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Mit Dr. Joseph Moses Juran ist am 28. Februar 2008 einer der Wegbereiter des modernen Qualitätsmanagements gestorben. Der amerikanische Wirtschaftsingenieur rumänischer Abstammung starb im Alter von 103 Jahren eines natürlichen Todes. Bereits 1994 hatte sich Juran aus seinem 1979 gegründeten Juran Institute Inc (JII) zurückgezogen, um in Vorträgen weltweit das Prinzip der Qualitätsverbesserung zu kommunizieren. Eng mit seinem Namen verbunden sind das Roadmap-Prinzip zur unternehmensweiten Qualitätsverbesserung sowie Lean und Six Sigma. Er schuf unter anderem den Begriff der Qualitätstrilogie, die auf den Säulen Qualitätsplanung, -regelung und -verbesserung beruht. Ebenso wird ihm die 80:20-Regel der Pareto-Analyse zugeschrieben, wonach 80 Prozent der Fehler im Prozess liegen, also vom Management zu verantworten sind, und nur 20 Prozent von den Mitarbeitern selbst. Erst mit 75 Jahren hatte Juran sein Institut gegründet. Zuvor wurde er auf Initiative von William Edwards Deming 1953 nach Japan geholt, nachdem er in den USA – ähnlich wie Deming – nur wenig Anerkennung für seine revolutionären Ideen der Qualitätsentwicklung und -bedeutung fand. In Japan wirkte er vor allem als persönlicher Berater von Kiichio Toyoda, wodurch er eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der japanischen Automobilindustrie einnahm. Sein abwechslungsreiches Leben hatte Joseph M. Juran bis zum Schluss körperlich und geistig aktiv gehalten.