Archiv unserer Meldungen 2008

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Dezember 2010


Innovationsmanagement zwischen Lippenbekenntnis und Markterfolg
Auf die Treiber im Unternehmen kommt es an

In erfolgreichen Unternehmen hat das Thema Innovationsmanagement einen deutlich höheren Stellenwert als in weniger erfolgreichen. Denn 79 Prozent der erfolgreichen bekennen sich in ihrer Strategie zu Innovationen im Vergleich zu 66 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen. Zu diesem Teilergebnis kommt die Studie „Innovation“ aus dem Excellence-Barometer (ExBa) der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), Frankfurt, und der forum! Marktforschung, Mainz. 301 Entscheider der ersten und zweiten Ebene wurden unter anderem befragt, ob es sich dabei um Lippenbekenntnisse handelt oder ob die Entscheidungsträger tatsächlich ausreichend Ressourcen wie Zeit, Geld und Personal für Innovationen zur Verfügung stellen.

Die Aufgabe, ein Unternehmen auf einen Mix aus strategischer, Produkt- und Prozessinnovation vorzubereiten, einen solchen einzuführen und nachhaltig weiterzuentwickeln, liegt eindeutig in der Führungsriege der Unternehmen. So geben auch alle befragten Entscheidungsträger an, dass sie aus ihrer Sicht im Schnitt mehr Zeit und Geld in Innovationen investieren als andere Unternehmen. Erfolgreiche Unternehmen investieren sogar doppelt so viel Zeit und mehr als dreimal so viel Geld in ihre Innovationsinitiativen als die weniger erfolgreichen. Innovationen bilden nach dem Verständnis der Entscheider zwar einen wichtigen Erfolgsfaktor für das Unternehmen. In der Praxis verfügen jedoch alle befragten Unternehmen über ein noch unausgeschöpftes Innovationspotenzial in Bezug auf strategische Innovationen. Das sind etwa neue Geschäftsfelder, Wachstumsplattformen, Ertragsmodelle oder Kooperationen, die einem Unternehmen neue Möglichkeiten zur Ertragssteigerung und neuen Marktanteilen erschließen.

Doch von nichts kommt nichts. Innovationen brauchen Treiber. Personen, die dieses Thema verantworten und fachlich managen können. Erfolgreiche Unternehmen haben einen Treiber, der die Verantwortung für Innovationen trägt und entsprechende Projekte in Gang setzt und zum Markterfolg führt. Dabei sehen sich die befragten Entscheidungsträger mehrheitlich selbst in dieser Rolle. Doch im Regelfall sind mehrere Personen im Unternehmen für Innovationen verantwortlich.

„Erfolgreiche Unternehmen haben ein stärkeres Bewusstsein dafür entwickelt, dass Innovation eine Führungsaufgabe ist“, sagt DGQ-Geschäftsführer Wolfgang Kaerkes. Denn nur Personen auf dieser Hierarchieebene hätten die Entscheidungsbefugnis, die Autorität und die Durchsetzungskraft, um den Innovationsfokus festzulegen. So bestimmt gerade diese Gruppe die strategische Marschrichtung über Innovationen neuer Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder Geschäftsmodelle. Insbesondere die Geschäftsführung wägt Chancen und Risiken gegeneinander ab und entscheidet dann, ob sie entsprechende Ressourcen und eine Infrastruktur für Innovationen aufbaut. Darüber hinaus spielt sie eine wichtige Rolle im Umgang mit Widerständen und beim Gestalten eines innovationsförderlichen Unternehmensklimas.

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