Basiswissen: Safety Certificate Contractors

Industriebetriebe setzen zunehmend "Kontraktoren für technische Dienstleistungen“ ein. Das sind Auftragnehmer, die technische Dienst- oder Werkleistungen erbringen, wie etwa Bau-, Montage- oder Reinigungsarbeiten.

Diese Kontraktoren wirken wesentlich auf den Qualitätsstandard von Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz ihrer Auftraggeber ein. Deshalb prüfen Industrieunternehmen im Einzelfall die Leistung oder das Management für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz ihrer Auftragnehmer. Diese Einzelprüfungen sind sowohl für den Auftraggeber als auch für den Auftragnehmer mit einem erheblichen personellen und finanziellen Aufwand verbunden.

Um das zu verringern, hatten die Firmen der niederländischen Mineralölindustrie gemeinsam mit ihren Kontraktoren die bis dahin unterschiedlichen Prüfkriterien der einzelnen Auftraggeber vereinheitlicht und eine gegenseitige Anerkennung von Prüfergebnissen sichergestellt. 1987 wurde das Zertifizierungssystem SCC entwickelt und 1994 vom Niederländischen Akkreditierungsrat (RvA) zugelassen.

Im September 1995 wurde das SCC-Zertifizierungs-System von der Trägergemeinschaft für Akkreditierung (TGA) in das deutsche Akkreditierungssystem aufgenommen.

Hauptsächlich in drei Industriebranchen kommt es zu SCC-Zertifizierungen, die auch von den Kontraktoren verlangt werden: Erdöl, Chemi und Automobil. Insbesondere sind Auftragnehmer betroffen, die in diesen Branchen Dienstleistungen wie Bau-, Montage- oder Reinigungsarbeiten anbieten.

SCC wird heute vorwiegend in den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz genutzt und gegenseitig anerkannt.