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ASQ-Report: Weltweit noch deutliche Unterschiede im Management von Qualität

Umfassende Qualitätsmanagement-Modelle kommen in Fertigungs- und Service-Organisationen weltweit mit erheblichen Unterschieden zum Einsatz. Deutliche Differenzen bestehen vor allem in der QM-Aus- und Weiterbildung. Das geht aus den „Erkenntnissen 2013“ hervor, die die American Society of Quality (ASQ) mit ihrer „Global State of Quality Research“ jetzt vorgelegt hat. Darin hat sie die Daten von knapp 2.000 Unternehmen aus 22 Ländern gesammelt und analysiert. Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) e.V. hat die Forschungsstudie als Weltpartner aktiv unterstützt.

Deutschland hat laut Bericht weltweit den höchsten Anteil an qualitätsbezogenen Trainings. Hier bieten 77 Prozent der Organisationen eine ISO-basierte Ausbildung und 82 Prozent eine generelle Qualitätsausbildung ihrer Führungskräfte an. Im Vergleich dazu hat Australien mit 11 Prozent den größten Anteil an Organisationen ohne QM-orientierte Ausbildung.

Laut Bericht verwenden 78 Prozent der produzierenden Unternehmen ISO als Qualitätsrahmen, im Vergleich dazu nur 52 Prozent der Service-Organisationen. Die Tschechische Republik weist mit 83 Prozent die meisten Unternehmen mit ISO als Qualitätsrahmen auf. In den USA nutzen 60 Prozent der Organisationen ISO, in Indien 62 Prozent der Unternehmen. Finnland hat mit 56 Prozent den niedrigsten Prozentsatz der Unternehmen, die ISO verwenden.

Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden Dollar bieten weitaus mehr Qualitäts-Schulungen an als kleinere Organisationen. Die Angebote an ihre Mitarbeiter gehen hauptsächlich in Richtung Lean, Six Sigma, ISO sowie Prüf- und Qualitätsmanagement. Im Vergleich zu Dienstleistungsunternehmen bieten produzierende Unternehmen etwa doppelt so viel Training in den Bereichen Six Sigma und Lean sowie rund ein Drittel mehr in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und ISO an.

„Die Global State of Quality-Untersuchung ist in ihrem Umfang und in ihren Auswirkungen bahnbrechend“, sagte ASQ-Geschäftsführerin Laurel Nelson-Rowe. „Auf Basis dieser Daten können jetzt Unternehmer weltweit damit beginnen, ihre Qualitätsaktivitäten, kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen und Ressourcenkontingente zu messen. Das hilft ihnen, ihre Effizienz zu steigern, indem sie ihre Produkte oder Dienstleistungen verbessern, was wiederum zu einer besseren Top- und Bottom-Line-Performance führt“.

Die vorliegenden „Discoveries 2013“ sind der erste von drei Berichten über die Auslegung und Anwendung von Qualitätsmanagementmodellen in den Unternehmen, die die ASQ in diesem Jahr vorstellt. Zum ASQ-Report >>>

 

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