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Juli 2006


Den Schwung der Fußballbegeisterung zum wirtschaftlichen Aufschwung nutzen

Den Schwung der aktuellen Fußballbegeisterung in Deutschland sollen nach Ansicht von Prof. Dr. Herbert Schnauber vor allem die deutschen Unternehmen zum wirt-schaftlichen Aufschwung nutzen. Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) ruft deshalb dazu auf, mit einem ausgeprägten Bewusstsein für exzellente Leistungen Spitzenerfolge im Wettbewerb zu erzielen.

Hier der Text im Wortlaut:

DGQ-Vizepräsident Prof. Dr. Herbert Schnauber:
„In ganz Deutschland nehmen wir mit großer Begeisterung, ja mit Enthusiasmus die Leistungen unserer Fußball-Nationalmannschaft zur Kenntnis. Fast unglaublich ist es, wie viele Bürger sich mit dem Geschehen, den sportlichen Leistungen in den Stadien identifizieren. Überall hat eine phantastische Stimmung das Land ergriffen. Zu Gast bei Freunden hört man vielfach aus dem Munde unserer ausländischen Gäste. Ohne Zweifel sind wir zu dieser Gastfreundschaft ebenso fähig wie zur vollendeten Organisation solcher Veranstaltungen. 

Doch was werden wir von diesem Schwung in die Zeit danach mitnehmen? Ist die Begeisterung, die Identifikation und das Engagement für sportliche Spitzenleistungen lediglich die Bereitschaft zur Ablenkung und damit quasi der Ausbruch aus einer eher lethargischen Stimmung über unsere Situation der letzten Zeit? Und wird diese positive Stimmung nach der Fußball-Weltmeisterschaft wieder verschwinden?

Lasst uns den derzeitigen Schwung, die Aufbruchstimmung und die sensationelle Begeisterung in unserem Lande für das sportliche Geschehen mitnehmen in ein von allen getragenes Engagement für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung unseres Landes. Nachwuchsförderung, Mannschaftsgeist, Teamwork und Konsequenz in der Führung im Fußball können für Wirtschaft und Gesellschaft hervorragende Beispiele für erfolgreiches Wirken sein. Ziele zu haben, sie zu kommunizieren, sie aber auch gegen viele Anfechtungen konsequent und unpopulistisch zu verteidigen, sind Aspekte erfolgreichen Wirkens, das uns Jürgen Klinsmann und seine Nationalmannschaft präsentiert haben. 

Was wir brauchen ist ein ausgeprägtes Bewusstsein, dass nur exzellente Leistungen im Wettbewerb um Spitzenerfolge den Lebensstandard erhalten lassen, den wir lieb gewonnen haben. Hier ist jeder aufgefordert, jeder in seinem Verantwortungsbereich, an seinem Arbeitsplatz den Schwung, den unser Land gegenwärtig ergriffen hat, zum Aufschwung in vielerlei Hinsicht in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik werden lassen.