Unser Expertenthema: Innovationsmanagement
Aufbau einer Architektur für Innovationen
Gute Methoden sind das A und O des Innovationserfolgs. Eine strukturierte Vorgehensweise unter Einbindung von Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern, Experten und anderen Interessenten erhöht die Verlässlichkeit des Innovationsprozesses von der Entwicklung zur Produktion.
Wir empfehlen eine neue und eigenständige Stabsfunktion als Innovationsmanager. Falls der Innovationsmanager seine Aufgaben zusätzlich zu seiner Funktion als Linienmanager wahrnimmt, sollte er zu einem bestimmten Prozentsatz von seinen Verpflichtungen als Bereichsleiter freigestellt werden.
Aufgaben des Innovationsmanager
Der Innovationsmanager baut - in enger Zusammenarbeit mit dem Topmanagement - eine Infrastruktur für Innovationen auf und begleitet einen Innovationsprozess von der Idee bis zur Umsetzung. Darunter fallen u.a. folgende Aufgaben:
- Der Innovationsmanager moderiert Besprechungen, Team- und Projektarbeit. Er leitet Veränderungsprozesse und Ideenfindungssitzungen. Um diese Rolle optimal ausfüllen zu können, erhält er im Lehrgang Innovationsmanagement eine gründliche Facilitator-Ausbildung.
- Der Innovationsmanager ist die treibende Kraft beim Design und der Implementierung von Innovationsprojekten. Er kennt und vermittelt die Methoden des Ideen- und Innovationsmanagements, schafft ein positives Lernklima und kommuniziert Einsichten und Erfahrungen aus der Analyse von Flops und Erfolgen. Er erkennt und analysiert Schwachstellen und Mängel im Unternehmen und entwickelt – gemeinsam mit den jeweiligen Bereichen – Ideen für Verbesserungen oder völlig neue Alternativen. Um diesen Anforderungen zu genügen, wird er im Lehrgang Innovationsmanagement zum Experten für Kreativitäts- und Innovationstechniken ausgebildet.
- Als Vermittler und Managementbeauftragter fördert der Innovationsmanager einen offen Fluss von Informationen und Ideen im Unternehmen und stärkt damit die bereichsübergreifende Zusammenarbeit – zum Beispiel zwischen Forschung & Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb, Verkauf, Einkauf, Unternehmenskommunikation, Unternehmensentwicklung und Personalentwicklung. Durch die starke Einbindung der Mitarbeiter macht er Betroffene zu Beteiligten und schafft Begeisterung und „ownership“.
- Gleichzeitig treibt er die „offene Innovation“ voran, indem er auch externe Experten in den Innovationsprozess mit einbezieht (Kunden, Zulieferer, Berater und Trainer, Hochschulen, Trendforschungs- und Zukunftsinstitute). Er baut interne und externe Netzwerke auf, stellt die Finanzierung für kleinere Experimente und Incentives („InnoCentive“) sicher und vergibt Lizenzen für neue Technologien. Um dieses enge Beziehungsgeflecht zwischen Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen, Wahrnehmungen und Erfahrungen zu meistern, stärkt der künftige Innovationsmanager auf dem Lehrgang seine Soft Skills. Er lernt, Ideen überzeugend zu verkaufen, Unterstützung von anderen zu gewinnen und win-win-Lösungen zu finden. Sein konsequentes Selbstmanagement erleichtert es ihm, ein Ziel mit Ausdauer zu verfolgen sowie konstruktiv mit Konflikten, Widerständen und Stress umzugehen.
- Der Innovationsmanager hat – in Kooperation mit den jeweiligen Bereichsleitern - sein Ohr ganz dicht am Kunden. Er findet heraus, was Noch-nicht-Kunden vom Kauf abhält, und welche neuen Möglichkeiten sich aus Trends und vor allem aus Trendbrüchen für das Unternehmen ergeben. Um dieser Aufgabe zu genügen, erhält er auf dem Lehrgang einen umfangreichen Werkzeugkoffer mit Methoden zur Kundenbeobachtung, Analyse von Best Practices, Entwicklung von Zukunftsszenarien, Schaffung von neuen Geschäftsmodellen und Wachstumsplattformen.