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22. März 2019

Gesundheitsnorm DIN EN 15224:2012 macht Zertifizierung nach einheitlichen Grundsätzen möglich

In vielen Branchen arbeiten die Unternehmen in einem internationalen Kontext. Auch im Gesundheitswesen ist diese Entwicklung zu erkennen. So ist z. B. die Korian Gruppe in fünf europäischen Ländern aktiv, in denen sie von der Akutbehandlung in Krankenhäusern bis zur Langzeitpflege in Pflegeheimen ein breites Dienstleistungsspektrum anbietet. Auch die Helios Kliniken sind Teil eines international in über 100 Ländern tätigen Konzerns. Einheitliche international gültige Qualitätsstandards in der Gesundheitsversorgung erleichtern die Arbeit der Leistungsanbieter und schaffen die Grundlagen für eine vergleichbare Qualität der Dienstleistungen.

Die DIN EN ISO 9001 bietet eine für alle Branchen gültige internationale Norm. Sie ist jedoch sehr allgemein gehalten und muss auf das jeweilige Leistungsfeld konkretisiert und übersetzt werden. Diese Arbeit wurde bei der Entwicklung der DIN EN 15224:2012 vorgenommen. Die DIN EN 15224:2012 ist eine speziell auf das Gesundheitswesen zugeschnittene europaweit geltende Norm. Sie ermöglicht es den Leistungsanbietern, ihre Qualitätsmanagementsystems nach einheitlichen Grundsätzen zu zertifizieren. Grundlage ist DIN EN ISO 9001:2008, die bereits mit Blick auf ISO 9001:2015 um den risikobasierten Ansatz ergänzt wurde. Um die Anforderungen an die Qualität von Gesundheitsdienstleistungen zu bestimmen, werden in DIN EN 15224:2012 elf Qualitätsmerkmale definiert (vgl. Abbildung 1). Damit wird für Einrichtungen im Gesundheitswesen deutlich, worauf sich die Anforderungen in ihrem Tätigkeitsbereich konkret beziehen.

Die spezifischen Erläuterungen von DIN EN 15224:2012 ermöglichen Organisationen ein gemeinsames Qualitätsverständnis und ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem zu entwickeln, das sowohl sektorenübergreifend als auch berufsgruppenübergreifend wirksam ist. Auf dieser gemeinsamen Grundlage können landesspezifische, sektorenspezifische und berufsspezifische rechtliche Anforderungen und Normen in das Managementsystem integriert werden. Die Fokussierung der Norm auf klinische Prozesse und das Risikomanagement bietet den Einrichtungen die Chance, die Notwendigkeit und den Bezug eines Qualitätsmanagementsystems für die Versorgungspraxis verständlich zu transportieren und damit im Arbeitsalltag zu verankern.

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