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Umfrage zu Kosten und Nutzen von Umweltmanagement

In welchem Verhältnis stehen die Kosten und Nutzen der Umweltmanagementsysteme und Umweltaktivitäten von Unternehmen? Können diese eventuell sogar effizienter gestaltet werden?

Das Forschungsvorhaben „Optionen für eine flächendeckende Implementierung von Umweltmanagementsystemen“ (Forschungskennzahl 3717131010) geht diesen Fragen nach. DGQ-Kooperationspartner Arqum und PricewaterhouseCoopers erarbeiten im Auftrag des Umweltbundesamtes einen Konzeptvorschlag für ein flächendeckendes Umweltmanagement in Deutschland. Hierfür sind möglichst viele Erfahrungswerte von Unternehmen und Organisationen vonnöten. Dabei ist es keine Voraussetzung, ein zertifiziertes Managementsystem zu besitzen.

Die Umfrage dauert in etwa 15 Minuten und ist anonym. Noch bis zum 31.08.2020 kann daran teilgenommen werden.
Die dazugehörige Datenschutzerklärung finden Sie hier: Datenschutzrechtliche_Informationen

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Der Countdown beginnt: Noch ein Jahr bis zu den neuen Normversionen

Für Unternehmen und Organisationen mit zertifizierten Managementsystemen ist heute ein wichtiger Tag: Die Übergangsfrist vieler revidierter Normen, darunter ISO 9001, endet am 14. September 2018. Am 15. September 2018 verlieren bestehende Zertifikate ihre Gültigkeit – wer diese Frist zur Re-Zertifizierung verpasst, muss ein Erst-Zertifizierungsaudit durchführen.

Welche Normen betroffen sind und wie Sie sich auf den Übergang vorbereiten können, erfahren Sie hier.

 

Qualitätsmanagementnorm ISO 9001

Die 3-jährige Übergangsphase von ISO 9001:2008 auf ISO 9001:2015 endet in einem Jahr: ab dem 15. September 2018 gilt nur noch die revidierte Norm. Zertifikate nach ISO 9001:2008 verlieren ihre Gültigkeit – neu ausgestellte Zertifikate nach ISO 9001:2008 müssen ebenfalls das Enddatum 14.09.2018 tragen.

ISO 9001:2015 folgt einer neuen, sogenannten High Level Structure. Managementsysteme erhalten somit künftig identische Strukturen – eine Integration anderer Systeme wird dadurch erleichtert (Integrierte Managementsysteme).

Re-Zertifizierungsaudits nach ISO 9001:2015 müssen mindestens 90 Tage vor Ablauf der Frist durchgeführt werden. Der letzte Tag eines Re-Zertifizierungsaudits darf nicht nach dem 14.09.2018 liegen. Wird diese Frist nicht beachtet, muss ein Erst-Zertifizierungsaudit erfolgen.

Die DGQ unterstützt Sie bei der Umstellung sowohl mit unseren offenen Seminaren als auch mit unserem Beratungsangebot:

In der 2-tägigen DGQ-PraxisWerkstatt: ISO 9001:2015 erarbeiten Sie gemeinsam mit dem Trainer und den Teilnehmern Umsetzungshilfen für den Umgang mit DIN EN ISO 9001:2015.

Sie benötigen eine individuelle Beratung für Ihr QM-Upgrade? Wir unterstützen Sie auf Wunsch von der Bedarfsanalyse und Maßnahmenplanung bis zur Bewertung der Zertifizierungsreife durch ein internes Systemaudit – mit bewährten Lösungsansätzen und durch aktive Mitarbeit. Senden Sie uns Ihre Anfrage! >>

 

Automotive – IATF 16949

Der internationale Automobilstandard IATF 16949 wurde im Oktober 2016 durch die International Automotive Task Force (IATF) veröffentlicht und ersetzt die derzeit noch gültige ISO/TS 16949:2009.

IATF 16949:2016 baut auf ISO 9001 auf und folgt damit ebenfalls der High Level Structure. Analog zur Übergangsfrist für Zertifikate nach ISO 9001:2008 haben Unternehmen bis zum 14. September 2018 Zeit, ihre Prozesse dem neuen Standard anzupassen. Nach dieser 2-jährigen Übergangsfrist verlieren die Zertifikate gemäß ISO/TS 16949 ihre Gültigkeit.

Die Umstellung auf IATF 16949 kann entweder durch ein separates Audit oder im Rahmen eines turnusmäßigen Überwachungsaudits oder Re-Zertifizierungsaudits erfolgen. Zusätzlich wird geprüft, ob die Anforderungen der ISO 9001:2015 im Qualitätsmanagementsystem der Organisation umgesetzt werden.

Die Audit-Qualifikation muss ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein. Eine frühzeitige Re-Qualifizierung (Re-Zertifizierung) ermöglicht mehr Planungssicherheit für die Umstellung. Bei der DGQ haben Sie noch bis September 2018 die Möglichkeit, an der IATF 16949:2016 – Upgrade-Schulung für 1st/2nd party Auditoren im Rahmen der Re-Qualifizierung teilzunehmen.

Sie möchten sich mit den praxisrelevanten Themen der Revision von ISO 9001:2015 und der IATF 16949:2016 vertraut machen? Dann besuchen Sie die 2-tägige DGQ-PraxisWerkstatt: Gegenüberstellung ISO 9001 und IATF 16949.

Sie benötigen eine individuelle Beratung für den Übergang zur IATF 16949? Wir unterstützen Sie auf Wunsch mit einer detaillierten Bestandsaufnahme und einem eng abgestimmten Maßnahmenplan – mit Praxiserfahrung und bewährten Lösungsansätzen. Senden Sie uns Ihre Anfrage! >>

 

Luft-, Raumfahrt und Verteidigung – EN 9100

Die Revision von DIN EN 9100 wurde durch die International Aerospace Quality Group (IAQG) abgeschlossen. Die Norm bietet den Rahmen für Qualitätsmanagementsysteme in der Luft-, Raumfahrt und Verteidigung.

Bis zum 14. September 2018 müssen Unternehmen ihre Managementsysteme durch ein Transitionsaudit auf die neue Normversion umgestellt haben – danach verlieren die Zertifikate ihre Gültigkeit. Die Transitionsphase umfasst die Zertifizierung und Freigabe der Eintragung in der OASIS-Datenbank. Nach dem 15. Juni 2017 sind Audits nach EN9100/9110/9120 (alter Revisionsstand) nicht mehr möglich.

EN 9100 baut auf ISO 9001:2015 auf – Kenntnisse dieser Norm sind daher unerlässlich, um eine Zertifizierung erfolgreich abschließen zu können.

Wenn Sie sich mit EN 9100 bereits auskennen und sich mit den wichtigsten praxisrelevanten Themen der Revision vertraut machen müssen, so haben Sie dazu in der eintägigen DGQ-PraxisWerkstatt: Revision EN 9100:2017 die Möglichkeit.

 

Schienenfahrzeugindustrie / Bahn – ISO/TS 22163

ISO/TS 22163 löst den Standard für die Schienenfahrzeugindustrie IRIS ab. Nach IRIS zertifizierte Unternehmen müssen bis zum 14. September 2018 durch ein Transitionsaudit ihre Zertifikate auf ISO/TS 22163 umstellen. Durch die Revision wird auch weiterhin eine enge Anbindung an ISO 9001:2015 ermöglicht. Kenntnisse dieser Norm sind daher unerlässlich, um eine Zertifizierung erfolgreich abschließen zu können.

Bereits nach IRIS zertifizierte Unternehmen sollten sich aufgrund der recht kurzen Übergangsphase zeitnah mit dem neuen Standard auseinandersetzen, um die Umstellung rechtzeitig durchführen zu können.

In der eintägigen DGQ-PraxisWerkstatt: Revision IRIS (ISO/TS 22163:2017) haben Sie die Möglichkeit, sich mit den Änderungen der Norm vertraut zu machen und zu erfahren, wie Sie Ihr Qualitätsmanagementsystem in der Bahnindustrie gestalten können.

 

Umweltmanagement – ISO 14001

Am 15. September 2015 ist die Revision von ISO 14001 veröffentlicht worden. Auch ISO 14001:2015 folgt ISO 9001:2015 hinsichtlich der High Level Structure, dem Kontext und Begriffen. Zertifizierungen von Umweltmanagement- und Qualitätsmanagementsystemen können somit effizienter gestaltet werden.

Nach ISO 14001:2004 bzw. der Korrekturversion aus 2009 zertifizierte Unternehmen haben noch ein Jahr Zeit, ihr Umweltmanagementsystem auf die ISO 14001:2015 umzustellen. Nach der 3-jährigen Übergangsphase werden ab dem 15. September 2018 alle alten Zertifikate ungültig und sind dann zurückzuziehen. Empfohlen wird, ein Übergangsaudit bis spätestens Juni 2018 zu terminieren.

In der 2-tägigen DGQ-PraxisWerkstatt: ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 erarbeiten Sie die Interpretation der Anforderungen von DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 und erfahren, wie Sie Ihr Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach den Forderungen dieser revidierten DIN EN ISO Standards gestalten können.

Sie haben bereits Kenntnisse der ISO 14001 und möchten sich näher mit ihrer Revision beschäftigen? Dann ist die eintägige DGQ-PraxisWerkstatt: ISO 14001:2015 genau das richtige für Sie!

 

Sie haben Fragen zu unseren Weiterbildungs- und Beratungsangeboten? Rufen Sie uns an!

DGQ Weiterbildung: 069 954 24-333

DGQ Consulting: 069 954 24-338

DGQ Personenzertifizierungsstelle: 069 954 24-332

Noch 12 Monate bis zur revidierten Norm ISO 14001
Ein Konsens für die zukünftigen Anforderungen zeichnet sich ab

Frankfurt am Main, 31. Juli 2014 – Mehr als 300.000 Organisationen warten derzeit auf eine zukunftsweisende Überarbeitung der Norm ISO 14001 „Umweltmanagementsysteme“. Allein in Deutschland sind etwa 6.000 Organisationen danach zertifiziert.

Kürzlich reisten mehr als 300 Delegierte und Vertreter von Liaison-Organisationen aus 39 Ländern zur 21. ISO/ TC 207 Plenarsitzung nach Panama City, um die Fortentwicklung dieser Normenreihe zu diskutieren. Eine zwölf Personen umfassende deutsche Delegation, darunter Thomas Votsmeier, Leiter der Personenzertifizierung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), vertrat die nationalen Interessen in den Sitzungen. Im Themenschwerpunkt „Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung” wurden die rund 1600 Kommentare zum Komitee-Entwurf final diskutiert.
„Die 14001-Revision zielt darauf, das Umweltmanagement verstärkt in die Geschäftsprozesse einer Organisation zu integrieren und vorhandene Potenziale besser zu nutzen“, berichtet Bernhard Schwager, Obmann im Normenausschuss „172 Umweltmanagement“ beim DIN Deutsches Institut für Normung e.V..

Veränderte Perspektive von Umweltaspekten
Schwager nennt die Einbettung der Norm in die von ISO vorgegebene High-Level-Struktur (HLS) „eine zentrale Herausforderung“. Diese Struktur aus dem Jahr 2012 definiert unter anderem harmonisierte Begriffe und Textbausteine für alle Managementsystemnormen und gibt somit verbindlich einen festen Rahmen vor, der zwar bedarfsweise erweitert, jedoch nicht in seiner Grundkonzeption geändert werden darf.
Mit der Novellierung der ISO 14001 werde sich die Perspektive von Umweltaspekten verändern: „War in der Vergangenheit der Blick primär auf Umweltaspekte gerichtet, die von der Organisation auf die Umwelt einwirken, so spielt jetzt auch die entgegengesetzte Betrachtung eine Rolle. Damit wird relevant, inwiefern die Umwelt Auswirkungen auf die Organisation selbst haben kann und wie die Organisation diesen Auswirkungen begegnet“, betont Thomas Votsmeier. Auch nehme die revidierte Fassung der Norm die oberste Führung der Organisation stärker in die Pflicht und zeige klar auf, welche ihrer Anforderungen delegiert werden dürfen und welche bei der obersten Führung verbleiben.

Proaktive Initiativen erwartet
Das Stichwort „die Umwelt schützen“ erweitert die Erwartungen an Organisationen um proaktive Initiativen. Dazu zählen nachhaltige Ressourcennutzung, Klimaschutz und Anpassung sowie Schutz der biologischen Vielfalt. Neu ist auch eine Verschiebung der Schwerpunkte im Hinblick auf die kontinuierliche Verbesserung, und zwar von der Verbesserung des Management-Systems hin zur Verbesserung der Umweltleistung. Dies soll stärker als bisher dazu führen, dass Emissionen, Abwasser und Abfall auf ein von der Organisation festgelegtes Niveau reduziert werden.
Neben denbisherigen Anforderungen,Umweltaspektevon GüternundDienstleistungen zu betrachten, sollen Organisationen ihre Kontrolle und ihren Einflussauf dieUmweltauswirkungenin Bezug auf ProduktnutzungundEnd-of-Life-Behandlung oder Entsorgung ausdehnen. „Dieses Lebenszyklus-Denken bedeutet jedoch nicht, eineÖkobilanzerstellen zu müssen“, sagt Schwager. Neu sei auch die Entwicklung einerKommunikationsstrategiemit gleich starkerBetonung aufexterner und interner Kommunikation.
Die Experten der Arbeitsgruppe haben dem internationalen Norm-Entwurf ISO/DIS 14001 (DIS: Draft International Standard) zugestimmt. Somit kann jetzt die Kommentierungsfrist beginnen, zu der das DIN den Entwurf für diesen Konsultationsprozess in deutscher Sprache veröffentlicht hat.

Über die DGQ
Die Deutsche Gesellschaft für Qualitätprägt und moderiert die praxisnahe Plattform engagierter Fachleute aus allen Unternehmensebenen und Leistungsbereichen zum Thema Qualität. Der Verein mit knapp 7000 Mitgliedern und 63 Regionalkreisen bundesweit gestaltet Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ-Forschung erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das Qualitätsmanagement.

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