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3 Dinge, die Qualitätsmanager im Gesundheitswesen können müssen

Im Dschungel des Qualitätsmanagements ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Wer für Qualität zuständig ist, steht vor vielen Herausforderungen. Welche Fähigkeiten sind gefragt, um sich zurechtzufinden und als Qualitätsmanager in dieser Branche zu überzeugen? Im Lehrgangsprogramm der DGQ stehen folgende Themen besonders im Vordergrund:

Ein gutes Gesprächsklima schaffen

Wer kennt sie nicht, die Diskussionen mit unterschiedlichen Berufsgruppen in Krankenhäusern darüber, ob QM-Maßnahmen sinnvoll sind oder nicht. Hinzu kommen verschiedene Fachkenntnisse und ein komplexes System. Deshalb ist eine zentrale Funktion des QM-Systems im Gesundheitswesen, das Gesprächsklima zu verbessern.

Denn die richtige Kommunikation ist wichtig, um Konflikten entgegenzuwirken und Lösungen zu finden. Das bedeutet auch, die Mitarbeitenden einzubeziehen und wertzuschätzen. Der erhobene Zeigefinger ist fehl am Platz. Wichtige Faktoren für ein positives Gesprächsklima sind, den Austausch professionell vorzubereiten, alle Beteiligten einzubeziehen und auf Spott oder Ironie zu verzichten. Nur wer sein Gegenüber im Gespräch ausreden lässt und gleichzeitig aktiv zuhört, kann eine Basis finden, um Qualitätsmanagement voranzutreiben. Die DGQ führt im ersten Teil ihres Lehrgangs deshalb in Grundsätze der Kommunikation und Gesprächstechniken ein. Außerdem steht die prozessorientierte Kommunikation im Vordergrund.

Prozessorientiert vorgehen

Oft ist es im Gesundheitswesen zäh, Prozesse neuzugestalten und Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen. Bürokratische Hürden oder Skepsis der Belegschaft können Hindernisse darstellen, die es zu überwinden gilt. Gleichzeitig sind die Erwartungen und der Erfolgsdruck hoch. Wer hier durchhält und strukturiert vorgeht, kommt leichter ans Ziel.

Wichtig ist dabei die Formulierung des Inputs. Wenn Wünsche und Anforderungen am Anfang eines Prozesses feststehen, können Verantwortliche das Outcome besser im Blick behalten und steuern.  Die Aufstellung einer Prozesslandkarte und die Darstellung der Prozessebenen sind für das prozessorientierte Vorgehen hilfreich. Ein bekanntes Beispiel ist das TURTLE-Modell. Wer es schafft, ein prozessorientiertes Vorgehen zu etablieren, stabilisiert das gesamte QM-System und trägt zur Patientensicherheit und zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei.

Vielfältige Werkzeuge nutzen

Eine Methodenvielfalt und Flexibilität bringt Sie als Qualitätsmanager immer weiter. Es erfordert ein hohes Maß an flexiblen Denk- und Handlungsweisen, unterschiedlichen Aufgaben, Anforderungen und Erwartungen zu erfüllen. Wer schnell umdenken kann, neugierig bleibt und unterschiedliche Wege ausprobiert, ist klar im Vorteil.

Methoden zur Qualitätsverbesserung gibt es reichlich. Im Vordergrund steht es, Fehler zu erfassen und zu analysieren. Wer Werkzeuge zur Qualitätsverbesserung einsetzt, fördert die Transparenz und das Verständnis in der Organisation. Beispiele sind das klassische Brainstorming, das Pareto- und das Ishikawa-Diagramm. Es erfordert Mut und Durchsetzungskraft, die richtige Methode zu finden und auszuprobieren.

 

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