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November 2006


Verschwendete Arbeitszeit

Fast jede dritte Arbeitsstunde in Deutschland wird mit unproduktiven Tätigkeiten verschwendet.

Global liegt die Arbeitsproduktivität bei 69,8 Prozent, hat die Unternehmensberatung Proudfoot in ihrer jährlich erhobenen Produktivitätsstudie ausgerechnet. Der Gesamtschaden durch den Leerlauf beziffert die Firma für deutsche Unternehmen auf mehr als 170 Mrd. Euro, das entspräche 7,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes pro Jahr. Gegenüber 2003 hätten sich die Zahlen in Deutschland immerhin um 6,8 Prozentpunkte verbessert. „Aber 32,5 verschwendete Arbeitstage pro Mitarbeiter im Jahr sind noch immer viel zu viel", sagte Jochen Vogel, Leiter des Proudfoot-Geschäfts im deutschsprachigen Raum. Diese Ineffizienz senke die Wettbewerbsfähigkeit. Nur durch hohe Produktivität könnten die Unternehmen im Wettbewerb mit den Billiglohnländern erfolgreich sein. Fällt dieser Vorteil weg, sei die Abwanderung der Arbeitsplätze aus Deutschland die Folge.

Gründe für verschwendete Arbeitszeit seien vor allem schlechte interne Kommunikation. Auch zeigen die Analysen, dass in 38 Prozent der Fälle mangelnde Führung zur Ineffizienz führt. An zweiter Stelle der Ursachen für Unproduktivität nennt die Studie unzureichende Planung und Erfolgskontrolle. In diesem Punkt hat sich der Studie zufolge allerdings einiges gebessert. Der Anteil sank von 46 auf 28 Prozent der Nennungen. Den Grund dafür sieht Vogel in verbesserten Managementmethoden. Individuelle Zielvorgaben und Ergebniskontrolle seien in vielen Unternehmen etablierte Elemente der Führungskultur. Für die Studie hat die Firma über 800 Führungskräfte aus 18 Ländern in 235 Unternehmen befragt.