5S-) -Audits. Hervorragend sei der Zugriff auf Dokumente durch Anbindung an das Firmennetz. Außerdem könne eine Fotodokumentation zu Feststellungen oder bester Praxis mit Tablets (natürlich nur bei Vorliegen einer Fotofreigabe, also eher nicht im Entwicklungsbereich) direkt umgesetzt werden.

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Der Einsatz von Tablets erfolgt entlang des gesamten Auditprozesses. Von der Agenda, über die Einladung, vorangegangene Auditfeststellungen, Turtle, Normen- und Kundenanforderungen wird alles mit Tablets abgearbeitet. So werden am Ende des Tages alle Findings besprochen und mit abgestimmtem Vokabular festgehalten. Die Zeitersparnis ist enorm und Übertragungsfehler sind praktisch ausgeschlossen. Einfache, schnelle Verteilung der Informationen und Fotos als Belege (für Stärken und Potenziale) sind echte Vorteile, Zwischenstände bei mehrtägigen Audits sind leicht abrufbar.

Wie bei jeder Neuerung gab es einen Gewöhnungszeitraum. Das Auditieren mit Tablet erfordert eine enge Kooperation zwischen Lead- und Co-Auditor. Probleme gäbe es ggf. nur in schwieriger Umgebung, etwa in staubigen, heißen oder kalten Milleus. Nach einem Jahr Erfahrung mit der Auditierung Tablet in der Region Deutschland ist die Akzeptanz  sehr gut. Erfahrungen mit Sprach- und Stift-Eingabe gibt es noch nicht, das gewöhnungsbedürftige Arbeiten auf der virtuellen Tastastur wird als kleiner Nachteil empfunden. Insgesamt will der Konzernbereich QU das Auditieren mit Tablets ausweiten und kann es uneingeschränkt empfehlen. „Die Mitglieder des RK waren sehr an den Erfahrungen interessiert – es wird sich in der Q Community eine interessante Diskussion ergeben“ so Kai-Uwe Behrends, Leiter LGS Nord der DGQ, zum Abschluss der Veranstaltungung.

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