European Excellence Award (EEA)
Namensänderung ab 2006:
EFQM Excellence Award (EEA) - statt bisher European Quality Award (EQA)!
Der EFQM Excellence Award (EEA) ist der auf dem EFQM-Modell basierende europäische Qualitätspreis. Die Teilnahme ist nur sinnvoll und hat Aussicht auf Erfolg, wenn Ihre Organisationen einen sehr hohen Reifegrad aufweist (gemessen an RADAR und am EFQM-Modell für Excellence). Die Bewertung wird durch Teams von Preis-Assessoren und einer Jury vorgenommen.
Ziel des EEA ist es einerseits, exzellenten Organisationen eine Anerkennung auf hohem Niveau zu verschaffen. Diese Anerkennung soll durchaus seitens der Gewinner öffentlichkeitswirksam genutzt werden. Andererseits werden auf europäischer Ebene exzellente Organisationen identifiziert und anderen, nicht so reifen Organisationen zum Vorbild gemacht. Darüber hinaus erhalten die Bewerber ein Feedback, das Hinweise gibt, wie man sich weiter verbessern oder das hohe Niveau aufrechterhalten kann.
Informationen zum EEA gibt die EFQM unter www.efqm.org oder das Deutsche EFQM Center der DGQ.
Malcolm Baldrige National Quality Award
Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu verbessern, hat der US-amerikanische Kongress 1987 den Malcolm Baldrige National Quality Award per Gesetz ins Leben gerufen. Darin wurden Produkt- und Servicequalität als ein Anliegen von nationaler Bedeutung erkannt. Benannt wurde der Award nach dem 1987 verstorbenen Handelsminister Malcolm Baldrige, der sich um die Gestaltung und politische Durchsetzung der Auszeichnung verdient gemacht hat. Die Preisverleihung erfolgt seit 1988 jährlich durch den Präsidenten der USA. Sie unterstreicht das hohe Ansehen dieser Auszeichnung.
Ziel des Malcolm Baldridge Award ist es, das Gedankengut des Total Quality Management zu verbreiten. Dabei fokussiert der Award stark auf der Kundenzufriedenheit als wesentliches Qualitätsmerkmal. Darüber hinaus enthält er mit der Betonung von Wettbewerbervergleichen (Benchmarking) ein starkes Konkurrenzelement. Verliehen wird er an jeweils maximal zwei Bewerber in drei Kategorien: Produzierende Unternehmen, Dienstleistungsunternehmen und Kleine Unternehmen mit weniger als 500 Vollzeitbeschäftigten.
Deming Prize
Der Deming Prize ist die älteste Auszeichnung für Unternehmen und Organisationen mit einem umfassenden Qualitätsverständnis. Er wurde erstmals 1951 vergeben. In Anerkennung seiner Verdienste um die japanische Wirtschaft wurde die Auszeichnung nach W. Edwards Deming, einem der Begründer der weltweiten Qualitätsbewegung, benannt. Die Auszeichnung ist besonders auf ein umfassendes Qualitätsmanagement im gesamten Unternehmen ausgerichtet und zielt damit direkt auf Total Quality Management als unternehmensweit wirksames Qualitätskonzept ab.
Wichtigster Aspekt ist das wirkungsvolle und wirtschaftliche Erreichen von Unternehmens- und Qualitätszielen, um Produkte und Dienstleistungen zur vereinbarten Zeit, zu einem angemessenen Preis und mit einer vom Kunden akzeptierten Qualität zu erstellen. Eine zentrale Bedeutung wird auch der kontinuierlichen Verbesserung, der Einführung von Qualitätszirkeln sowie der konsequenten Anwendung statistischer Methoden in allen Unternehmensbereichen beigemessen.
Im Gegensatz zu den anderen Qualitätspreisen liegt dem Deming Prize kein Bewertungsmodell zu Grunde. Auch der Selbstbewertungsprozess spielt für den japanischen Qualitätspreis keine wesentliche Rolle.