In unserem Archiv finden Sie Informationen zu vorangegangenen Veranstaltungen.
Herr Krüger wird etwas zum Themenkomplex Wirtschaftskriminalität und Korruption vortragen.
Er wird zunächst die Fa. Prevent kurz vorstellen und dann etwas zum aktuellen Lagebild Wirtschaftskriminalität ausführen. Anschließend wird er über die Erscheinungsformen und Ursachen dieser Kriminalität reden und Präventionsmöglichkeiten aufzeigen.
Dabei werden die Bereiche im Vordergrund stehen, die aktuell vom Tüv zertifiziert werden, also Prozessanalysen und Awarenesstrainings. Daraus sollte sich dann Raum für Diskussionen ergeben.
Das Institut für Maschinenwesen der TU Clausthal befasst sich mit einer von drei Basisuntersuchungen die das DIN im Rahmen des vom BMWi unterstützen Projekts „Innovation mit Normen und Standards (INS)“ vergeben hat.
Im Rahmen der Studie „Marktzugang und der Marktzulassung mittels Normen und Standards“ wurde 2006 u.A. untersucht, wie Normen unternehmensinterne Abläufe, bzw. den Handels- und Geschäftsverkehr unterstützen können.
Es zeigte sich u.A., dass Normen in Ausschreibungen genutzt werden, um diese transparenter zu machen und ein gewisses Qualitätsniveau sicher zu stellen.
Allgemein lässt sich feststellen, dass große Unternehmen zumeist einen deutlichen Informations- und Innovationsvorsprung gegenüber KMU haben, da sie bewusster mit der Normung umgehen und neue Normenvorhaben eher begleiten.
Im April 2007 ist eine umfangreiche Industriebefragung innerhalb ausgewählter Branchen aus dem technischen Bereich gestartet worden, anhand derer die im Jahr 2006 gewonnenen Erkenntnisse in der Breite verifiziert werden sollen. Das Ziel ist, Handlungsempfehlungen zur Unterstützung der Unternehmen im Bereich der Normung formulieren zu können. An dieser Fragebogenaktion können Sie / Ihr Unternehmen gerne teilnehmen.
Thema 1 : Vortrag „Produktzertifizierung für den Export nach Russland“
In Russland gibt es eine Zertifizierungspflicht von Waren, die vergleichbar mit der CE oder ISO Zertifizierung ist. Da die russische Regierung die europäischen Qualitätszertifikate zur Zeit nicht anerkennt, müssen bestimmte Produkte, die nach Russland exportiert werden, von einer unabhängigen Gesellschaft auf die Konformität mit den russischen Normen und Anforderungen überprüft werden. Diese werden im so genannten GOST-R Zertifikat dokumentiert, ohne dem ein Grenzübertritt erheblich erschwert wird. Auch ist oft ein Hygienezertifikat oder Inbetriebnahmegenehmigungen für Maschinen und Anlagen erforderlich.
Im Vortrag „Produktzertifizierung für den Export nach Russland“ werden anhand von praktischen Beispielen Grundlagen des Zertifizierungssystems in Russland (zuständige Organe; Aufbau, Funktion des Zertifizierungssystems, wichtige Gesetze, Unterschiede in den Warenlisten, usw.), die Vorstellung des GOST-R Zertifikates (Laufzeit, Zertifikatstypen, andere Besonderheiten), Methoden der Produktzertifizierung allgemein in Russland (Kasachstan und Ukraine), zusätzliche Bedingungen zum GOST-R Zertifikat: Hygienezertifikate, Inbetriebnahmezulassungen des Rostechnadzor (RTN; ehemals GGTN) für Maschinen und Anlagen, Feuerschutzzertifikate, Registrierung beim Ministerium für Gesundheitswesen, Kommunikationswesen, Umweltministerium, Etikettierung, usw. angesprochen und an praktischen Beispielen erläutert.
Außerdem wird auf unliebsame Hindernisse und Probleme, die bei der Zertifizierung erfahrungsgemäß auftreten können, aufmerksam gemacht und Wege aufgezeigt / diskutiert, wie diese Probleme minimiert werden können.
Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit Ihre branchenbezogenen Fragen vor Ort mit der Referentin zu diskutieren.
Thema 2 : „Produktzertifizierung für den Export nach China“
Ein Großteil elektrischer und elektronischer Erzeugnisse benötigen für den Export nach China eine CCC Zertifizierung (CCC: China Compulsary Certification) ohne die die Einfuhr der Waren nach China nicht möglich ist. Die Zertifizierung, der von dieser Regelung betroffenen Waren, beinhaltet die Prüfung der Produkte hinsichtlich elektrischer Sicherheit und EMV Verhalten und hat durch von den chinesischen Behörden akkreditierte Labore in China zu erfolgen. Im Rahmen des Seminars „Produktzertifizierung für den Export nach China“ werden die von der Zertifizierungspflicht betroffenen Produkte vorgestellt, sowie die Abläufe zur Zertifizierung erörtert.
Gliederung:
- CCC-Produktprüfung und Zertifizierung - Hintergründe für die Einführung im Jahr 2003
- Einführung in das CCC Zertifizierungsverfahren
- das CCC Zertifizierungszeichen
- Ausnahmeregelungen- das CCC Exemption Certificate
• Strukturierte und zielorientierte Verbesserungsmethodik für alle Unternehmsbereiche
• Vision und Vorgehendsweise
• Wichtige Punkte (besonders) in der ersten Phase
• Projekte definieren; Rollenverteilung; Ressourcenauswahl.
Design für Six Sigma steht für eine weltweit anerkannte Qualitätssicherungs-Initiative, die darauf abzielt, bei der Entwicklung von Produkten und Prozessen auf möglichst stringentem Wege Six-Sigma-Qualität zu erreichen. Das Ziel ist, beim Entwurf und der Entwicklung komplexer Systeme einen durchgängig formalisierten Prozess zu schaffen, um so Produkte und Prozesse entstehen zu lassen, die dem Six Sigma Niveau entsprechen. Zur Verbesserung bestehender Prozesse und Produkte ist die Vorgehensweise nach DMAIC zu verwenden. Werden hingegen Produkte und Prozesse neu entwickelt, so sind die Vorgehensweisen nach DFSS unumgänglich. Erfahrungen haben gezeigt, dass bestehende Produkte und Prozesse meist nicht bis zu einem Niveau von Six Sigma mit der DMAIC-Vorgehensweise verbessert werden können. In der Regel ist das Erreichen dieses Niveaus mit einem Redesign des Produktes und/oder Prozesses verbunden. Damit ist auch in diesen Fällen die Vorgehensweise nach DFSS anzuwenden. Das Ziel ist die Schaffung eines "robusten" Produktdesigns, welches Fehler und Fehlerquellen von vorn herein - eben durch ein sicher zu fertigendes, montagefreundliches und servicefreundliches Design - ausgeschlossen werden. Der auf Entwicklungsprojekte bezogene Six Sigma Prozess wird allgemein auch als DMADV-Prozess bezeichnet.Es erhebt sich natürlich die Frage: Was ist eigentlich das Neue an DFSS gegenüber dertraditionellen Vorgehensweise bei der Produkt- und Prozessentwicklung, so wie sie schon über Jahrzehnte in Deutschland praktiziert wurde?