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Leitbilder und ihre Anwendung in der Praxis. Von der Wunschvorstellung zur Wirklichkeit. Diskussionsforum am 24.11.2015 in Potsdam

Im Jahr 2012 hat die DGQ die Initiative „Qualitätsleitbild für Deutschlandgestartet. Seitdem führen wir mit Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Bildung einen breiten Diskurs über die Bedeutung und Zukunft von Qualität in Deutschland und damit über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

Die Landeshauptstadt Potsdam ist eine wachsende Stadt. Die Bevölkerungsprognose der LHP geht davon aus, dass im Jahr 2035 rund 198.300 Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt leben werden. Daher muss sich Potsdam die Frage stellen, wie die stärker steigenden Anforderungen bewältigt werden können. Es ist notwendig festzulegen, welche der Herausforderungen, die sich durch das Wachstum ergeben, als erste gemeistert werden müssen und wie die vorhandenen Ressourcen dafür am effektivsten gebündelt und eingesetzt werden können. Da sich diese Fragen nicht nur einmal, sondern jährlich stellen werden, ist ein kontinuierlicher und weiter als bisher gefasster Diskussionsprozess notwendig. Die Basis hierfür bildet das Leitbild. Mit diesem sollten Prioritäten gesetzt und Visionen für Potsdams Zukunft formuliert werden. Dies bedeutet auch, dass es die Handlungsgrundlage für die Politik und Verwaltung sowie der kommunalen Unternehmen wird.

Die ProPotsdam GmbH ist das größte Wohnungsunternehmen der Landeshauptstadt Potsdam und führender Dienstleister in den Bereichen Stadtsanierung, Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Wohnfürsorge. Im Jahr 2010 hat sich die ProPotsdam ein Unternehmensleitbild gegeben, welches als Praxisbeispiel vorgestellt wird.

Gerne möchten wir uns gemeinsam über Vorstellungen von guter Lebensqualität, Visionen und Werten für Deutschland austauschen sowie über den Sinn und Zweck und die Tücken des Leitbildprozess diskutieren.

Programmablauf:

16:00 Uhr Einlass

16:30 Uhr Begrüßung, Einführung und Moderation durch Dieter Jetschmanegg (Fachbereichsleiter Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung), Projektleiter gemeinsam mit Friederike Samel, Leiterin DGQ-Landesgeschäftsstelle Ost

16:40 Uhr Impuls  zu „Qualitätsleitbild für Deutschland“  von Michaela Schröder, Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V., Frankfurt/Main

17:15 Uhr Impuls zu „Potsdam weiterdenken“ von Dieter Jetschmanegg Projektleiter Leitbildentwicklung Landeshauptstadt Potsdam

18:00 Uhr Impuls zu „Das Leitbild der ProPotsdam“ von  Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam

18:30 Uhr  Gemeinsame Diskussion & Austausch

Anschließend Ausklang und Networking mit kleinem Imbiss.

Veranstaltungsort: Wissenschaftsetage im Bildungsforum, Am Kanal 47; 14467 Potsdam (Anfahrtsbeschreibung >>> hier!)

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmeranzahl begrenzt. Bitte melden Sie sich daher unbedingt bis zum 17.11.2015 an >>> Kontaktformular zur LGS Ost. Sie erhalten rechtzeitig vorher eine Anmeldebestätigung.

Einladung und Programmablauf zum download hier: Diskussionsforum 24.11.2015

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ansprechpartnerin für Rückfragen:

DGQ Landesgeschäftsstelle Ost
Leitung: Friederike Samel
Unter den Eichen 128
12203 Berlin
T +49 (0)30-84 49 17-0
fs@dgq.de

Internetpräsenz hier

 

DGQ: „Made in Germany“ muss unangetastet bleiben Das Label ist Grundlage für den Export deutscher Schlüsselindustrien

Die Pläne der EU-Kommission die Kennzeichnungsregeln für die Herkunft eines Produktes zu ändern, können nach Ansicht von Jürgen Varwig einen immensen Schaden für die deutsche Wirtschaft bedeuten. „Als Faustregel gilt, dass neben der Endproduktion eines Herstellprozesses auch die Verantwortung für ein Produkt oder eine Dienstleistung in Deutschland liegt. Auf diese Weise können im Fall der Fälle gefährliche Produkte im Sinn des Verbraucherschutzes weitaus zielgerichteter rückverfolgt werden“, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), Frankfurt am Main. Zur Produktverantwortung zählt Varwig neben der Konzeption vor allem die Entwicklung und das Design, welche die Qualität eines Produktes im Sinne von Verbrauchertauglichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit beeinflussen. Entscheidend für die Bezeichnung „Made in Germany“ ist auch der geographische Ursprungsort der Herstellung der Produkte, nicht aber der Sitz des Unternehmens. „Das Label ´Made in Germany` muss unangetastet bleiben“, sagt Varwig und zitiert einen Gerichtsentscheid des OLG Stuttgarts von 1995, der besagt, dass Verbraucher verbotenerweise irregeführt werden, wenn trotz des Labels `Made in Germany` wesentliche, für ein Produkt eigenschaftsbestimmende Prozessschritte nicht in Deutschland erbracht wurden.

 

Darüber hinaus wird das Label „Made in Germany“ im in- und ausländischen Markt grundsätzlich als Qualitätssiegel für in Deutschland gefertigte Produkte angesehen. Denn der Kunde verbindet damit nachhaltig gute Qualität und einen hohen technischen Standard, insbesondere in den Branchen Automotive, Elektro, Maschinen- und Anlagenbau. Was eine eventuelle Umsetzung der EU-Pläne bezüglich eines ´Made in Germany` betrifft, ist DGQ-Präsident Varwig optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass der EU-Vorstoß in absehbarer Zeit nicht umgesetzt wird, weil die deutschen Politiker in Brüssel sehr genau wissen, dass sich dessen Umsetzung vor allem nachteilig auf den Export unserer Schlüsselindustrien auswirken kann. Das gilt es, zu verhindern“.

 

Qualität „Made in Germany“ wird nach Auffassung der DGQ auch in 20 Jahren noch ein Erfolgsfaktor für die deutsche Wirtschaft sein, aber mit einer anderen Ausrichtung als heute. Die deutsche Wirtschaft werde erheblich profitieren, wenn es gelingt, „unser Qualitätsverständnis zu erweitern und unsere traditionellen Tugenden mit denen des 21. Jahrhunderts zu verbinden: Geschwindigkeit, Vernetzung, Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz“, so Varwig weiter. Auf diese Weise werde die Grundlage dafür geschaffen, dass die wesentlichen Teile der Wertschöpfung im Land bleiben, aus denen dann wettbewerbsfähige Innovationen auf deutschem Qualitätsniveau entstehen: ein zukunfts- und wettbewerbsfähiges „Made in Germany“.

 

Auf der Website www.qualitaetsleitbild.de lädt die DGQ Gesellschaft, Unternehmen und Politik dazu ein, über die Perspektiven von Qualität als Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zu diskutieren. Die Initiative Qualitätsleitbild für Deutschland wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln wissenschaftlich begleitet und soll Ende 2014 in einem Qualitätsleitbild für Deutschland münden.

DGQ-Umfrage zum Weltqualitätstag:
Qualität ist Strategiethema in deutschen Unternehmen

Initiative will „Made in Germany“ zukunftsfähig machen / Unterstützer willkommen

Frankfurt am Main, 7. November 2012 – Qualität ist in deutschen Firmen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Davon sind rund 90 Prozent der deutschen Qualitätsmanager überzeugt. Etwa 80 Prozent von ihnen werden unmittelbar in übergeordnete strategische Prozesse eingebunden, sodass insgesamt 86 Prozent der Befragten die Bedeutung ihres Fachgebietes im Unternehmen als hoch bewerten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Telefonbefragung unter 400 deutschen Qualitätsmanagern, die das Institut Markt & Konzept anlässlich des Weltqualitätstags am 8. November im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) durchgeführt hat.

DGQ-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Kaerkes freut sich über dieses Ergebnis: „Qualität ist für viele Unternehmen eine wichtige Säule des Erfolgs. Wir Deutschen haben in Sachen Qualität weltweit einen Spitzenruf. Um aber künftig wettbewerbsfähig zu bleiben, dürfen wir uns nicht auf diesem Erfolg ausruhen. Es kommt darauf an, Qualität weiterzudenken und in das Thema zu investieren. Qualität ist und bleibt harte Arbeit – jeden Tag aufs Neue.“

Qualität ist ein Zukunftsthema von nationaler Bedeutung. Denn DGQ-Schätzungen zufolge bringt der Faktor Qualität den deutschen Unternehmen allein im Exportgeschäft ein Plus in dreistelliger Milliardenhöhe. Deswegen will die DGQ das Erfolgsmodell „Made in Germany“ mit der Initiative „Qualitätsleitbild für Deutschland“ zukunftsfähig machen. Siebzig namhafte Unternehmen und Organisationen unterstützen bereits die Initiative, die einen breiten Diskurs anstoßen will. Bis 2014 soll ein Leitbild für Qualität in Deutschland entstehen. Unter www.qualitaetsleitbild.de stehen Beiträge der Unterstützer sowie sieben Leitthesen zur Diskussion bereit. Die DGQ lädt dort zu weiteren Beiträgen, zur Kommentierung und konstruktiven Diskussion ein.

Über die Studie

Für die repräsentative Studie hat die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Markt & Konzept 400 Qualitätsverantwortliche befragt. Die unabhängige computergestützte Telefonbefragung fand im August 2012 statt.

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität prägt und moderiert die praxisnahe Plattform engagierter Fachleute aus allen Unternehmensebenen und Leistungsbereichen zum Thema Qualität. Der Verein mit knapp 7000 Mitgliedern und 62 Regionalkreisen bundesweit gestaltet Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in Qualitäts-, Umweltund Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ Beratung GmbH ist Problemlöser bei allen qualitätsorientierten Managementaufgaben rund um Managementsysteme, Prozesseffizienz und Business Excellence. Die DGQ-Forschung erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das Qualitätsmanagement.

Sieben Leitthesen für die Zukunft von Qualität „Made in Germany“ DGQ-Initiative als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet

Frankfurt am Main/ Wiesbaden, 15. Juni 2012 – „Wenn wir nicht ins internationale Mittelmaß abdriften wollen, müssen wir Qualität als übergeordnetes strategisches Leitprinzip in Unternehmen und Organisationen mit neuem Leben füllen.“ Das sagte gestern Abend der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ,) Dr. Jürgen Varwig, anlässlich ihres sechzigsten Jubiläums in Wiesbaden. Dort präsentierte die DGQ sieben Leitthesen für Qualität in Deutschland, die die Visionen und Vorschläge von rund 60 führenden Köpfen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Zukunft von Qualität als Erfolgsfaktor und Differenzierungsmerkmal der deutschen Wirtschaft bündeln.

Die DGQ-Initiative wird wissenschaftlich begleitet und soll 2014 in ein Qualitätsleitbild für Deutschland münden, das einen Konsens über die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung von Qualität abbildet und konkrete Vorschläge zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts macht. „Die Leitthesen sollen dabei den Diskurs mit Substanz anreichern, konkrete Ideen vorbringen und unterschiedliche Überzeugungen transparent machen“, so Varwig. Unter www.qualitaetsleitbild.de stehen alle Statements und Leitthesen im Volltext zur Verfügung. Ab sofort lädt die DGQ zur Kommentierung und konstruktiven Diskussion ein.

Die sieben Leitthesen für Qualität in Deutschland:

1. Qualität trägt – auch in Zeiten des Umbruchs: Unternehmen und Organisationen, die Qualität als Leitprinzip verankern, sind langfristig erfolgreicher.

2. Qualitätsorientierung eint die deutsche Wirtschaft: Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg durch Qualität besteht in einer Mischung aus traditionellen Tugenden und denen des 21. Jahrhunderts: Geschwindigkeit, Vernetzung, Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz.

3. Qualität Made in Germany – die Weltmarke weiterdenken: Neben der industriellen Produktqualität muss Qualität „Made in Germany“ künftig auch für Dienstleistungen, Wissensproduktion und Lösungskompetenz stehen. Und vor allem dafür, dass in global tätigen Unternehmen und Produktions-zusammenhängen die Gesamtverantwortung für die Wertschöpfungs- und Produktionsketten von deutschem Qualitätsdenken geprägt ist.

4. Qualität hat Geschwister bekommen: Die deutsche Wirtschaft wird erheblich profitieren, wenn es gelingt, unser Qualitätsverständnis zu erweitern. Noch sind wir zu sehr Industriegesellschaft.

5. Qualität ist strategisches Managementthema: Qualität muss als strategisches Querschnittsthema etabliert und implementiert, gesteuert und von der Führungsebene vorgelebt werden. Nur dann kann eine gewinnbringende Qualitätskultur entstehen.

6. Qualität schafft nachhaltiges Wachstum und Lebensqualität: Qualitätsorientierung, die sich an Nachhaltigkeitszielen ausrichtet, macht die Welt lebenswerter. Sie ist ein Konzept, das für nachhaltige Renditen sorgt –ökonomisch, ökologisch und sozial.

7. Qualität braucht Politik und Bildung: Bildung, Forschung und Wirtschaft sollten sich in Deutschland zu einem effektiveren und effizienteren Gesamtsystem weiterentwickeln. Dann wird es wieder öfter gelingen, die in Deutschland herangereiften Ideen in Innovationen mit deutschem Qualitätsniveau umzusetzen.

Für das Innovationspotenzial des Leitbildprojekts zeichneten Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, und Daniel Hostas, Deutsche Bank, die DGQ gestern in Wiesbaden als „Ausgewählter Ort 2012“ aus. „Die zahlreichen Beiträge aus den Vorstandsetagen von Unternehmen wie Daimler AG, Telekom AG, Bitburger oder SCHOTT AG zeigen die Relevanz, die Qualität für die deutsche Wirtschaft hat“, sagte Varwig weiter. „Ihr volles Innovationspotenzial wird die Initiative vor allem dann entfalten, wenn wir es schaffen, einen breiten Diskurs über die Zukunft von Qualität zu entwickeln.“

Weitere Informationen zur Initiative unter: www.qualitaetsleitbild.de.

Kontakt für Informationen:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Rolf Henning
August-Schanz-Str. 21A, 60433 Frankfurt am Main
T +49 (0)69-954 24-170, F +49 (0)69-954 24-296
rh@dgq.de, https://www.dgq.de

DGQ-Pressestelle, c/o Klenk & Hoursch
Susanne Müller
Walther-von-Cronberg-Platz 2
60594 Frankfurt am Main
Telefon: 069 719168-27
E-Mail: susanne.mueller@klenkhoursch.de

Über die DGQ

Verstehen. Verbessern. Verantworten. Die Deutsche Gesellschaft für Qualität prägt und moderiert die praxisnahe Plattform engagierter Fachleute aus allen Unternehmensebenen und Leistungsbereichen zum Thema Qualität. Der Verein mit rund 7000 Mitgliedern und 64 Regionalkreisen bundesweit gestaltet Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ Beratung GmbH ist Problemlöser bei allen qualitätsorientierten Managementaufgaben rund um Managementsysteme, Prozesseffizienz und Business Excellence. Die DGQ-Forschung erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das Qualitätsmanagement. Die DGQ Best Practice GmbH unterstützt Unternehmen, die ihre Leistungs- und Innovationsfähigkeit durch Benchmarking und Knowledge Services verbessern wollen.

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