Diese Anleitung beschreibt die schrittweise Erstellung eines IST-Zustands-Baums. Mit Hilfe dieses Werkzeuges lässt sich für erkannte schädliche Effekte eines Systems die Ursache (Kernproblem) ermitteln. Dieses Kernproblem kann als zentraler Gegenstand eines potenziellen Veränderungsvorhabens betrachtet werden.
Objekte im IST-Zustands-Baum
Schritt 2
Sammeln der schädlichen Effekte
Die Identifizierung der schädlicher Effekte [SE] kann durch eine System-Analyse im Vorfeld erfolgen oder durch ein Brainstorming zu einfachen „W-Fragen“ (z.B. „Warum ist der Nutzungsgrad so schlecht?“). Die Antworten auf diese Fragen sind die gesuchten [SE]. Als Hilfsmittel kann eine Kartenabfrage dienen.
Aus der Sammlung ist eine Auswahl von ca. 5 [SE] zu treffen, mit denen der Aufbau des IST-Zusands-Baums begonnen wird. Die Auswahl ist beliebig. Die übrigen [SE] werden sukzessive in den Baum eingefügt. Handelsübliche Haftnotizen eignen sich hervorragend zur schrittweisen Modellierung des Ursachen-Wirkungs-Geflechts.
Schritt 3
Erste Ursachen-Wirkungs-Beziehungen
Die [SE] werden untersucht, ob zwischen zwei der [SE] ein kausaler Zusammenhang besteht. Ist dies der Fall, ist die Frage zu klären, welcher [SE] die Ursache und welcher [SE] die Wirkung darstellt. Die beiden [SE] werden anschließend vertikal angeordnet und hinsichtlich fehlender Zwischenschritte und notwendiger zusätzlicher Ursachen untersucht.
Werden zusätzliche Ursachen und Wirkungen in den entstehenden Baum eingefügt, die nicht schädlicher Natur sind, so empfiehlt sich die Verwendung andersfarbiger Haftnotizen (z.B. gelb für [SE] und weiß für nicht schädliche Ursachen/Wirkungen).
Alle sechs Schritte finden Sie als Download auf der rechten Seite.