Haben wir uns nicht alle gewünscht, dass der Schwung der Fußball-Weltmeisterschaft sich auf Wirtschaft und Gesellschaft überträgt und andauert?
Die Konjunktur zieht an. Die Binnennachfrage, lange ein Sorgenkind, entwickelt sich nun endlich ähnlich erfreulich wie der Außenhandel. Steigende Investitionen tragen darüber hinaus zu sinkenden Arbeitslosenzahlen bei. Das Gute daran, der Aufschwung soll sich, glaubt man den Vorhersagen, bis mindestens 2009 fortsetzen.
Wenn Ludwig Erhard Recht hatte mit seiner Aussage, dass die Hälfte der Wirtschaft Psychologie sei, sollten wir gemeinsam die anderen 50% gestalten. Hierzu bedarf es visionärer Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen, ebenso wie motivierter und engagierter Mitarbeiter in den Organisationen. Nachvollziehbare Entscheidungen und beherrschte Prozesse sind weitere Voraussetzungen. Die deutsche Politik ist aufgefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Kreativität und Innovation bilden hervorragende Zutaten für künftigen Erfolg. Bezüglich der zu erwartenden Veränderungen sollten wir es mit John Cage, dem amerikanischen Komponisten und Künstler, halten: Fürchten wir uns weniger vor den neuen als vor den alten Ideen.
Ihnen, den Leserinnen und Lesern des DGQ-Newsletters, wünsche ich einen harmonischen Ausklang des Jahres 2006.
Ihr
Wolfgang Kaerkes |