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Neues FQS-Forschungsprojekt METIS: Effektive Bewertung von IT-Werkzeugen für die kollaborative Produktentwicklung

Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 hat die kollaborative Entwicklungsarbeit stark zugenommen, da der gesamte Produktlebenszyklus von der Idee bis zum Service berücksichtigt werden muss. Um effektiv zusammenzuarbeiten, müssen Unternehmen eine hohe Interoperabilität in Bezug auf Prozesse, IT-Systeme und gemeinsame Daten gewährleisten. Die Schaffung geeigneter IT-technischer Voraussetzungen für eine effektive kollaborative Produktentwicklung stellt Unternehmen jedoch vor große Herausforderungen. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlt es in der Zusammenarbeit oftmals an einer zweckmäßigen IT-Anbindung, wodurch eine Vernetzung häufig nur ad hoc mit bestehenden Systemen stattfindet.

Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts METIS der FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V. soll in einem Zeitraum von zwei Jahren eine niederschwellige Methode zur kontextabhängigen Analyse, Bewertung und Konfiguration von IT-Tool-Stacks für die kollaborative Produktentwicklung entwickelt werden. Ein IT-Tool-Stack ist die Summe aller informationstechnischen Anwendungen eines Bereichs.

Sitzung des projektbegleitenden Ausschusses

Sitzung des projektbegleitenden Ausschusses ©TU Berlin

Wissenschaftler:innen der Fachbereiche Qualitätswissenschaft und Industrielle Informationstechnik der Technischen Universität Berlin wollen dazu ein Assistenzsystem aufbauen, das insbesondere KMU mit Ressourcen- und Know-how-Begrenzungen einen einfachen Zugang ermöglicht. Dabei sollen auch Software-as-a-Service (SaaS)-Technologien berücksichtigt werden, die eine einfache und nutzungsbasierte Bezahlung ermöglichen und den finanziellen Aufwand für Unternehmen reduzieren. Durch das als interaktives Dashboard umgesetzte Assistenzsystem sollen KMU dazu befähigt werden, die Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der IT-Tool-Stacks in der kollaborativen Produktentstehung bereits in der Anbahnungsphase zu bewerten, auszuwählen und anforderungsgerecht zu implementieren.

Elf Industriepartner begleiten die Forschungsarbeiten als Mitglieder des projektbegleitenden Ausschusses. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie stellt sicher, dass die entwickelte Methode praxisnah und an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst ist.

Über das Forschungsprojekt:

Das IGF-Vorhaben 22534 N der FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V., August-Schanz-Straße 21A, 60433 Frankfurt am Main wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Link zur Projektwebseite

Weitere Informationen zum Projekt und zu Beteiligungsmöglichkeiten können über die Geschäftsstelle der FQS bezogen werden:

FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V.
August-Schanz-Straße 21A
60433 Frankfurt am Main

infofqs@dgq.de

Über die FQS

Die FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V. (FQS) unterstützt seit 1989 die anwendungsorientierte Forschung rund um das Thema Qualität in Deutschland. Sie versteht sich selbst als Forschungsbereich der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und wird von ihr getragen. Die FQS fördert innovative Forschungsideen über das Instrument der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und des Forschungsnetzwerks CORNET des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Ziele der Förderung sind möglichst anwendungsnahe Forschungsideen, die einen unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), erbringen.
www.fqs.de

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